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Lebensmittel ABC / 01. Mai 2017

Essbare Blüte: Artischocke

Die Artischocke erinnert ein wenig an eine Distel, wenn man sie so im Gemüseregal liegen sieht. Viele trauen sich zwar nicht an die dekorative Blüte ran, aber ein Versuch lohnt sich. Wir erklären euch, warum.

Essbare Blüte: Artischocke
© teelesswonder - Fotolia

So schmeckt Artischocke

Essbar sind die fleischigen Böden der einzelnen Artischokenblätter. Im Geschmack sind sie fein herb oder auch ein wenig bitter. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, aber mit dem richtigen Dip allemal einen Versuch wert.

Am Gemüseregal

Artischocken bekommt ihr frisch und eingelegt im Glas eigentlich das ganze Jahr über. Von Juni bis November schmecken sie frisch aber am besten. Gute Qualität erkennt ihr daran, dass die Blütenknospen fest und prall sind. Der Stiel dient der Artischocke übrigens als Wasserspender, er sollte nicht zu trocken wirken und etwas länger sein, wenn ihr sie zu Hause noch ein paar Tage im Kühlschrank aufheben wollt. Besser aber, ihr verarbeitet sie direkt, damit sie nicht an Geschmack und Aroma verliert.

Artischocke zubereiten – so geht’s:

Step #1:  Braust das Gemüse unter kaltem Wasser ab.

Step #2: Brecht den Stiel ab – nicht abschneiden, sonst lösen sich die holzige Fasern nicht vom Boden. Nehmt euch dafür zum Beispiel die Kante eurer Arbeitsfläche zu Hilfe.

Step #3: Entfernt die äußeren Blätter und schneidet die Spitze ab. Damit die Schnittstellen nicht braun werden, kommt Zitronensaft drauf und später ins Kochwasser mit dazu.

Step #4: Die vorbereitete Artischocke wird jetzt für etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde gekocht.

Übrigens: Anschließend leicht angebraten entfaltet die Artischocke ihr volles Aroma.

So esst ihr Artischocken

Vor allem im Mittelmeerraum sind Artischocken als Vorspeise sehr beliebt. Daher ist eine Kombination mit Knoblauch und Oliven schon fast eine logische Folge. Auch als Belag für Pizza und Quiches oder in Pastagerichten eignet sie sich sehr gut. Schön fürs Auge und so auch als Fingerfood geeignet ist die Blüte im Ganzen zubereitet. Ihr zupft dann die Blätter von der Blüte und dippt sie in verschiedene Soßen, um anschließend den fleischigen Teil des Blattes auszulutschen.

Ein echtes Superfood?

Die Artischocke trumpft vor allem mit Ballaststoffen auf – etwa 11 Gramm pro 100 Gramm. Ansonsten enthält sie  wichtige Nährstoffe wie B-Vitamine, Vitamin E und Eisen. Ihr herber Geschmack rührt von einem Pflanzenstoff, dem eine anregende Wirkung der Gallentätigkeit nachgesagt wird und sich senkend auf den Cholesterinspiegel auswirken soll. Schon die alten Ägypter schätzten die Blütenknospe für ihre heilende Wirkung. Ein echtes „Superfood“ also.