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Lebensmittel ABC / 29. Oktober 2017

Apfel-ABC: Welcher Apfel wofür?

Der Apfel ist der Deutschen liebste Frucht – aber Apfel ist nicht gleich Apfel: Weltweit werden Schätzungen zufolge rund 30.000 verschiedene Sorten angebaut. Allein in Deutschland sind es rund 2.000! Die einen eignen sich wegen ihres feinen Geschmacks besonders gut zum so essen, die anderen besser zum Kochen. Ob süßer Frucht-Snack oder aromatischer Apfel zum Backen – unser Apfel-ABC zeigt, welche Sorten wofür geeignet sind.

Apfel-ABC: Welcher Apfel zum Backen, welcher zum Naschen?
© stevecuk – Fotolia.com

Boskoop

Als Snack eignet sich der Boskoop weniger. Dafür ist er der ideale Apfel fürs Backen. Sein saftiges, festes Fruchtfleisch und der säuerliche Geschmack passen prima zu Apfelkuchen und Apfelstrudel. Weil die Schale oft sehr fest und rau ist, schneidet man sie häufig weg. Zwischen September und Oktober wird der Boskoop gepflückt. Danach benötigt er noch rund einen Monat, um sein volles Aroma zu entfalten. Je länger der Boskoop lagert, desto mürber wird er.


Braeburn

Knackig und saftig – so erlebt man den süß-herben Braeburn, wenn man nach Herzenslust hineinbeißt. Ursprünglich aus Neuseeland stammend, wird er inzwischen auch in Chile, den USA und in den südeuropäischen Ländern angebaut. Die Schale des beliebten Tafelapfels schimmert von Gelb über Grün bis Rot. Gepflückt wird der Braeburn im Oktober und hält sich dann noch bis April genussreif. Wer ihn nicht pur verputzt, schnippelt ihn in den Obstsalat oder überbackt ihn zu Apple Crumble.


Cox Orange

Der herbstliche Cox Orange ist – ähnlich wie der Holsteiner Cox – der perfekte Apfel zum Backen und Kochen. Er weist eine ausgewogene Mischung aus süßen und sauren Aromen auf, passt deshalb sowohl zu Kuchen und Desserts als auch zu herzhaften Speisen. Von Ende September bis März kann man den Cox Orange kaufen und zu Apfel-Tarte, Bratapfel oder fruchtigem Chutney weiterverarbeiten.

Elstar

Wer in einen Elstar beißt, wird das typische Knacken lieben. Die rote Schale ist einfach schmackhaft und sieht hübsch aus, wenn man den Apfel zu Chips trocknet. Obwohl das saftige Kernobst bissfest ist, zerfällt das Fleisch leicht beim Kochen – ideal für Apfelmus. Doch wegen seiner Süße eignet sich der Elstar auch als Kontrast zu herzhaften Speisen mit Wild und Gans.


Golden Delicious

Sein Name führt in die Irre: Der Golden Delicious ist keineswegs golden, sondern eher grünlich. Am besten genießt man diesen Apfel pur – dann stechen die süßen Aromen heraus, die an Anis erinnern. Wer den einzigartigen Apfelgeschmack dennoch konservieren möchte, macht ein Apfelgelee oder ein Kompott daraus.


Granny Smith

Diesen saftig-grünen Apfel kennt man aus der Zahnpasta-Werbung. Er sieht nicht nur frisch und zum Anbeißen aus – er schmeckt auch herrlich säuerlich. Der Granny Smith eignet sich deshalb besonders gut als Snack. Im Müsli am Morgen oder im grünen Smoothie macht er sich ebenfalls gut. Zudem ist er das ganze Jahr über erhältlich. Die feste Schale erscheint leicht wachsig, das knackige Fruchtfleisch ist sehr hell.


Jonagold

Auch dieser Apfel ist trotz seines Namens weniger golden als vielmehr rötlich-grünlich. Äpfel der Sorte Jonagold schmecken sehr süß und erinnern ein wenig an Birne und Banane. Weil dieser Apfel wenig Säure, dafür aber viel Saft enthält, eignet er sich hervorragend zum Herstellen von Apfelsaft. Beim Backen glänzt dieser Apfel, weil er nicht so leicht zerfällt.


Pink Lady

Der Name ist Programm: Der Pink Lady hat eine pinke Schale und einen süßlichen Geschmack. Weil er knackig und saftig ist, schmeckt dieser Apfel den meisten am besten pur. Doch auch gebacken als Apfel-Rose auf dem Kuchen oder kleingeschnitten im Salat mit Kohl und Rote Bete schmeckt diese Sorte fabelhaft. Weil der Pink Lady ursprünglich aus Australien stammt und von dort sowie aus Frankreich, Spanien und Italien importiert wird, ist die Sorte das ganze Jahr über frisch erhältlich.


Royal Gala

Wie gemalt schaut dieser rote Apfel aus. Doch nicht nur sein Aussehen macht ihn besonders bei Kindern beliebt: Der Royal Gala schmeckt wunderbar süß – vor allem zwischen September und April. Diese feste Sorte ergänzt prima Rohkostsalate. Die Österreicher nehmen den Apfel zum Backen von Strudel, weil er nur wenig Feuchtigkeit verliert.