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Lebensmittel ABC / 30. Oktober 2016

Äpfel mit Umdrehungen: Apfelwein, Cidre, Calvados und Co.

Äpfel lassen sich nicht nur vielseitig in der Küche verwenden, sie bieten dank ihrer charakteristischen Geschmackseigenschaften auch eine tolle Grundlage für alkoholische Getränke. Von Apfelwein bis Calvados – so unterscheiden sich die fünf bekanntesten Apfel-Alkoholika.

Äpfel mit Umdrehungen: Apfelwein, Cidre, Calvados und Co.
© Sea Wave - Fotolia

Der Klassiker: Hessischer Apfelwein


Das hessische Nationalgetränk Apfelwein hat zahlreiche Namen. Man nennt es liebevoll Stöffche oder Eppelwoi, die Bewohner Frankfurts bestellen ihren Apfelwein als Schoppe. Mit dem Kunstwort Äppler werden dagegen Mixgetränke auf Apfelweinbasis bezeichnet.

Apfelwein wird aus sehr säurehaltigen Äpfeln gekeltert. Der Gärprozess festigt den säuerlich-herben Geschmack. Traditionell genießt man Apfelwein pur. Wer mag, trinkt ihn süß- oder sauergespritzt, also mit etwas Limonade oder Sprudelwasser aufgefüllt. Der Alkoholgehalt schwankt zwischen fünf und sieben Prozent.

Überregionale Bekanntheit erlangte der Apfelwein und sein dazugehöriger Bembel – so nennt man den Tonkrug, indem der Apfelwein am Tisch serviert wird – durch den Fernsehwirt Heinz Schenk, der in der TV-Show „Zum blauen Block“ dem Stöffche in den 1960er- und 70er-Jahren das ein oder andere Lied widmete. Das Glas, aus dem man den Apfelwein trinkt, heißt Geripptes.

Apfelschaumwein: Cider und Cidre


Cider wird in England bereits seit mehr als 800 Jahren getrunken. Vor allem in Südengland ist der herbe Cider sehr beliebt, ebenso in Irland. Der durchschnittliche Alkoholgehalt schwankt ähnlich wie beim Apfelwein zwischen fünf und acht Prozent. Cider enthält weitaus mehr Kohlensäure als Apfelwein und schmeckt ein wenig süßer.

Vergoren wird der Cider aus unterschiedlich sauren und süßen Apfelsorten mit hohem Gerbstoffgehalt (Tannin) in einem geschlossenen Container. Die Grundlage ist immer Apfelsaft. Den Gärprozess, bei dem auf natürlichem Wege Alkohol entsteht, nennt man Fermentierung. Cider prickelt so schön, da durch die Fermentation des Zuckers Kohlensäure entsteht.

Cidre ist das französische Pendant zum englischen Cider. Ein leichter Sommerwein, der sehr lieblich und süß schmeckt. Meist liegt beim Cidre der Alkoholgehalt nur bei zwei bis drei Prozent. Die enge Verwandtschaft mit dem englischen Cider ist mehr als deutlich. Die Unterschiede im Geschmack, bedingt durch die Apfelsorten und in der Herstellung, sind gering. Hauptproduktionsgebiet ist die Normandie (Nordfrankreich).

Calvados: Apfelbranntwein aus der Normandie


Der bernsteinfarbene Calvados ist ein Apfelbranntwein, seine Grundlage Cidre. Der Herstellungsprozess ist in etwa mit dem von Whisky vergleichbar. Für das Endprodukt Calvados muss der Apfelwein zunächst lagern und wird dann mehrfach gebrannt. Im Anschluss entwickelt er weitere Aromen, indem er einige Jahre in einem Eichenfass reift. Sein Alkoholgehalt beträgt rund 40 Prozent. Calvados dürfen sich nur Cidre-Brände nennen, die aus elf festgelegten Gebieten in der Normandie stammen.

Apfelschnaps: Obstbrand aus Äpfeln


Die weitverbreitete Bezeichnung für Obstbrand ist Obstler. Darunter versteht man eine klare, gebrannte Spirituose aus Früchten. Je reifer die verwendeten Früchte sind, desto höher ist gewöhnlich ihr Zuckergehalt. Das wiederum verstärkt das Aroma und erhöht dem Alkoholgehalt. Beim Obstler beträgt er mindestens 37,5 Prozent.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

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