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Getränke / 06. April 2016

Warum muss Rotwein atmen?

Aus dem Servieren eines Weins lässt sich schnell eine todernste Angelegenheit machen: Stundenlanges Schnüffeln am Korken oder übertriebenes Blinzeln ins Glas, um die Farbe zu prüfen, weist aber nicht unbedingt auf einen Weinkenner, sondern eher auf einen Showmaster hin. Allerdings gibt es eine „zeremonielle“ Handlung beim Weinöffnen, die absolut sinnvoll ist: den Rotwein atmen zu lassen. Am besten gelingt dies durch Dekantieren. Erstens wird der Tropfen so mit Luft in Verbindung gebracht, zweitens der Bodensatz vom Wein getrennt.

Warum muss Rotwein atmen?
© suwanphoto - Fotolia

Dekantieren: Den Rotwein atmen lassen

Dekantieren dient einerseits dazu, den Rotwein atmen zu lassen, damit er durch den einströmenden Sauerstoff sein volles Aroma entwickeln kann. Zu diesem Zwecke wird der Flascheninhalt in eine Karaffe, den sogenannten Dekanter, gefüllt. Die typische Form eines solchen Dekanters weist eine bauchige Flaschenmitte auf, mit einem Flaschenhals, der sich nach oben hin verjüngt. Dementsprechend groß ist die Kontaktfläche zwischen der Flüssigkeit und dem Sauerstoff, so kann der Rotwein atmen und sein Aroma verbessern. Besonders zu empfehlen ist diese Art des Umfüllens bei Rotweinen mit erhöhtem Tanningehalt, die sonst pelzig schmecken können. Beim Umfüllen der Flüssigkeit in die Karaffe kann der Wein blubbern – so bekommt er mehr Sauerstoff und die Aromen entfalten sich schneller, er schmeckt weich und wenig verschlossen. Aber: Bei älteren Rotweinen kann der Kontakt mit Sauerstoff den Tropfen umkippen lassen. Schon innerhalb einer halben Stunde kann die Oxidierung das gewonnene Aroma wieder erschlagen.


Den Bodensatz entfernen

Dekantieren dient auch dazu, den Bodensatz (auch Depot genannt) und eventuell den Weinstein von der Flüssigkeit zu trennen. Dazu wird der Wein – langsam und vorsichtig – in den schräg gehaltenen Dekanter gegossen. Währenddessen wird eine Lichtquelle unter die Flasche gehalten, um den Bodensatz durch das Glas zu erkennen. Erreicht der Satz die Schulter der Flasche, wird das Umfüllen abgebrochen. Zwar hat das Depot auf das Aroma des Weins keinen Einfluss, verfälscht aber im Glas den Geschmack. Damit sich der Bodensatz in der Flasche ablegt, sollte diese ein bis zwei Tage vor dem Öffnen stehend oder schräg gelagert werden. Da, wie oben beschrieben, gerade alte Weine durch den Kontakt mit Sauerstoff zur Oxidation neigen, werden für die Depotentfernung gerne sehr schmale Dekanter verwendet – die haben nur eine geringe Berührungsfläche von Luft und Wein. Übrigens: Weißwein atmen zu lassen, ist überflüssig. Auch Dekantieren ist in der Regel unnötig. Ein Weißweinglas mit einem genügend großen Durchmesser sorgt für den gewünschten „Belüftungs-Effekt“. Ausnahme: Am Boden der Weißweinflasche hat sich bereits Bodensatz gebildet. Dann lässt sich durch Umfüllen in eine Karaffe das Depot vom Wein trennen. Allerdings sollte der Dekanter auch hier eher schmal ausfallen und der Wein nicht länger als eine Stunde in der Karaffe verbringen.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

K-Classic Delikatess Rotkohl