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Getränke / 07. Juni 2016

Aufgedeckt: Ist Flaschenbier so gut wie Fassbier?

Fassbier oder Flaschenbier – eine Frage, (fast) so alt wie die Menschheit. Natürlich trinkt man in der Kneipe um die Ecke lieber Fassbier, schon weil der Begriff „frisch gezapft“ einen Qualitätsvorteil verspricht. Dabei ist das Zapfen selbst gar nicht entscheidend, sondern die Tatsache, wo das Bier vorher gelagert wird: im Fass oder in der Flasche. Wir erklären den kleinen Unterschied.

Aufgedeckt: Ist Flaschenbier so gut wie Fassbier?
© Harald Biebel - Fotolia

Das perlt aber ganz besonders: Fassbier hat mehr Kohlensäure

Fassbier enthält etwas mehr Kohlensäure als Flaschenbier, so um die fünf Prozent. Es bildet mehr Bläschen, wirkt so beim Trinken etwas frischer. „Dittsche“ alias Olli Dittrich würde sagen, es „perlt“ mehr. Experten nennen das „Rezenz“ (Spritzigkeit). Dem Fassbier kann mehr Kohlensäure beigefügt werden, weil das Fass den Druck aushält. In einer Flasche dagegen kann ein zu hoher Gasdruck Probleme mit dem Verschluss machen: Die Flüssigkeit beziehungsweise der Schaum könnte den Kronkorken absprengen, besonders dann, wenn die Flasche geschüttelt wird. Aus diesem Grund wird dem Flaschenbier weniger Kohlendioxid zugesetzt.

Wenn ein Fassbier allerdings etwas lasch wirkt, liegt das in der Regel an der Zapfanlage. Je leerer das Bierfass, desto mehr Luft enthält es im Verhältnis zum Bier. Wenn jetzt nicht ein entsprechender Druck im Fass aufrechterhalten wird, entweichen immer mehr Gasbläschen in die Luft – das Bier wird schaler. Eine Kneipen-Schankanlage sollte in der Lage sein, einen solchen Druck zu entwickeln. Wer allerdings für die eigene Party ein Fass Bier kauft, verfügt nicht über eine solche Anlage – das Bier wird immer schaler, je leerer das Fass wird.


Farbenlehre: Braune und gründe Flaschen schützen vor Licht

Dem deutschen Reinheitsgebot entsprechend wird Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser gebraut. Dennoch ist es durch die Gärung eben auch ein chemisches Gebräu mit hunderten von verschiedenen Substanzen. Und die verändern sich noch nach der Gärung. Besonders anfällig ist die Bierflasche gegen Licht, Sauerstoff und Wärme. Unter Bierfreunden gefürchtet ist der sogenannte Lichtgeschmack. Der droht immer dann, wenn die Bitterstoffe aus dem Hopfen sich in MBT (3-Methyl-2-buten-1-thiol) verwandeln – ein äußerst intensives Terpenoid, das mit dem Analsekret von Stinktieren verwandt ist und auch so ähnlich riecht... Dieses MBT bildet sich, wenn Bier der Sonne ausgesetzt wird, genauer gesagt, den ultravioletten UVA-Strahlen. Das Flaschenbier muss also vor diesen Strahlen geschützt werden. Am besten geeignet sind Dosen, da diese vollkommen lichtundurchlässig sind. Nun erfreuen sich Dosen unter den Bierkennern hierzulande keiner allzu großen Beliebtheit. Getöntes Glas bietet ebenfalls eine Art UV-Filter – je dunkler, desto besser. Daher sind die meisten Bierflaschen auch braun oder grün, wobei braun eine deutlich bessere Schutzwirkung entfaltet als grün.

Produktrückruf

Kaufland ruft freiwillig, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes, folgendes Produkt zurück:

K-Classic Delikatess Rotkohl
Füllmenge: 680 g, Abtropfgewicht: 650 g

EAN 4300175162333
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Charge:
31.12.2020 ML3 L6287 alle Uhrzeiten

K-Classic Delikatess Rotkohl