Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Backen & Kochen / 18. September 2017

Rund, dick und lecker: Knödel und Klöße

Ein Festtagsessen ohne sie? Undenkbar! Knödel und Klöße sind die perfekte Beilage zu Geflügel und Fleisch, aber auch eine leckere Süßspeise.

Rund, dick und lecker: Knödel und Klöße
© photocrew – Fotolia.com

Knödelvarianten

Kartoffelknödel bestehen aus rohen oder aus gekochten Kartoffeln. Kartoffelknödel „halb & halb“ aus rohen und gekochten Kartoffeln schmecken am meisten nach Kartoffel und haben die perfekte Konsistenz. Kartoffelklöße gibt es in verschiedenen, regionalen Ausführungen. Zu den bekanntesten gehören Thüringer Klöße und Schlesische Kartoffelklöße. Der Teig für Thüringer Klöße wird traditionell aus einem Drittel gekochten und zwei Dritteln rohen, geriebenen Kartoffeln hergestellt. Dadurch erhalten sie eine leicht stückige Konsistenz. In der Mitte werden sie zudem gern mit gerösteten Brotwürfeln gefüllt. Für Schlesische Kartoffelklöße werden wiederum gekochte Kartoffeln mit Kartoffelmehl und Eiern verknetet, sodass der Teig schön elastisch wird. Dieser wird schließlich zu abgeflachten Kugeln geformt, sodass in der Mitte eine kleine Mulde entsteht, in der sich die Soße sammeln kann.

Semmelknödel werden aus altbackenen Brötchen, Milch, Eiern und Gewürzen zubereitet. Man kann statt alter Semmeln auch alte Laugenbrötchen nehmen – dann heißen sie aber Breznknödel. Mit feuchten Händen lassen sich die Knödel viel einfacher formen.

Serviettenknödel haben in etwa die gleiche Teigmasse wie Semmelknödel. Der Teig, der auch gefüllt werden kann, wird in Tücher eingewickelt, verknotet und anschließend gekocht. Es gibt sie in Form einer Rolle oder eine Kugel.
Ein tolles Rezept für Serviettenknödel haben wir hier.

Zwetschgenknödel werden meist mit Kartoffelteig zubereitet. Allerdings gibt es auch Rezepte mit Quark-, Brand- oder Hefeteig. Sie können als süße Hauptspeise oder als Dessert serviert werden. Besonders in Österreich beliebt sind Zwetschgenknödel.

Hefeklöße werden aus Hefeteig hergestellt – ihr Teig besteht im Wesentlichen aus Mehl, Hefe und Wasser. Sie werden entweder im gesalzenen Wasserbad gekocht oder unter Dampf gegart. Zu ihnen passen fruchtige Beilagen. Genau wie Zwetschgenknödel können sie aber auch gefüllt werden, wie dieses Rezept für Beerenklöße beweist.

Germknödel, eine Zubereitungsvariante von Hefeklößen, sind große, halbkugelförmige Knödel aus Hefeteig. Häufig werden sie mit Pflaumenmus gefüllt und sind vor allem in Bayern und Österreich beliebt. In der klassischen Wiener Küche werden sie nach dem Garen und kurz vor dem Servieren mit zerlassener Butter übergossen und mit Mohn und Staubzucker bestreut.

Grießknödeln bestehen aus Hartweizengrieß, Milch und Butter. Es gibt sie als Beilage zu deftigen Gerichten, aber auch als süße Version wie zum Beispiel unsere Schoggi-Grießknödel.

Zubereitungstipp

Ob Kloß oder Knödel: Bei dieser leckeren Beilage kommt es auf das Gefühl an. Da die Konsistenz des Teiges immer unterschiedlich ist, muss man nach Bedarf Mehl oder Milch zufügen. Wer sich nicht sicher ist, formt am besten einen Probekloß und testet, ob er perfekt ist. Ganz wichtig: Die Klöße nur kurz unter dem Siedepunkt garen! Im kochenden Wasser zerfallen sie. Und wenn es mal schnell gehen muss, kann man auch auf fertigen Kloßteig zurückgreifen.