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Backen & Kochen / 15. August 2016

Gewürze mal ganz anders einsetzen

Der Klassiker: Nudeln werden gesalzen, Fleisch wird gepfeffert und Obst gezuckert. Dabei lassen sich klassische Gerichte mit den richtigen Gewürzen auch auf ganz andere Weise genießen! Wer sich traut, bekannte Aromakombinationen aufzulösen und in der Gewürzküche neue Richtungen einzuschlagen, erlebt außergewöhnliche Geschmackskreationen. Bekannte Gewürze können in ganz neue Rollen schlüpfen.

Nichts für schwache Geschmacksnerven: Gewürze mal ganz anders einsetzen
© byheaven - Fotolia

„Reich mir mal bitte die Vanille für den Hauptgang und das Salz für die Nachspeise!“ Klingt komisch? Schmeckt aber richtig gut! Mit ein bisschen Mut und viel Fantasie machen neugierige Hobbyköche ihren Kochbereich zu einer Experimentierküche. Möglichkeiten, Gewürze und Zutaten in neuer Weise zu einzigartigen Geschmackserlebnissen zu verbinden, finden sich zahlreich.


Neuer Dreh für herzhafte Gerichte

Pfeffer, Salz und Kräuter passen zu Fleisch und Fisch natürlich am besten. Wer jedoch Lust auf eine Abenteuerreise durch die Welt der Gewürze hat, probiert mal etwas anderes aus. Ein saftiges Rindersteak beispielsweise rückt durch die Beigabe einer Schokoladensoße in ein völlig neues Licht. Dafür verfeinert man eine klassische Rotweinsauce mit Kakaopulver oder geschmolzener Schokolade. Je höher der Kakaogehalt, desto intensiver das süßlich-herbe Aroma, das perfekt zum schmackhaften Rindfleisch passt.

Auch zur Entenbrust wird häufig eine Rotweinsoße gereicht. Eine fruchtige Soße mit Orangen, Kirschen oder Beeren bringt da schon mehr Abwechslung, ist aber nicht gerade neu. Aufregend wird’s, wenn eine Prise Zimt hinzukommt. Dann schmeckt das Geflügel ein bisschen nach Weihnachten und ist verblüffend aromatisch. Anderen deftigen Fleischgerichten, wie etwa Schmortöpfen, haucht Zimt eine feine orientalische Note ein.

Lamm und Wild sind nicht jedermanns Sache, da sie von Natur aus einen sehr würzigen Geschmack haben. Doch mit den richtigen Gewürzen lassen sich feine Aromen herauskitzeln. Vanille rundet nämlich nicht nur Eis und Pudding ab, sondern auch ein Stück Lamm oder Reh. Dafür das süße Mark der schwarzen Schote als Kruste auf Lammrücken verteilen oder in der Soße zur Rehkeule mitkochen. Auch zu Fisch und Meeresfrüchten sollte man sich einmal Vanille- oder Zimtaroma auf der Zunge zergehen lassen.


Nachspeisen: Scharfmacher für süße Sünden

Scharfe und salzige Aromen bringen Pepp in die Nachspeise. Viele Obstsorten harmonieren perfekt mit dem Geschmack einer scharfen Chilischote. In einer Kirschgrütze machen sich Chiliflocken hervorragend, eine Aprikosen-Tarte bekommt durch die Schärfe frischer Chilischoten erst die besondere Note.

Solch ein Hauch von Schärfe passt auch zu exotischen Früchten wie Mango, etwa in einem Parfait oder Sorbet. Auch Schokofans können ihre süße Sünde verschärfen: In einer Mousse, einem Brownie oder Pudding lässt Schärfe die Geschmacksknospen tanzen. Ganz nebenbei funktioniert die Kombination aus Schokolade und Chili als Liebes-Booster – beide Zutaten enthalten glücksteigernde und aphrodisierende Inhaltsstoffe.

„Gegensätze ziehen sich an“ – gemäß diesem Motto bekommt Zucker mit einer salzigen Komponente einen neuen Dreh. Das scheinbar unpassende Salz ergänzt ideal ein cremig-süßes Karamell. Die lauwarme, süßsalzige Zuckermasse macht sich besonders gut auf erfrischendem Eis.

Neben Salz darf auch Pfeffer auf dem Nachspeisenbuffet nicht fehlen. Wer genug von schnöden Erdbeeren hat, peppt sie mit einer Prise frischgemahlenem Pfeffer oder eingelegten grünen Pfefferkörnern auf. Mascarpone-Desserts mit Himbeeren, Feigen oder Ananas vertragen ebenfalls ein bisschen pfeffrige Würze.