Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Backen & Kochen / 23. November 2016

Kleine Messerkunde: Welche Messer wir in der Küche wirklich brauchen

Vom günstigen Gemüsemesser, industriell aus Stahl gestanzt, bis zum hochwertigen, handgeschmiedeten japanischen Santokumesser – die Messerauswahl ist gigantisch. Aber braucht man wirklich so viele Schneidewerkzeuge? Wir erklären, welches Messer was am besten schneidet und welche Modelle in der Küche nicht fehlen dürfen.

Kleine Messerkunde: Welche Messer wir in der Küche wirklich brauchen
© lumen-digital - Fotolia

Die wichtigsten Messer: Drei Klingen, die jeder haben sollte!


Brotmesser

Wer sich sein Brot nicht vorgeschnitten kauft und keine Brotschneidemaschine besitzt, kommt am Brotmesser nicht vorbei. Die Klinge misst 21 Zentimeter oder mehr, charakteristisch ist der Wellenschliff. Dank der geriffelten Klinge lässt sich selbst knuspriges Bauernbrot präzise scheiden. Je länger die Klinge, desto einfacher das Schneiden.

Kochmesser

Das wichtigste Kochutensil. Es ist 20 Zentimeter lang und hat eine glatte Universalklinge. Damit könnt ihr wirklich alles schneiden: Fisch, Tomaten und Braten. Das Kochmesser ist sehr vielseitig einsetzbar. Mit der Spitze lassen sich feinere Arbeiten erledigen – ideal etwa zum Zwiebelschneiden.

Das japanische Gegenstück zum Kochmesser ist das meist aufwendig hergestellte Santoku, das häufig aus Damaststahl geschmiedet wird. Mit 17 Zentimeter ist es etwas kürzer als das gewöhnliche Kochmesser, zudem ist die Klinge sehr breit. Vorteil: Das Schneidgut kann auf der Klinge Platz finden und direkt in die Pfanne oder den Topf befördert werden.

Schälmesser

Man nennt es fachmännisch auch Tourniermesser. Regional heißt es Kneipchen oder Knippchen – und darf in keiner Küche fehlen. Die Klinge ist acht Zentimeter lang und gewöhnlich leicht nach innen gebogen. Die Verwendungsmöglichkeiten sind begrenzt. Genutzt wird es hauptsächlich, um Gemüse und Obst zu schälen. Es gibt auch Modelle mit einer geraden Klinge. Dann bezeichnet man das kleine Allzweckmesser für die Schneidearbeiten zwischendurch als Officemesser.

Auf diese Messer kann man verzichten

Verzichtbar sind unter anderem Ausbein-, Filetier- und Käsemesser. Ihre Einsatzgebiete sind sehr speziell. Eine Anschaffung lohnt sich, wenn ihr sie auch regelmäßig entsprechend nutzt – beispielsweise als Parmesanliebhaber den Hartkäse nicht nur reiben, sondern vom Stück schneiden möchtet. Dann ist das tropfenförmige Parmesanmesser eine Überlegung wert.

Qualitätsunterschiede bei Messern

Günstige Messersets gibt es bereits für kleines Geld. Sie werden industriell hergestellt, aus Stahl ausgestanzt und anschließend geschärft. Gewöhnlich verlieren sie relativ schnell ihre Schneidfähigkeit und müssen nachgeschliffen werden. Qualitativ hochwertige Messer wie das japanische Santoku liegen im Trend. Sie werden aufwendig von Hand geschmiedet und am Schleifstein geschärft. Das hat seinen Preis. Diese Messer erfordern außerdem einen geübten Umgang, da sie unglaublich scharf sind. Außerdem benötigen sie regelmäßige Pflege. Vor allem sollten sie fachmännisch nachgeschliffen werden, da ihre Klinge sehr empfindlich ist.

Achtung: Scharfe Messer gehören auf keinen Fall in die Spülmaschine! Unter fließendem Wasser mit der Hand spülen – das genügt.