Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Backen & Kochen / 02. April 2016

Gemüse dünsten: Das musst du beachten

Gemüse muss sein, es ist gesund und lecker. Wer reichlich Gemüse auf den Speiseplan setzt, der tut nicht nur seiner Figur etwas Gutes, sondern dem ganzen Körper. Aber: Die falsche Herangehensweise, und schon gehen dem Gemüse viele seiner wichtigen Vitamine und Spurenelemente wie Kalium, Eisen und Magnesium flöten. Kochen ist dementsprechend nicht die beste Art der Zubereitung von Gemüse, sondern Dünsten. Wir sagen, worauf es noch ankommt!

Gemüse dünsten: Das musst du beachten
© leszekglasner - Fotolia

TK-Gemüse gleich in den Topf!

Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist tatsächlich eine bessere Alternative zu frischem Gemüse als viele denken: Vitamine und Mineralstoffe sind in vergleichbarem Maße vorhanden. Allerdings nur, wenn das noch gefrorene Gemüse gleich im Topf landet. Taut es erst auf, gehen dadurch Nährstoffe verloren.


Gemüse dünsten, nicht kochen

Kochen ist nach Einschätzung von Experten tatsächlich die schlechteste Zubereitungsart für Gemüse. Während des Kochens gehen nämlich wasserlösliche Vitamine, Mineralien und Aromen ins Wasser über. Besser geeignet für Gemüse sind das Dünsten und Dämpfen: So kommt das Gemüse entweder gar nicht oder mit nur wenig Wasser in Kontakt, und die wasserlöslichen Inhaltsstoffe werden nicht herausgeschwemmt. Um Gemüse richtig zu dünsten, ist es wichtig, dass der Topfdeckel geschlossen bleibt: So kann sich Wasserdampf und ausreichend Druck zum Garen bilden. Wenn das Gemüse trotzdem gekocht wird, kann die Garflüssigkeit für Suppen und Soßen weiterverwendet werden – so bleibt zumindest ein Teil der Vitamine erhalten. Auch zu hohe Gartemperaturen bekommen Vitaminen und Mineralstoffen nicht gut. Zwei Drittel der Herdleistung reichen bei der Gemüsezubereitung vollkommen aus. Zum schnelleren Erwärmen des Gemüses zunächst eine höhere Temperatur einschalten, danach herunterfahren.


Bohnen und Kartoffeln: Garzeiten beachten

Bohnen müssen unbedingt durchgegart werden: Rohe Bohnen enthalten ein Zucker bindendes Eiweiß namens Phasin, das Übelkeit führen kann. Erst durch das Garen wird das Phasin zerstört. Ähnlich verhält es sich mit Kartoffeln: Sie enthalten sehr viel Stärke auf, die erst durch Kochen verdaulich wird. Außerdem wird beim Kochen das Alkaloid Solanin heruasgelöst.

Gemüse dünsten mit unterschiedlichen Garzeiten

Wer verschiedenes Gemüse zusammen dünsten will, muss die unterschiedlich langen Garzeiten der einzelnen Sorten berücksichtigen. Landet alles zur gleichen Zeit im Topf, kommt wahrscheinlich ein Teil des Gemüses weich und matschig, der andere Teil hart und halbroh auf den Teller. Zuerst wandern also die festeren Gemüsesorten wie Karotten, Kohlrabi oder Blumenkohl in den Topf, anschließend weichere Sorten, etwa Pilze, Paprika, Tomaten und Zucchini. Alternative: die weichen Sorten in große Stücke schneiden, die festen in kleinere. Gemüse sollte auch nicht zu lange warmgehalten werden, dabei können bis zu 70 Prozent der Vitamine verloren gehen. Am besten also gleich essen – und das übriggebliebene Gemüse schnell in den Kühlschrank stellen.