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Backen & Kochen / 14. September 2016

Flammkuchen selbstgemacht

Manchmal haben wir richtig Heißhunger. Heißhunger auf knusprig-dünne Flammkuchen! Die Elsässer Spezialität verdankt ihren Namen einer alten Tradition: Früher wurden die Teigfladen als Temperaturmesser für die Brotbacköfen benutzt. Noch während die Holzkohle brannte, schob man die Flammkuchen hinein. Verkohlte der Teig zu schnell, bedeutete das: Der Ofen ist noch zu heiß. Zum Glück haben wir heute Elektroherde, in denen wir nach Herzenslust Flammkuchen backen können.

Flammkuchen selbstgemacht
© juliasudnitskaya – Fotolia.com<br/>

Das gehört in den Flammkuchenteig

Die Basis für den Flammkuchen bilden Mehl, Salz, Öl und Wasser. Zusätzlich kann man dem Teig noch etwas Hefe zufügen. Nach dem Verkneten muss der Teig bei Zimmertemperatur etwas ruhen: Der Hefeteig braucht rund eine Stunde um Aufgehen, der einfache Brotteig ohne Hefe etwa eine halbe Stunde. Dann lässt sich daraus der circa zwei Millimeter dicke Flammkuchenteig ausrollen. Damit nichts auf der Arbeitsfläche und an den Händen kleben bleibt, verwendet man Backpapier und etwas Mehl oder Öl.


Damit lässt sich der Flammkuchen belegen


Das Tolle an Flammkuchen: Sie sind super vielseitig. Je nach Geschmack belegt man sie mit Speck, vegetarisch mit Gemüse oder sogar mit süßen Zutaten. Der kulinarischen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Für diese fünf Variationen brennen wir:


  • Der Klassiker: Aus der Heimat des Flammkuchens stammt der klassische Belag mit Schmand, Zwiebeln und Speck – einfach, aber genial. Als Alternative zum Schmand eignen sich auch Crème fraîche und saure Sahne. Die Zwiebeln werden in feine, halbmondförmige Scheiben geschnitten, der rauchige Speck in Streifen. Salz und Pfeffer nicht vergessen. Nach dem Backen ergänzen frische Kräuter wie Petersilie den herzhaften Geschmack perfekt.
  • Erdbeerliebe: Die Tarte flambée, wie diese Köstlichkeit auf Französisch heißt, macht sich auf jeder Kaffeetafel gut. Den Teig mit einer Quarkcreme bestreichen, die mit Vanille und Zitrone verfeinert wurde. Nach dem Backen den Flammkuchen mit marinierten Erdbeerscheiben belegen und zusammen mit einer Kurkuma-Sahne servieren. Köstlich!

  • Herbstlich: Im Herbst gibt’s die frischesten und saftigsten Äpfel. Wer keine Lust auf einen süßen Apfelkuchen hat, verwendet das Obst für einen deftigen Flammkuchen. Der Teigfladen wird statt mit Schmand mit würzigem Ziegenkäse bestrichen. Dünne Apfelspalten darauflegen und mit roten Zwiebelwürfeln bestreuen. Für den letzten Pfiff sorgen Rosmarin und Thymian.

  • Maritim: Auch Fisch und Krustentiere passen hervorragend auf einen Flammkuchen. Wie wäre es mit Lachs oder Nordseekrabben? Eine frische Note bringen Dill und Rucola, die erst direkt vor dem Servieren auf den Flammkuchen kommen.

Bei 250 Grad wird der Flammkuchen schön knusprig gebacken

Am einfachsten ist es natürlich, den Flammkuchen direkt auf dem Backblech zu belegen. Doch richtig kross wird er, wenn das Backblech mit dem Ofen zusammen auf maximaler Temperatur vorgeheizt wird. Dazu also den ausgerollten Teig auf dem Backpapier belegen und alles zusammen auf das heiße Backblech heben. Das Blech in den unteren Einschub –bei 250 Grad Umluft ist der Flammkuchen nach etwa zehn bis zwölf Minuten fertig. Prima eignet sich auch ein Pizzastein, weil er die Hitze gut speichert und diese gleichmäßig an den Flammkuchen angibt. Eine tolle gleichmäßige Temperatur zum Flammkuchenbacken bietet auch das indirekte Grillen.