Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
Wiki / 15. März 2020

Schwarze Johannisbeeren: Alles was man über die Wunderfrucht wissen sollte

Die schwarze Johannisbeere ist nicht nur lecker, sondern zählt außerdem zu den Früchten mit dem höchsten Vitamin-C-Gehalt. Somit kann sie zur Unterstützung des Immunsystems beitragen und als Hausmittel gegen verschiedene Beschwerden zum Einsatz kommen. Welche wissenswerten Fakten gibt es außerdem über die Schwarze Johannisbeere, wo kommt sie her, wo liegt der Unterschied zwischen den verschiedenen Sorten und was ist beim Pflanzen zu beachten? All das erfahren Sie hier.

Abbildung eines Korbs mit schwarzen, weißen und roten Johannisbeeren

Botanik und Herkunft

Wie wächst die schwarze Johannisbeere und wo kommt sie her?

Botaniker sprechen von ribes nigrum, wenn sie die Schwarze Johannisbeere meinen. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich auch der französische Begriff Cassis etabliert und in Österreich ist sie außerdem als Ribisel bekannt.

Die Gattung der Johannisbeere gehört zur Familie der Stachelbeergewächse. Neben der Schwarzen Johannisbeere, gibt es auch rote und weiße Früchte. Diese unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich von der dunklen Sorte.

Pflanzenkunde

Die Schwarze Johannisbeere wächst an einem grünen Strauch, der bis zu 2 Meter hoch werden kann. Seine Blätter haben eine Herzform und auf der Unterseite feine Härchen. Die Blüten sind hell-grün bis gelb und in hängenden Trauben angeordnet. Von April bis Mai blühen sie auf, anschließend sprießen kleine Beeren. Bienen und andere Insekten bestäuben die Blüten der Pflanze, Tiere wie Fuchs oder Dachs verbreiten die Samen.

Ursprung

Optimale Bedingungen findet die schwarze Johannisbeere in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens. Im Mittelalter wuchs sie sehr häufig in Klostergärten, denn die Beere war damals eine beliebte Heilpflanze. Zahlreiche Schriften belegen, dass die Schwarze Johannisbeere als Gegenmittel für Vergiftungen diente. Auch heute noch schätzen sie viele Menschen als Hausmittel. Aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung ist die schwarze Beere auch als pflanzliches Cortison bekannt und kann bei Husten oder Heiserkeit helfen. Gleichzeitig soll die Schwarze Johannisbeere die gesunde Funktion des Immunsystems unterstützen.


Anbau und Ernte

Johannisbeere im eigenen Garten pflanzen

Die Frucht reift um den Festtag des Heiligen Johannes des Täufers am 26. Juni, was der Beere angeblich zu ihrem Namen verholfen hat. Die Pflanze ist relativ pflegeleicht und bevorzugt vor allem lockeren Boden, sowie einen vom Wind geschützten Standort. Johannisbeerpflanzen haben flache Wurzeln, deswegen benötigen sie viel Wasser. Bekommen sie nicht ausreichend Feuchtigkeit, werfen sie womöglich ihre Blüten ab und die Beerenernte fällt eher mau aus. Die wilden Verwandten der Gartensorte fühlen sich ebenfalls an feuchten Standorten wie Flussufern oder Laubwäldern wohl.

Nachhaltiger Anbau

Grundsätzlich sind die Johannisbeer-Sträucher sehr pflegeleicht. Das gilt es beim nachhaltigen Anbau von Johannisbeeren in Bio-Qualität zu beachten:

  • Damit die Johannisbeerpflanzen optimal wachsen sollten Sie darauf achten, genug Abstand zwischen den Sträuchern zu lassen.
  • Schwarze Johannisbeeren wachsen am besten in humus- und nähstoffreicher Erde. Sollte der Garten diese Bedingungen nicht bieten ist es ratsam, reifen Kompost im Beet unterzumischen.
  • In den Sommermonaten die Pflanzen viel gießen, denn Johannisbeeren brauchen ausreichend Feuchtigkeit.
  • Nach der Ernte ist es sinnvoll, den Strauch zurückzuschneiden. Dadurch trägt er im nächsten Jahr noch mehr Früchte. Dabei kann man sich auf bis zu 5 Haupttriebe konzentrieren und ältere sowie kaputte Zweige entfernen.

Saisonkalender

Die Erntezeit der Beeren liegt zwischen Juli und August. Grundsätzlich gilt: Je später man schwarze Johannisbeeren pflückt, desto süßer schmecken sie.


Nährwerte

Was steckt in der schwarzen Johannisbeere

Schwarze Johannisbeeren sind Vitamin-C-Bomben. 100 Gramm der kleinen Beeren decken den Tagesbedarf von 2 Erwachsenen. Zudem punktet die schwarze Johannisbeere mit reichlich Eisen, Kalium und mehr:

Nährstoffe pro 100 Gramm:

  • Energie 57 Kilokalorien
  • Fett 0,2 Gramm
  • Kohlenhydrate 10,3 Gramm
  • Eiweiß 1,3 Gramm
  • Ballaststoffe 6,8 Gramm
  • Wasser 79 Gramm
  • Broteinheiten 1,0 Gramm
  • Mineralstoffe 0,8 Gramm
  • Calcium 26 Gramm

Sorten

Vielfalt der Johannisbeere

Neben der schwarzen Johannisbeere gibt es auch rote und weiße Varianten. Diese unterscheiden sich in der Optik, sowie im Geschmack voneinander. Während die roten Johannisbeeren vor allem für ihre säuerliche Note bekannt sind, schmecken die weißen Johannisbeeren süßlicher. Diese weiße Sorte ist streng genommen gar keine eigene Gattung, sondern ist durch Kreuzungen mit der roten Johannisbeere entstanden. 


Lagerung

Was man beim Aufbewahren beachten sollte

Aufgrund ihres herben Geschmacks wird die Schwarze Johannisbeere vor allem zu Saft, Sirup, Marmelade oder Gelee weiterverarbeitet. Diejenigen, die es sauer mögen, naschen die Frucht dennoch gerne direkt vom Strauch.

Im Kühlschrank halten sich frische Beeren etwa 1 Woche lang. Bis zum Verzehr, die Früchte nicht waschen und an den Rispen lassen. Wer noch länger etwas von den Johannisbeeren haben möchte, bewahrt sie leicht gezuckert auf. Denn Zucker bindet Wasser und ist daher ein natürliches Konservierungsmittel.

Ganzjähriger Genuss von Schwarzen Johannisbeeren ist möglich, wenn die Früchte nach der Ernte eingefroren werden. Die frischen Beeren gründlich waschen und im Anschluss vorsichtig trocknen. Das verhindert, dass die Beeren später aneinander gefrieren. Zur einfacheren Verarbeitung nach dem Einfrieren können die Johannisbeeren von den Rispen entfernt werden. Besonders einfach gelingt das mit einer Gabel. Dazu ein Stielende festhalten, mit der Gabel an der Rispe entlangfahren und die Beeren vorsichtig abstreifen. Für die portionsweise Verwendung ist es hilfreich, die schwarzen Johannisbeeren etwa 1 bis 2 Stunden im Tiefkühlfach anzufrieren. Anschließend können sie in Gefrierbeuteln verpackt werden, ohne dass sie später aneinander kleben. Im Gefrierfach halten sich Johannisbeeren etwa 1 Jahr lang.