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So geht's / 08. März 2019

Die Kunst des perfekten Kaffeekochens

Brühverfahren, Brühzeit, Wassertemperatur, Kaffeemenge, Bohne und ob mit Milch oder ohne – der optimale Kaffeegeschmack hängt von vielen Faktoren ab. Das macht es gar nicht so einfach, richtig guten Kaffee zu kochen und diesen dann auch noch mit einer fluffigen Milchhaube zu servieren. In drei Schritten zum perfekten Kaffeegenuss.

Kaffee servieren
© bgton / Getty Images

Schritt 1: Die richtige Wahl treffen

Bevor es ans Kaffeekochen geht, stellt sich die Frage, welche Sorte es sein soll. Ist eine bittere Note gewünscht oder darf es sogar ein bisschen fruchtig sein? Wie entwickelt sich der Geschmack durch die Zugabe von Zucker? Ist morgens eine magenschonende Variante der Favorit? Eine Übersicht der beliebtesten Kaffeesorten.

Arabica – der Klassiker

Diese Sorte ist weit verbreitet, sie dominiert den Kaffeemarkt. Die Bohne wächst in Höhenlagen zwischen 800 und 2.200 Metern. Arabica-Kaffee prägt eine feine, fruchtige Geschmacksnote. Er schmeckt nicht bitter.

Robusta – der mit Charakter

Der Geschmack des Robusta-Kaffees ist bitterer und etwas holzig. In Kombination mit Zucker entwickelt diese Kaffeesorte aber eine angenehme Karamellnote. Sie liefert doppelt so viel Koffein wie die Arabica-Bohne und punktet, begünstigt durch ihren hohen Ölgehalt, mit einer stabilen Crema.

Maragogype – der Schonende

Hier handelt es sich um eine Kreuzung der Arabica-Kaffeebohne mit der Liberica-Kaffeebohne. Kaffee aus dieser Bohne schmeckt sehr mild und hat nur einen geringen Säureanteil. Das macht ihn besonders magenschonend und gut verträglich.


Schritt 2: Perfekt brühen

Egal, ob Handfilter, French Press, Espressokanne oder die gute alte Filterkaffee-Maschine – mit allen Varianten lässt sich leckerer Kaffee brühen. Es gilt nur, ein paar Grundregeln zu beachten.

Handfilter

Oldie, but goldie gilt noch immer für Kaffee aus dem Handfilter – der wohl unkompliziertesten Methode, Kaffee zu brühen. Einfach 480 Milliliter Wasser und 30 Gramm Kaffee in den Filter füllen. Diesen am besten vorher heiß abspülen, damit er keinen Eigengeschmack abgibt. Die Brühzeit beträgt etwa drei Minuten. Die ideale Wassertemperatur liegt bei 94 Grad.

French Press

Die French Press-Kanne wurde im 19. Jahrhundert – wie der Name schon vermuten lässt – in Frankreich erfunden. Für die Kaffeezubereitung einen halben Liter Wasser und 30 Gramm Kaffee in die Kanne füllen – vier Minuten brühen. Das Wasser sollte für das perfekte Ergebnis 94 Grad warm sein. Den Kaffee direkt nach dem Herunterdrücken des Stempels umfüllen, damit er nicht weiter extrahiert und bitter wird.   

Espressokanne

Mit der Espressokanne, italienisch „Caffettiera” oder auch „Moka”, wird der Kaffee auf dem Herd zubereitet. Den Kessel der Kanne mit 100 Millilitern Wasser befüllen, elf Gramm Kaffeepulver in den Trichtereinsatz geben. Auf dem Herd aufkochen, bis der Kaffee oben in die Kanne sprudelt. Die Brühzeit beträgt etwa eine Minute und das Wasser sollte eine Temperatur von 99 Grad haben. Ein Tipp: Vorgeheiztes Wasser in den Kessel füllen. Das beugt einem metallischen oder bitteren Geschmack vor.

Filterkaffee-Maschine

Kaffee aus der Filtermaschine ist der Klassiker schlechthin. Für die Zubereitung etwa 1.250 Milliliter Wasser in den Tank füllen und 75 Gramm Kaffee in den Filter geben. Das Brühen dauert etwa vier Minuten, während das Wasser eine Temperatur von rund 95 Grad annimmt. Für diese Art der Zubereitung spielt die Wasserqualität eine Rolle. Um die Maschine vor dem Verkalken zu schützen, hartes Leitungswasser vor dem Gebrauch filtern.


Schritt 3: Mit Milchschaum veredeln

Kaffee und Milch – das ist ein Duo, das gut zusammenpasst. Doch warum ist diese Liaison so harmonisch? Milch besteht aus Zucker, Fett und Eiweiß. Sie schmeckt süßlich und ist damit schon im kalten Zustand ein guter Kontrast zum herben Kaffeegeschmack. Wenn sie erhitzt wird, spaltet sich der Zucker auf. Die warme Milch schmeckt jetzt noch etwas süßer. Während des Erwärmens schmilzt außerdem das enthaltene Fett. Die Struktur der Milch wird samtig. Beim Aufschlagen bindet das Eiweiß die Luft. Es entsteht Milchschaum.

Welche Milchsorte verwenden?

Ganz gleich, ob haltbar, frisch, laktosefrei oder fettreduziert – für die Zubereitung von Milchschaum lässt sich jede Art von Milch verwenden. Dabei gilt es zu wissen: Fett ist ein Geschmacksträger. Deswegen wirkt sich ein höherer Fettgehalt positiv auf den Kaffeegeschmack aus. Übrigens lässt sich auch aus Pflanzendrinks leckerer Schaum herstellen. Entscheidend ist hier der Eiweißgehalt. Je höher dieser ist, desto besser das Ergebnis. Besonders gut geeignet sind deshalb Soja- oder Mandeldrinks. In ihnen ist mehr Eiweiß enthalten als in den Milchalternativen aus Hafer oder Reis.

So wird Ihr Milchschaum perfekt

Milchschaum besonders fluffig hinzubekommen, erfordert ein bisschen Übung. Diese drei Zubereitungsformen sind die beliebtesten. Tipp: Die Milch sollte immer direkt aus dem Kühlschrank kommen. Dann schäumt sie besser, als wenn sie Zimmertemperatur hat. 

Von Hand

Für diese Zubereitungsvariante werden zwei Dinge benötigt: ein Schneebesen und Muskelkraft. Denn hier muss man die Milch mindestens drei Minuten lang schlagen.

Batteriebetriebener Milchaufschäumer

Batteriebetriebene Milchaufschäumer kosten nicht viel und eignen sich ideal, um kleinere Mengen Milch aufzuschäumen – etwa für zwei Tassen Cappuccino.

Automatischer Milchaufschäumer

Wer viel und oft Milchschaum zubereitet, wird sich über einen automatischen Milchaufschäumer freuen. Dieser erhitzt und schäumt eine größere Menge Milch gleichzeitig auf und macht damit die ganze Arbeit allein.