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FamilienMomente / 04. September 2020

Vom Brei zur Familienkost: Wissenswertes und Tipps

Die Umstellung von Brei zur Familienkost kann ganz leicht sein! Wir geben Tipps, wie dieser Entwicklungsschritt funktioniert und worauf Sie achten sollten.

Eltern mit zwei Kindern beim Essen

Hintergrund

Was bedeutet Familienkost?

Die Familienkost – auch Familientisch genannt – benennt den Umstieg Ihres Kleinkindes von Brei auf feste Nahrung. Der Kleine ist also nicht mehr auf eine spezielle Essenszubereitung angewiesen, sondern kann nun – wie ein Großer – ganz normal mitspeisen.

Familienkost spielt für Ihr Kind eine Rolle, nachdem es bereits vorab, frühestens ab dem 5. Monat, Beikost bekommen hat.
Jetzt merken Sie langsam, dass Ihrem Sonnenschein der Brei zu langweilig wird und er auch immer mehr Interesse an Ihrem eigenen Essen findet. Vielleicht versucht Ihr Schatz beim Essen sogar schon etwas von Ihrem Teller zu stibitzen. Gerade, wenn Ihr Kind ältere Geschwister hat, sind die Gerichte der anderen sogar noch spannender und lenken vom eigenen Teller ab. Schließlich will man alles genauso machen, wie die großen Schwestern und Brüder.

Familienkost bedeutet also, dass Ihr Kind nun eine Umstellung der Mahlzeiten erlebt und auch ein festes Frühstück, Mittag- sowie Abendessen bekommt. Zwischendurch können Sie ihm gesunde Snacks geben.


Umstellung

Wann erfolgt die Umstellung von Brei auf Familienkost?

Generell können Sie mit dem Umstieg auf die Familienkost starten, wenn Sie merken, dass Ihr Kind den Brei eher verweigert und Interesse an „normalem“ Essen zeigt. Dieser Entwicklungsschritt erfolgt – wie so vieles bei Ihrem Nachwuchs – ganz individuell.
Bei den einen passiert der Umstieg bereits im Alter von 8 Monaten, andere mögen auch mit 13 Monaten noch Brei. Ganz allgemein gesagt, lässt sich der Zeitraum auf das Alter von 10-12 Monaten festlegen. Dann können Sie versuchen, Ihr Kind an feste Nahrung heranzuführen.


Tipps für den Umstieg

Wie gelingen der Umstieg und die Eingewöhnung?

Egal, ob Ihr Kind selbst Interesse zeigt oder Sie ihm die Umstellung auf feste Nahrung schmackhaft machen wollen, am besten ist es, wenn Sie langsam starten. Wichtig bei der Umstellung ist, dass Sie nichts erzwingen und Ihrem Kind Zeit geben, die neue Nahrung anzunehmen.

Ideal ist es, wenn Sie nicht von heute auf morgen komplett die Ernährung Ihres Kindes umstellen, sondern eher in kleinen Schritten.

Hier finden Sie Tipps rund um die Umstellung:

  • Ihr Kind hatte vorher immer nur Milch oder Brei – feste Nahrung bedeutet auch, dass es erst lernen muss, zu kauen. Solange alles mundgerecht kleingeschnitten wird, ist es für Kleinkinder gut essbar.
  • Wenn Ihr Kind nun feste Nahrung isst, achten Sie darauf, alle Nahrungsgruppen für eine gesunde Ernährung abzudecken.
  • Versuchen Sie häufig gemeinsam zu essen. Am Familientisch  – wenn alle zusammen essen – wird Ihr kleiner Schatz bestens integriert.
  • Geben Sie Ihrem Kind die Chance, selbst zuzugreifen, ob mit Gabel und Löffel oder einfach mit den Händen. So lernt Ihr Kind das selbstständige Essen gleich mit und Sie können es zwischendurch dabei unterstützen.
  • Mit bunten Gesichtern oder andere Motiven aus Obst und Gemüse können auch Frucht- und Gemüsemuffel zum Essen motiviert werden.
  • Ab und zu kann man den Kleinen auch Obst in Form eines Pürees oder Smoothies geben. Die leuchtenden Farben und die andere Konsistenz helfen, dass sie dann zuschlagen, obwohl sie vielleicht im Normalfall keine großen Obst-Fans sind.

Zubereitung Familienkost

Was gilt es zu beachten?

Ab einem Alter von einem Jahr kann Ihr Kind dann wirklich alle normalen Speisen mitessen.

Dabei gibt es aber einiges zu beachten:

  • Verwenden Sie wenig Salz: Weder Milch noch Breirezepte sind besonders würzige Speisen. Ihre Kleinen sind dies noch nicht gewöhnt und ihnen schmeckt zu salziges Essen womöglich nicht. Zudem kann zu viel Salz den Nieren schaden. Daher ist es sinnvoll, die Gerichte nur wenig zu salzen.
  • Kaubarkeit: Der Umstieg auf feste Nahrung bedeutet auch, dass Kinder in dieser Phase erstmals lernen zu kauen. Achten Sie darauf, kleine Häppchen zu servieren, die leicht essbar sind und verwenden Sie feine Zutaten. Körner, Nüsse und ähnliches sollten Sie in der Anfangszeit eher weglassen.
  • Kein Alkohol: Verwenden Sie beim Kochen keinen Alkohol, selbst wenn dieser „verkocht“.
  • Keine Schärfe: Vermeiden Sie scharfe Zutaten wie Chili. Für Kleinkinder ist dies – ebenso wie das bereits genannte Salz – ungeeignet.
  • Trinken nicht vergessen: Reichen Sie Ihrem Kind beim Essen auch immer Getränke dazu. Flüssigkeiten aufzunehmen ist ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung.
  • Keine Ablenkung: Wenn Essenszeit ist, ist Essenzeit. Legen Sie fest, dass während der Mahlzeiten keine Fernseher oder sonstigen elektronischen Geräte laufen und verzichten Sie auch auf (Zeitung) lesen.

Rezeptideen

Beispiele für den Übergang zur Familienkost

Wir haben Ihnen aus unserer großen Rezeptwelt ein paar tolle Ideen für den Umstieg auf die Familienkost rausgesucht.

Frühstück

Starten Sie zum Beispiel damit, dass Sie morgens auf Brei verzichten und stattdessen kleine Brothappen servieren. Achten Sie beim Brot darauf, dass es fein gemahlen ist und keine Körner enthält. Auch Obststücke, Müsli und Haferflocken sind für den Anfang perfekt.

Mittagessen

Beim Mittagessen können Sie nach und nach den Brei grober lassen, sodass sich Ihr Kind auch an Stücke im Essen gewöhnt. Wenn das gut klappt, können Sie dann auch komplett auf feste Nahrung umsteigen. Gut geeignet für die Angangszeit sind Kartoffelstücke, Vollkornnudeln, Reis und weich gekochtes Gemüse wie Möhren und Brokkoli. Auch hartgekochte Eier und weiche Käsewürfel können kleine Kinder gut alleine essen.

Abendessen

Beim Abendessen sind wieder Brote,  zum Beispiel mit fettarmem Käse oder Wurst, ideal. Zusätzlich können Sie Ihrem Kind feines Gemüse (geraspelt oder gestiftelt) geben.