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FamilienMomente / 18. November 2020

Gesunde Verdauung bei Kleinkindern

Das erste Lebensjahr ist stark von Wachstums- und Entwicklungsschüben geprägt. Diese betreffen auch den Darm und das gesamte Verdauungssystem Ihres Kindes, da es gerade zu Beginn mit ganz unterschiedlicher Nahrung in Kontakt kommt. Erfahren Sie hier mehr über eine gesunde Verdauung bei Kleinkindern.

Junge auf dem Wickeltisch
© PhotoAlto Agency RF Collections / Gettyimages

Besonderheiten bei Kleinkindern

Die Verdauung stellt sich um

Der kindliche Körper und damit auch der Darm entwickeln sich in den ersten Lebensjahren rasant. Gleichzeitig muss die Verdauung mit vielen Veränderungen zurechtkommen: Ist der Körper anfangs an die Muttermilch gewöhnt, kommt er bald mit Folgemilch in Kontakt. Ab einem halben Jahr steht die Umstellung auf Beikost, ein halbes Jahr später auf feste Nahrung an. Das Verdauungssystem gewöhnt sich also in kurzer Zeit an unterschiedliche Arten von Nahrung.

Wie unterscheidet sich die Verdauung von Kleinkindern und Erwachsenen?

Der Darm und das Verdauungssystem Ihres Kindes reifen erst nach der Geburt aus. Im ersten Lebensjahr gewinnt der Darm etwa einen Meter an Länge dazu. Gleichzeitig beginnt auch die Darmflora, sich auszubilden. Ist diese direkt nach der Geburt noch steril, setzen sich hier nach und nach Bakterien an, die dem Körper bei der Verdauung helfen.

Zudem arbeitet das Verdauungssystem eines Kleinkindes ungefähr doppelt so schnell wie das eines Erwachsenen. Das heißt, dass der Stuhlgang viel häufiger passiert und Sie öfter Windeln wechseln beziehungsweise Ihr Kind zur Toilette oder aufs Töpfchen begleiten müssen.

Was passiert beim Umstieg von Milch auf Beikost und auf feste Nahrung?

Mit jeder neuen Kost, die Ihr Kind kennenlernt, entstehen neue Darmflora-Bakterien, um die Nahrung verdauen und die Nährstoffe aufnehmen zu können. Der Verdauungsapparat befindet sich gerade am Anfang in einer Lernphase: Er trifft stetig auf neue Lebensmittel und muss erlernen, wie er diese verdaut. Ab etwa einem Jahr können Kleinkinder auch feste Nahrung regelmäßig zu sich nehmen, da ihr Körper und ihre Verdauung sich an diese Speisen gewöhnt haben. Wichtig vor der Einführung der Familienkost ist, dass Ihr Kind vorab schon abwechslungsreich gegessen hat und der Körper dadurch gut darauf vorbereitet wurde.

Je nach Art der Nahrung verändert sich zudem der Stuhl Ihres Kindes und unter anderem auch die Häufigkeit des Stuhlgangs.

  • Bei Stillbabys steht in der Regel nach jeder Mahlzeit ein Stuhlgang und somit ein Windelwechsel an. Der Stuhl ist dabei wässrig bis leicht fest und hat eine gelbe Farbe.
  • Bekommt Ihr Kind Flaschennahrung, ist der Stuhl eher breiig und riecht auch stärker als bei Stillbabys. Von der Farbe her ist er hellgelb bis braun. Der Stuhlgang findet nur noch zwei- bis dreimal täglich statt.
  • Durch Beikost wird der Stuhl Ihres Kindes fester und riecht intensiver. Die Farbe kann sich durch die aufgenommenen Lebensmittel wie Spinat oder Möhren farblich verändern. Insgesamt nimmt der Stuhlgang Ihres Kindes ab. Wie häufig dies ist, variiert stark von Kind zu Kind.
  • Bei der festen Nahrung wird der Stuhl noch dunkler und auch der Geruch nimmt weiter zu.

Verdauung fördern

Was Sie bei der Ernährung beachten sollten

Das Verdauungssystem eines Kindes ist empfindsam und muss alles erst erlernen. Damit die Entwicklungsphase des Verdauungstraktes gut gelingt, ist es wichtig, dass das Kind von Anfang an eine möglichst ausgewogene und vor allem abwechslungsreiche Ernährung kennenlernt. Diese Dinge sollten Sie rund um die ausgewogene Ernährung bei Ihrem kleinen Liebling beachten:

  • Zeit fürs Essen: Nehmen Sie sich Zeit für das Essen. Entwickeln Sie Routinen, sodass keine Hektik und kein Zeitdruck entsteht.
  • Gut kauen: Je mehr die Kost gekaut wird, desto einfacher kann der Körper die Nahrung verarbeiten und verdauen. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind alles ausreichend zerkaut und nichts herunterschlingt.
  • Ausreichend Ballaststoffe: Ballaststoffe unterstützen die Verdauung. Wird Kindern eine ballaststoffarme Ernährung vorgesetzt, kann es häufiger zu Verstopfungen kommen. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Vollkornprodukte, Schalenobst, frisches Gemüse sowie Hülsenfrüchte.
  • Viel trinken: Ausreichend Wasser am Tag hilft bei der Verdauung. Zum einen kommt es so seltener zu Verstopfungen und zum anderen wird die Arbeit der Ballaststoffe durch Wasser unterstützt.
  • Wenig Zucker: Zu viel Zucker kann negative Auswirkungen auf die Verdauung Ihres Kindes haben. Süßigkeiten und andere zuckerhaltige Speisen sollten Kinder daher eher selten erhalten.
  • Regelmäßige Bewegung: Wenn sich Ihr Kind viel bewegt, spielt oder sportlich tätig ist, regt das den Blutkreislauf an. Das wiederum fördert die Verdauung.
  • Bauchmassage: Bewegen Sie Ihre Hände ganz sanft über den Bauch Ihres Babys und streicheln Sie im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel. Das hilft, Schmerzen zu lindern und die Verdauung anzuregen.
  • Routine für den Toilettengang: Versuchen Sie Ihr Kind beim Toilettengang an eine Routine zu gewöhnen. Immer zur selben Zeit den Darm zu entleeren, hilft ihm, sich daran zu gewöhnen und die Verdauung entsprechend anzupassen.

Tipps bei Verstopfung

Wie Sie Ihrem Kind bei Problemen mit der Verdauung helfen können

Verstopfung oder Verdauungsprobleme sind bei Kindern meist keine Seltenheit. Im Gegenteil, sie sind ein Teil der Entwicklungsphase der Verdauung. Gerade wenn neue Lebensmittel eingeführt werden oder die Ernährung umgestellt wurde, kann es kurzzeitig zu Verstopfung kommen. Sobald sich der Körper an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat, wird die Verdauung wieder besser.
 
Stress ist eine weitere Ursache für Verdauungsprobleme. Ihr Kind bekommt bereits Veränderungen mit und kann darauf mit körperlichen Symptomen reagieren. Der erste Tag in der Kinderbetreuung oder ein Umzug in eine neue Umgebung können mögliche Auslöser sein.
 
Die oben genannten Hinweise zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung helfen, Verstopfungen zu vermeiden. Zudem können Sie, wenn eine Verstopfung auftritt, auf stopfende Lebensmittel wie Schokolade oder Bananen verzichten. Geben Sie Ihrem Liebling stattdessen zum Beispiel Karottensaft: So bekommt Ihr Kind viele Ballaststoffe und genügend Flüssigkeit. Aber auch Trockenobst, gern in Saftform, und Feigenmus können helfen. Wenn die Verstopfung oder andere Verdauungsprobleme wie Erbrechen, Appetitmangel oder Fieber über längere Zeit auftreten, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen.
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