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FamilienMomente / 02. Juli 2020

Tipps und Tricks fürs Töpfchentraining

Irgendwann steht bei allen Kindern das Töpfchentraining an. Wir geben Ihnen Tipps rund um diesen großen Entwicklungsschritt und verraten, wann der richtige Zeitpunkt für den Umstieg ist. Lernen Sie die wichtigen Schritte des Trainings kennen und erfahren Sie, welche Fehler Eltern häufig dabei machen.

Kleinkind sitzt auf dem Töpfchen
© shutterstock.com - Natalia Lisovskaya

Zeitpunkt für den Start

Wann mit dem Töpfchentraining beginnen?

Nach dem Verbrauch von mehreren Tausend Windeln ist es ganz normal, dass Sie sich auf die Zeit freuen, wenn Ihr kleiner Sonnenschein das Töpfchen benutzt. Wie bei allen Entwicklungsschritten hat auch hierbei jedes Kind sein eigenes Tempo. Manche Kinder sind bereits vor ihrem zweiten Lebensjahr trocken, andere tragen mit vier Jahren immer noch eine Windel.

Nichtsdestotrotz können Sie schon ab dem 18. Lebensmonat mit dem Töpfchentraining beginnen. Ab diesem Alter sind die Kleinen meist schon ganz gut in der Lage, sich sprachlich auszudrücken und zu verstehen, was es mit diesem Training auf sich hat. Und dann ist einfach Geduld gefragt  – bis das Töpfchentraining Wirkung zeigt, kann es dauern.

Ohne Druck Trockenwerden

Das Töpfchentraining ist ein echter Meilenstein in der Entwicklung. Aber dieser  lässt sich nicht erzwingen. Die Kleinen entscheiden selbst, wann sie soweit sind. Wenn Sie mit Druck versuchen, Ihren kleinen Liebling an das Töpfchen zu gewöhnen, kann das sogar eher das Gegenteil bewirken. Manche Kinder halten in solchen Situationen den Stuhl zurück, bis sie wieder eine Windel anhaben. Das kann unter Umständen sogar zu einer chronischen Verstopfung führen.

Neben diesen physischen Folgen kann das natürlich auch die Eltern-Kind-Bindung stören. Versuchen Sie also, Ihrem Nachwuchs ganz viel Verständnis, Ruhe und Liebe entgegenzubringen. Geben Sie ihm so viel Zeit, wie er eben benötigt. Die Kleinen müssen erst noch lernen, ihre Darm- sowie Blasenmuskulatur zu kontrollieren und vor allem zu spüren, wann es Zeit fürs Töpfchen ist. Eine vollständige Kontrolle ist sowieso erst im Alter von etwa drei Jahren möglich. Und selbst, wenn Ihr Kind etwas länger braucht, ist das völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Anzeichen, dass Kinder bereit fürs Töpfchentraining sind

Sie sind sich noch nicht sicher, ob Ihr Kind bereit für das Töpfchen ist? Vielleicht haben Sie ja bereits ein paar Anzeichen dafür wahrgenommen. Daran erkennen Sie, dass Sie Ihr Kind bereit fürs Töpfchentraining ist:

  • Es ist Ihrem Kind unangenehm, wenn es in die Windel gemacht hat. Vielleicht zieht es sich sogar zurück.
  • Ihr Kind erzählt Ihnen immer sofort, wenn die Windel voll ist.
  • Ihr Kind folgt Ihnen auf die Toilette. Es interessiert sich für die Toilette oder das Töpfchen, zeigt darauf und geht vielleicht sogar schon mit voller Windel in Richtung Badezimmer.

Schritte

Töpfchentraining in wenigen Schritten

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Kind langsam bereit ist, sich ist an das Töpfchen zu gewöhnen und die Windeln hinter sich zu lassen? Dann investieren Sie als erstes in ein kindgerechtes Töpfchen oder einen Kindertoilettensitz. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, achten Sie darauf, dass Ihr Kind sich gut mit den Füßchen stabilisieren kann. Des Weiteren sollten Sie die Kleidung Ihres kleinen Schatzes an die neue Situation anpassen. Hemd und Schlüpfer sind jetzt wesentlich praktischer als Bodys – vor allem wenn es mal schnell gehen muss.

Nun stellt sich die Frage, wie Sie es schaffen, dass Ihr Kind ein Gefühl dafür entwickelt, wann es „muss“. Genau dafür gibt es tatsächlich ein paar hilfreiche Tipps und Tricks, die wir für Sie zusammengefasst haben.

Probetraining

Starten Sie einfach mit einem Probetraining. Für die Kleinen ist so ein Töpfchen etwas ganz Neues. Daher sollten sie langsam an das Thema herangeführt werden. Sie können Ihren kleinen Sonnenschein für ein erstes Probetraining erst einmal angezogen auf das Töpfchen setzen. So können sich die Kleinen ohne Druck und Stress mit dem neuen Utensil vertraut machen.

Am besten sprechen Sie dabei mit Ihrem Kind und erklären ihm, warum Sie das gerade machen. Auch wenn bei den ersten Versuchen nichts in Töpfchen geht, sollten Sie Ihrem kleinen Schatz immer wieder anbieten, sich aufs Töpfchen oder die Toilette zu setzen.

Zusammen üben

Regen Sie Ihr Kind dazu an, das Töpfchen oder die Toilette immer zu benutzen, wenn es das Bedürfnis hat. Genauso sollten Sie Ihrem kleinen Sonnenschein aber auch sagen, dass es Ihnen immer Bescheid geben kann, wenn es gern auf das Töpfchen möchte. Üben Sie dann gemeinsam den Ablauf: Hose ausziehen, hinsetzen, abwischen, spülen, anziehen und Hände waschen. Mit dieser immer wieder durchgeführten Routine fühlen sich die Kleinen mit der Zeit sicherer und wissen genau, was passiert.

Wenn Ihr Kind mal auf dem Töpfchen sitzt und nichts passiert, ist das überhaupt nicht schlimm. Sie sollten aber darauf achten, dass es nicht länger als maximal fünf Minuten darauf sitzt. Ansonsten kann es auch schnell langweilig und frustrierend werden.

Wenn Sie mal einen längeren Ausflug geplant haben, sollten Sie trotzdem konsequent bleiben. Lassen Sie die Windeln zu Hause und packen stattdessen eine zweite oder dritte Unterhose ein. Bei einem Wechsel zwischen Unterhose und Windel kann der Lernerfolg ansonsten verzögert werden.

Aus der Windel ins Töpfchen

Um Ihr Kind an den Toilettengang zu gewöhnen ist es empfehlenswert, ihm den Weg von der Windel zur Toilette ganz deutlich zu zeigen. Wenn Ihr Kind das nächste Mal in die Windel gemacht hat, zeigen Sie ihm, wie der Inhalt ins Töpfchen oder direkt in die Toilette wandert. Wenn es möchte, darf es auch gern selbst die Spülung betätigen. Dadurch lernen die Kleinen, warum es angenehmer ist, einfach direkt die Toilette zu nutzen.

Kleinkind wäscht sich die Hände

Händewaschen nicht vergessen

Zum Toilettengang gehört natürlich auch immer das anschließende Händewaschen dazu. Versuchen Sie daher am besten, das direkt von Anfang an als Routine in das Töpfchentraining einzubauen. Ein kleiner Hocker, der immer neben dem Waschbecken steht, ermöglicht es den Kleinen, eigenständig ans Waschbecken zu gelangen und sich immer gründlich die Hände zu waschen.

Es ist wichtig, dass Sie genau erklären, warum dies nach dem Toilettengang so wichtig ist. Mit der Zeit verinnerlichen die Kleinen das dann ganz gut und der Schritt von der Toilette zum Waschbecken erfolgt ganz automatisch.

Loben, loben, loben

Das Erfolgsrezept beim Töpfchentraining heißt ganz klar: loben, loben, loben! Ihr Kind hat sich mit seinem Töpfchen angefreundet und setzt sich gerne darauf? Super, das hat es wirklich toll gemacht! Heute ist tatsächlich das erste Mal etwas im Töpfchen gelandet? Ein echter Meilenstein für Ihren kleinen Sonnenschein. Machen Sie sich bewusst, was Ihr Kind bei diesem Training alles leistet: vom Erspüren des Drangs bis zum Äußern und Durchführen der erlernten Routine. Wenn das kein Grund ist, so richtig stolz zu sein!

Zum Loben gehört aber genauso, sich negative Äußerungen zu verkneifen. Wenn zum Beispiel mal etwas daneben geht, ist das natürlich nicht so schön, gehört zum Üben aber dazu. Lassen Sie Ihr Kind weiter üben und unterstützen Sie seine Selbstständigkeit.

Nachttraining

Sie und Ihr Kind haben es geschafft. Die Windeln sind tagsüber überflüssig geworden. Aber wie sieht es nachts aus? Damit Sie den Erfolg auch auf die Nachtruhe übertragen können, gibt es ein paar hilfreiche Tipps:

  • Fragen Sie ihren kleinen Schatz vor dem Schlafen, ob er vielleicht noch mal auf Toilette muss.
  • Stellen Sie das Töpfchen in die Nähe des Bettes. Kurze Wege sorgen dafür, dass das nächtliche Töpfchentraining auch schneller zum Erfolg wird.
  • Nutzen Sie eine Extraauflage als Matratzenschutz. Damit ist alles halb so schlimm und Sie können Ihrem Kind Sicherheit geben.

Auch nachts vollständig trocken zu werden, dauert bei vielen Kindern etwas länger. Zeigen Sie Verständnis, wenn das Bett mal nass ist. Selbst wenn tagsüber alles reibungslos klappt, ist Ihr Kind nachts manchmal machtlos. Viel Zuwendung und Liebe sind jetzt genau das Richtige. Und keine Sorge, geben Sie Ihrem Kleinen einfach die nötige Zeit.


Typische Fehler

Fehler beim Töpfchentraining

Ihr Kind braucht beim Töpfchentraining Ihre volle Unterstützung. Aber auch Eltern sind nur Menschen, denen Fehler passieren. Um es Ihrem Kind möglichst einfach zu machen, sich an das Töpfchen oder die Toilette zu gewöhnen, sollten Sie versuchen, die folgenden Fehler möglichst zu vermeiden.

Schimpfen und Druck ausüben

Wenn es länger dauert, bis das Training zum Erfolg führt, kann das für Sie frustrierend sein. Zeigen Sie Ihren Unmut aber nicht Ihrem kleinen Sonnenschein. Wenn Sie mit ihm schimpfen oder Druck ausüben, kann das zu Unsicherheiten führen und den Lernprozess verlangsamen. Wenn Sie sich mal Luft machen müssen, sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber.

Feste Zeiten

Wissen Sie immer genau, zu welcher Uhrzeit Sie die Toilette aufsuchen müssen? Man muss nunmal, wenn man muss. Daher hilft es Ihrem Kind nicht, wenn Sie feste Zeiten für den Gang aufs Töpfchen festlegen. Ganz im Gegenteil, dadurch üben Sie eher Druck aus, dass es genau zur bestimmten Zeit klappen muss. Setzen Sie Ihr Kind lieber zur Übung am Anfang einfach in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder aufs Töpfchen. Mit der Zeit merkt Ihr Kind dann ganz von allein, wann es Zeit fürs Töpfchen wird.

Trinkverhalten ändern

Ausreichend zu trinken ist sehr wichtig, vor allem für Kinder. Daher sollten Sie Ihrem Kind weiterhin die gewohnte Menge an Flüssigkeit geben. Auch wenn es nachts noch Probleme mit dem Trockenwerden hat, ist das kein Grund, abends auf einen Schluck Wasser oder Tee zu verzichten.


Weitere Tipps

Tipps für erfolgreiches Töpfchentraining

Abschließend haben wir Ihnen noch weitere Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Toilettentraining zusammengestellt:

  • Das richtige Töpfchen: Überlassen Sie Ihrem Kind die Wahl, ob es lieber ein Töpfchen oder die Toilette nutzen möchte. Wenn die Wahl auf die Toilette fällt, gibt es entweder WC-Kindersitze oder Töpfchenaufsätze. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind es bequem hat und die Möglichkeit die Füße abzustellen. Wenn es das Töpfchen bevorzugt, gibt es ebenfalls unterschiedliche Modelle, wie Topfstühle oder sogar gepolsterte Varianten. Töpfchen sind besonders praktisch, wenn es mal schnell gehen muss. Sie können diese überall platzieren – egal, ob im Badezimmer oder sogar im Wohnzimmer. So sind sie immer schnell für Ihren kleinen Sonnenschein erreichbar. Achten Sie beim Kauf vor allem auf die richtige Größe. Ihr Kind sollte bequem darauf sitzen können. Außerdem haben viele Töpfchen einen sehr kleinen Spritzschutz. Das kann vor allem bei Jungs dazu führen, dass öfter was daneben geht. Wenn Ihr Kind es schafft, sein Geschäft ins Töpfchen zu machen, sollte dies auch von Erfolg gekrönt sein.
  • Das richtige Örtchen: Brauchen Kinder wirklich schon ein „stilles Örtchen“? Ob das Töpfchen in der Nähe der Spielsachen im Wohnzimmer steht oder doch eher in einer ruhigen Ecke im Badezimmer, ist Geschmackssache. Sowohl Ihre als natürlich auch die Ihres Kindes. Fragen Sie Ihr Kind einfach direkt, wo sein Töpfchen platziert werden soll.
  • Ablenkung: Manchmal dauert so ein Toilettengang auch schon mal etwas länger. Bleiben Sie gerade bei den ersten Sitzungen dabei und sprechen Sie mit Ihrem Kind. Sie können auch Musik anmachen oder währenddessen gemeinsam ein Buch anschauen. Manchmal geht es mit der richtigen Ablenkung schneller als gedacht.
  • Unterhosen- oder Windelwahl: Trainingswindeln – eine Art Unterhose mit saugfähigem Kern – und Windelhosen können beim Übergang zum Töpfchen und Toilette nützlich sein. Diese kann Ihr Kind selbst einfach herunterziehen, wenn es aufs Töpfchen muss. Zudem sehen Trainingswindeln nicht mehr nach Baby aus, was zusätzlich motivieren kann.
  • Töpfchen außer Haus: Sie planen eine Reise oder einen längeren Ausflug? Packen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam, sodass es auch mitbekommt, dass das Töpfchen dabei ist. Das gibt dem Kleinen die Sicherheit, dass alles wie immer ist. Des Weiteren ist es sinnvoll, eine Tasche für die öffentliche Toilette zu packen. Auch hier kann immer mal wieder etwas daneben gehen. Sollten Sie selbst länger unterwegs sein, teilen Sie Ihrem Babysitter Ihre aktuelle Töpfchenroutine mit.