Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
FamilienMomente / 06. August 2020

Tipps zur Einschulung – so klappt der Start

Die Einschulung ist für Kinder und Eltern ein ganz aufregendes Erlebnis. Damit die Vorbereitung und die erste Schulzeit gut verlaufen, gibt Lehrerin und Vierfach-Mama Viola Herrmann bei uns Tipps. Dann klappt der Schulstart garantiert!

Junge mit Schultüte und kleinem Bruder

Vor dem Schulstart

Die ideale Vorbereitung auf den Schulstart

Mit dem Beginn der Grundschulzeit verändert sich für Kinder sehr viel. Sie müssen sich nicht nur an ein neues Umfeld gewöhnen, sondern auch ihr Alltag verändert sich stark. Damit der Umstieg gut gelingt, machen sich viele Eltern Gedanken, wie man den Kindern diese Phase erleichtern kann. Dies betrifft ganz vielfältige Bereiche – das Verhalten und Auftreten der Kinder, die Lerninhalte und natürlich auch das Wohlergehen in der neuen Umgebung.

Das Beruhigende hier schon einmal vorab: Eltern machen sich hier meist mehr Gedanken, als es die Kinder wirklich empfinden. Natürlich sind auch Ihre Kleinen nicht nur positiv gespannt auf das, was da kommt, sondern vielleicht auch etwas nervös und ängstlich, aber das ist normal. Schließlich kommt etwas ganz Neues auf sie zu. Daher ist es erst einmal wichtig, dass Sie Ihrem Kind vor dem Schulstart den Rücken stärken:

  • Fördern Sie die Vorfreude auf die Schule, indem sie gemeinsam die benötigen Schulsachen kaufen und zeigen Sie sich selbst begeistert, dass Ihr Sonnenschein bald ein großes Schulkind ist.
  • Schaffen Sie Neugier, indem Sie aufzeigen, was Ihr Kind in der Schule alles für tolle Erfahrungen sammeln wird.

Schulische Inhalte vorbereiten

Natürlich können Sie Ihr Kind auch schon auf die Inhalte vorbereiten, die es in der Schule erwartet. Mit Übungsheften oder Onlineangeboten zur Schulvorbereitung ist dies gut umzusetzen. Allerdings ist das keine Anforderung der Schule. Alle Kinder starten in der Schule ganz am Anfang und ein Vorwissen ist nicht unbedingt nötig. Vor allem sollten Kinder nicht vor der Schule schon unter Druck gesetzt werden, bestimmte Inhalte können zu müssen.

Viel wichtiger ist, dass Kinder bis zum Schulanfang in ihrer Entwicklung gefördert werden. Alles, was Kinder in Ihrem Leben ab der Geburt lernen, sind wichtige Lernimpulse, die sich ganz nebenbei ergeben. Fördern Sie daher nicht bestimmte Inhalte, sondern eher kognitive und motorische Fähigkeiten, die dem Kind dann später auch in der Schule helfen werden.

Tatsächlich beginnt die Vorbereitung auf den Schulanfang mit dem Tag der Geburt. Man sollte nicht den Fehler machen und denken, dass nur die letzten Wochen und Monate vor dem Tag der Einschulung wirklich wichtig sind. Kinder sind wie Schwämme, sie saugen alles an neuem Wissen auf. Das tun sie als Baby, in ihrer Entwicklung als Kleinkind und natürlich auch im letzten Kita-Jahr. Ihre Vorbereitung dauert also bereits mehrere Jahre an, wenn sie zum ersten Mal ein Schulgebäude betreten. Und nur weil ein Kind noch nicht seinen Namen schreiben oder erste kurze Wörter lesen kann, heißt das nicht, dass es in der Schule Schwierigkeiten haben wird.
Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Vorbereitung in der Kita

In vielen Kitas ist es üblich, dass das letzte Jahr in geringem Umfang eine Vorbereitung auf die Schulzeit ist. Wie das umgesetzt wird, ist von Kita zu Kita ganz unterschiedlich. In der Regel geht es darum, das Sozialverhalten aber auch die Selbstständigkeit der Kinder zu stärken.

Hier steht also eher die emotionale Vorbereitung der Kinder im Vordergrund, nicht eine inhaltliche. Zudem gehen die Erzieher auf Unsicherheiten und Ängste der Kleinen ein, sodass ihnen negative Gefühle gegenüber dieser Veränderung genommen werden. In seltenen Fällen nimmt die Kita bereits Kontakt mit den Schulen auf, sodass die Kinder das Konzept „Schule“, aber auch Räumlichkeiten und Lehrer vorab kennenlernen können.

Es gibt starke regionale Unterschiede bei der Schulvorbereitung durch die Kita, sodass eine einheitliche Aussage nicht möglich ist. Eltern können sich aber zumeist auf der Internetseite einer Kita über deren fachliches Konzept informieren.
Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Die erste Zeit in der Schule dient der Vorbereitung

Der erste Schultag bedeutet nicht, dass Ihr Kind gleich lernt, wie man rechnet, schreibt und liest. Sondern auch hier wird den kleinen Abc-Schützen Zeit gegeben, sich an das neue Umfeld, an den Tagesrhythmus und an die Lernsituation zu gewöhnen.

Der Fokus in dieser Anfangszeit liegt darauf, dass die Kinder sich kennenlernen, sodass auch neue Freundschaften entstehen können. Die Kinder spielen viel oder lernen spielerisch bei gemeinsamen Aktivitäten. Zudem wird ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Kindern aufgebaut, sodass die Kinder hier eine Bezugsperson haben, an die sie sich dann zukünftig wenden können. „Viele Eltern machen sich Sorgen darüber, ob sich ihr Kind auch ohne vertraute Gesichter aus der Kita im Klassenverbund wohlfühlen wird. Dabei sind die Gedanken darüber häufig unbegründet, denn die meisten Kinder schließen recht zügig neue Freundschaften. Die erste Zeit des Kennenlernens in der Klasse kann dazu maßgeblich beitragen und auch Hofpausen sind ein guter Anlass, um sich einem Spiel anzuschließen und dadurch Kontakt zu den Mitschülern aufzunehmen. Als Eltern sollten wir darauf vertrauen, dass unsere Kinder vom Klassenlehrer gut aufgefangen und liebevoll dazu angeleitet werden, schnell neue Freunde zu finden“, so Viola Herrmann.

Auch Eltern benötigen Vorbereitung

Wie schon erwähnt, manchmal machen sich Eltern mehr Gedanken über einen erfolgreichen Schulstart der Kleinen als diese selbst. Ist ja auch verständlich, schließlich möchte man, dass sich sein Kind stets wohlfühlt und glücklich ist. Wichtig ist, dass Eltern ihre eigenen negativen Gedanken und Gefühle nicht gegenüber dem Kind deutlich machen.

„Die größte Herausforderung für Eltern ist zumeist das Loslassen des Kindes. Das fällt vielen Müttern und Vätern sehr schwer. Zu akzeptieren, dass das Kind nun selbstständiger wird und allein neue Wege beschreitet, kann eine große emotionale Herausforderung darstellen. Als Eltern möchten wir unser Kind gerne vor jedem Übel in der Welt beschützen. Doch weder in der Schule noch auf ihrem späteren Lebensweg wird uns das möglich sein. Loszulassen und darauf zu vertrauen, dass Lehrer und Erzieher vor Ort in der Schule ihr Bestes für die Entwicklung unseres Kindes geben, ist daher ein wichtiger Schritt für Eltern. In Liebe loslassen, Vertrauen haben und einmal tief durchatmen – so gelingt auch die Vorbereitung der Eltern auf diesen spannenden neuen Lebensabschnitt“, meint Viola Herrmann.


Tipps für den Schulstart

Tipps für einen problemlosen Schulanfang

Ein problemloser Schulanfang ist eigentlich gar nicht so kompliziert und irgendwie auch wieder doch. Denn eigentlich geht es in dieser Phase erst einmal darum, dass sich Ihr Kind wohlfühlt und gern in die Schule geht. Dabei ist es natürlich auch wichtig, dass das Verhältnis zum Lehrer stimmt und dieser gut auf die Kinder ein- und zugeht. Findet Ihr Kind dann auch schnell Freunde oder kennt vielleicht sogar schon den ein oder anderen Mitschüler aus der Kita, dann macht es den Schulanfang noch einfacher.

Achten Sie darauf, ob Sie ein gutes Gefühl dem Lehrer gegenüber haben. Wie empfängt er die Kinder? Welche Stimmlage, welche Körpersprache benutzt er oder sie? Wenn Sie als Mutter das Gefühl haben, Ihr Kind wird herzlich willkommen geheißen, gibt das eine große innere Ruhe. „Dann vertraue ich darauf, dass sich nach einem problemlosen Schulanfang alles gut entwickeln wird und kann mein Kind auch viel besser auffangen, wenn es mal einen schlechten Tag erwischt hat,“ so Viola Herrmann.

Als Lehrerin gibt es nichts Schöneres als fröhliche Schulanfänger, die morgens mit einem Lächeln in die Klasse kommen. Das zeigt mir ganz deutlich, dass sie sich wohlfühlen und in der neuen Umgebung emotional sicher angekommen sind. Solange diese Basis stimmt, können alle anderen Probleme gemeinsam gut bewältigt werden.
Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Bedeutung des ersten Schultages

Wie wichtig ist der Tag der Einschulung für eine erfolgreiche Schulzeit?

Der Tag der Einschulung bedeutet eine einschneidende Entwicklung im Alltag der ganzen Familie. Das fängt damit an, dass man weniger flexibel ist, gleichzeitig sich aber auch ein ganz anderer Tagesablauf einstellen muss. Je leichter der familiäre Einstieg abläuft, desto leichter fällt es dem Kind auch, in der Schule zurechtzukommen. Nichtsdestotrotz ist die Einschulung natürlich auch ein Tag des Feierns – schließlich ist das ein entscheidender Entwicklungsschritt im Leben Ihres Kindes.

Überfordern Sie Ihr Kind aber mit einer solchen Einschulungsfeier nicht, denn der Tag ist für Ihren kleinen Sonnenschein natürlich auch mit Aufregung und Nervosität verbunden. Und letztlich soll er ja im Mittelpunkt stehen und den Tag genießen. „Es ist viel wichtiger, geistig und emotional bei seinem Schulanfänger zu sein, der diesen Tag nie vergessen wird. Wirklich Anteil zu nehmen an dem Moment, in dem der Name des eigenen Kindes erklingt, es die Stufen auf die Bühne hinaufeilt und mit einem großen Strahlen im Gesicht von seinem Klassenlehrer begrüßt wird. Das ist viel bedeutsamer als die tollste Dekoration oder die größte Foto-Torte bei der anschließenden Feier präsentieren zu können“, meint Viola Herrmann.


Inhalt Zuckertüte

Tipps zu Geschenken und der Schultüte

Geschenke, die zur Einschulung überreicht werden oder Inhalt der Schultüte sind, sollten eine Verbindung zur Schulzeit haben und vor allem auch nachhaltig sein. Das heißt, sie sollten entweder einen Erinnerungswert oder einen schulischen Nutzen haben. Ideal sind zum Beispiel Freundschaftsbücher beziehungsweise Poesiealben oder kleine Schulmaterialien wie ein Stifte-Set. Für Verwandte und Bekannte hat Viola einen tollen Tipp:

Einfach mal die Eltern fragen, was auf der Materialliste steht. Vielleicht können die Eltern entlastet und die Schulkinder zugleich erfreut werden – das ist mit Sicherheit eine gelungene Kombination. Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Auch bei der Schultüte heißt es: In Maßen füllen. Es geht nicht darum, das Kind mit Geschenken zu überhäufen, sondern auch hier steht der Nutzen im Mittelpunkt. „Zum Befüllen der Schultüte eignen sich alle Dinge, die leicht und klein sind. Folgende Kleinigkeiten haben sich im schulischen Alltag bewährt: Dreiecksradierer, Lineal, bunte Würfel, Namenssticker, Turnschläppchen, Trinkflasche, Brotdose, Lesezeichen, Bastelschere und Spielgeld. Diese Artikel sind aber lediglich Empfehlungen. Der Fantasie sind beim Befüllen der Schultüte eigentlich nur räumliche Grenzen gesetzt“, so Viola Herrmann.

Kreative Tipps zum Basteln einer Schultüte für Ihren kleinen Schatz finden Sie in unserem Artikel „Der erste Schultag – mit einer selbst gebastelten Schultüte“.

 


Startphase

Die erste Zeit in der Schule

Die erste Zeit in der Schule ist eine Eingewöhnungszeit – für Ihr Kind und auch für Sie. Machen Sie es Ihrem Kind einfach, indem Sie es von zu Hause gut unterstützen und auffangen. Lassen Sie sich von seinem Tag erzählen und helfen Sie ihm, wenn es Fragen und Probleme hat.

Gerade in der Anfangszeit kann es zu Anpassungsproblemen kommen – schließlich ist alles neu. Das ist ganz normal und sie können Ihrem Kind helfen, wenn Sie ihm hierbei emotional zur Seite stehen. „Eltern sollten ihren Kindern immer ein offenes Ohr anbieten und ihre Sorgen ernst nehmen. Ein liebevolles Gespräch und aufmunternde Worte zum Abschied am Morgen können dabei helfen, Kinder für den Schultag zu stärken. Sie sollten das Gefühl haben, dass Mama und Papa in Gedanken bei ihnen sind und ihnen die zusätzliche Sicherheit, die sie am Anfang benötigen, mit auf den Weg geben“, empfiehlt Viola Herrmann.

Wenn doch mal Probleme auftreten

Wenn Sie merken, dass Probleme länger andauern, ständig wieder auftreten oder sich vielleicht im Verhalten des Kindes bemerkbar machen, ist es Zeit zu handeln. Ihr erster Weg sollte zum Klassenlehrer führen, da er Einblicke hat, wie das schulische Verhalten Ihres Kindes ist. Gemeinsam können sie die Gründe herausfinden und auch Lösungen suchen.

Wichtig ist, dass konkrete Maßnahmen besprochen werden, wie mit der Situation umgegangen werden kann und welche Lösungsansätze ausprobiert werden. Eltern sollten dabei den Lehrer als Partner ansehen und ein Gespräch nicht konfrontativ angehen. Eine freundliche und sachliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrer ist wichtig, um das Kind in seiner schulischen Laufbahn optimal unterstützen zu können.
Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Bleiben Sie mit dem Lehrer im Gespräch und sprechen Sie sich immer wieder gemeinsam zu der Entwicklung Ihres Kindes. Probieren Sie nach und nach verschiedene Lösungsmöglichkeiten aus und schauen Sie, was funktioniert. Der Lehrer beziehungsweise die Schule wird Sie hier auf jeden Fall unterstützen.


Loslassen

Schule bedeutet Selbständigkeit

Letztlich bedeutet Schule, dass Ihr Kind immer selbstständiger wird. Diese Selbstständigkeit wird sich dann auch in Ihrer Familie zeigen und auf Sie Auswirkungen haben. Lassen Sie diese Entwicklung zu. Ihr Kind freut sich, wenn Sie ihm Vertrauen schenken und es sich beweisen kann. Beispiele hierfür können sein: Selbst zu den Großeltern laufen, sollten diese in der Nähe wohnen, für Sie kleine Einkäufe erledigen oder über Nacht bei einem Freund bleiben.

Eltern sollten ihr Kind in seiner Entwicklung unterstützen und neue Schritte in Richtung Selbstständigkeit fördern. Eine liebe- und vertrauensvolle Beziehung zum Kind ist hierfür die beste Voraussetzung. Tipp von Lehrerin Viola Herrmann

Sie möchten, dass Ihr kleiner Sonnenschein in der Schulpause gut versorgt ist? Dann lesen Sie unseren Artikel „Gesunde Snacks für Kinder“. Mehr Tipps zur Einschulung gibt es auch in Viola Herrmanns Buch „Mein Kind wird Schulkind – Was Eltern zum Schulbeginn wissen müssen“.