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FamilienMomente / 03. März 2019

Fit mit Kinderwagen

Wenn morgens die Vögel zwitschern und die Sonnenstrahlen aufs Bett scheinen, ist der Frühling nicht mehr fern. Und auch wenn die Nacht kurz war, erleben Sie mit unseren Tipps sportliche Momente und kommen wieder in Schwung!

Fit mit Kinderwagen
© Kentaroo Tryman / Maskot / Getty Images

Trainingsgerät? Kinderwagen!

Mit den Temperaturen steigt auch unsere Lust, mehr Zeit draußen zu verbringen. Wenn Sie dann den Kinderwagen durch den Park schieben, verbinden Sie es doch mit einem kleinen Workout. Das bringt Ihren Kreislauf in Schwung, Sie tun etwas für Ihren Beckenboden und Körper allgemein, und das Ganze ist auch noch kostenlos. Ihrem kleinen Trainingspartner tut die frische Luft natürlich ebenfalls gut. Achten Sie nur darauf, nach der Geburt nicht zu früh loszulegen. Am besten erst, nachdem die Rückbildung abgeschlossen ist. Wenn Sie sich unsicher sind, holen Sie sich das Okay von Ihrem Frauenarzt ab.

Sie brauchen:

  • Kinderwagen, der sich zum Sport eignet (ideal sind große Räder, starke Bremsen und ein verstellbarer, umklappbarer Griff).
  • Park oder Wald
  • Picknickdecke

So geht’s – langsam starten und stetig steigern

Wer braucht schon teure Fitnessstudios und Babysitter, wenn Sie auch einfach gemeinsam mit Ihrem kleinen Sonnenschein fit werden können? Alles, was Sie dafür benötigen, haben Sie bereits. Jetzt müssen Sie nur noch Ihren inneren Schweinehund überwinden! Aber selbst wenn die Motivation groß ist, lieber langsam starten und stetig steigern. Immerhin liegt die Geburt noch nicht lange zurück.

Ein guter Anfang ist es, das gemütliche Schieben des Wagens zum Walken zu steigern. Erhöhen Sie das Tempo und laufen Sie flott durch den Park. 15 Minuten sind völlig ausreichend, aber denken Sie daran, den Beckenboden anzuspannen und den Bauchnabel nach innen zu ziehen. Danach können Sie ein paar Kraft- und Dehnübungen einbauen.

Sie haben sich warmgelaufen?

Wunderbar! Dann stellen Sie den Kinderwagen auf einen ebenen Untergrund, sichern ihn mit der Bremse und tun etwas für Beine und Po: Halten Sie sich mit beiden Händen am Kinderwagen fest und machen Sie einen Ausfallschritt nach hinten. Achten Sie darauf, dass Ihre Beine möglichst an jeder Stelle einen rechten Winkel bilden und dass Ihr vorderes Knie nicht über die Fußspitze hinausragt. Beim Einatmen nach unten, beim Ausatmen wieder hoch. Das Ganze wiederholen Sie circa 20-mal, dann wechseln Sie das vordere Bein.

Den Ausfallschritt können Sie auch ins Kinderwagenschieben integrieren, indem Sie statt normaler Schritte Ausfallschritte machen. Erst geht das rechte Bein geht weit nach vorne und das linke tief in die Knie, dann umgekehrt. Auf diese Weise drehen Sie eine Runde.

Weitere Übungen

Als nächstes können Sie den Kinderwagen mit einer Hand schieben, während der andere Arm waagerecht zur Seite ausgestreckt in der Luft kreist. Gerne abwechselnd nach vorne und hinten kreisen lassen und danach die Seite wechseln. Beckenboden anspannen nicht vergessen!

Und wenn Ihr kleiner Schatz keine Lust mehr hat, im Wagen zu liegen? Dann breiten Sie doch eine Decke aus und legen sich mit ihm hin. Denn auch die Bauchmuskeln wollen gestärkt werden. Auf dem Rücken liegend können Sie perfekt „Fahrrad fahren“, vorwärts und rückwärts. Als nächstes stellen Sie für „Crunches” die Fersen mit angewinkelten Beinen auf den Boden. Mit dem Oberkörper langsam aufrichten und langsam wieder ablegen. Die Kraft sollte dabei aus dem Bauch kommen, und der Beckenboden ist natürlich angespannt. Keine Sorge, wenn Sie anfangs nur eine Handvoll Crunches schaffen. Hören Sie auf Ihren Körper und spüren Sie, was Ihnen guttut.

Nach den Übungen können Sie Ihr Sportprogramm noch mit etwas Walking ausklingen lassen. Der Mix aus Kraft- und Ausdauertraining ist ideal für Ihren Körper. Zudem ist es für Sie und Ihren kleinen Sonnenschein einfach toll, an der frischen Luft aktiv zu sein. Wetten, dass Sie sich am Abend viel frischer und erholter fühlen und Ihr Kind wunderbar schlafen wird?

Zusammen aktiv zu sein, macht noch viel mehr Spaß als allein. Schnappen Sie sich andere Mamas, zum Beispiel aus dem Geburtsvorbereitungs- oder Nachbildungskurs und legen Sie los. So bleiben Sie länger motiviert und können sich beim Walken zudem über Ihre Kinder austauschen. Unser Hebammen-Tipp