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FamilienMomente / 06. November 2019

Sankt Martin: Warum feiern wir diesen Tag?

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne …“: Zu Sankt Martin ziehen jedes Jahr singende Kinder mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen. Doch wer war eigentlich Sankt Martin und was hat der Martinstag mit leuchtenden Laternen zu tun? Unser FamilienMoment verrät es Ihnen.

Sankt Martin: Warum feiern wir diesen Tag?
© Johanna Mühlbauer - stock.adobe.com

Ursprung

Wissenswertes rund um Sankt Martin

Auf Sankt Martin freuen sich die Kinder immer ganz besonders. Aber warum feiern wir das Fest überhaupt und woher stammt der Brauch mit den Laternen? 

Wann ist Sankt Martin? 

Jedes Jahr treffen sich Familien mit kleinen Kindern am 11. November zu Sankt Martin. Das geht darauf zurück, dass der Namensgeber Martin von Tours kurz vor einem 11. November starb. An eben diesem Tag haben sich schon damals viele Menschen getroffen, um seiner zu gedenken.

Die Geschichte von Sankt Martin

Wer war eigentlich dieser heilige Martin? Geboren wurde er als Martin von Tours im heutigen Ungarn. Während seiner Zeit als Soldat ritt Martin an einem kalten Tag zum Stadttor hinaus, als er einen armen und frierenden Mann traf. Dieser sprach ihn an und bat um Hilfe. Da Martin außer seinen Waffen und seinem Mantel nichts bei sich hatte, nahm er sein Schwert und teilte den Mantel in der Mitte – die eine Hälfte gab er dem frierenden Mann, die andere legte er sich um die Schultern. Wegen seiner großen Hilfsbereitschaft wurde der heilige Martin seitdem sehr bewundert und geschätzt. 

Warum feiern wir Sankt Martin?

Früher erinnerten die Kinder bei den Umzügen zu Sankt Martin mit ihren Liedern und Versen an die Hilfsbereitschaft des Heiligen und wollten damit auch andere dazu animieren, etwas Gutes zu tun. Auch heute noch nehmen die Lieder beim Martinssingen Bezug auf den Schutzpatron der Armen, immer häufiger werden jedoch auch weltliche Lieder gesungen, wie „Ich geh mit meiner Laterne“. 


Hintergrund

Was hat das Martinsfest mit Laternen und Gänsen zu tun?

Was hat Sankt Martin mit Laternen zu tun?

Umzüge mit Laternen gab es schon sehr früh – damit wurde vermutlich auch bereits der heilige Martin an seinem Gedenktag geehrt. Im November wurden aber auch häufig Feuer auf den abgeernteten Feldern angezündet – zum Dank für die Ernte und als symbolischen Abschied vom Erntejahr. Auch Kinder durften dazu bereits Laternen aus ausgehöhlten Rüben basteln und damit durch die Straßen ziehen. 

Warum gibt es die Martinsgans?

Etwas spekulativer wird es bei der Frage, was Sankt Martin mit unserer heutigen Martinsgans zu tun hat. Angeblich soll sich der Heilige Martin vor seiner Ernennung zum Bischof im Gänsestall versteckt haben. Er hielt sich selbst nicht für würdig und wollte das Amt des Bischofs nicht. Jedoch sollen die Gänse so laut geschnattert haben, dass Martin entdeckt wurde. 

Warum essen wir am Sankt Martin Stutenkerle?

Der Stutenkerl oder auch Weckmann genannt: Obwohl dieses Gebäck bei vielen Menschen zu Sankt Martin einfach dazu gehört, hat er letztendlich nichts damit zu tun. Ursprünglich war der Stutenkerl ein Gebäck, das den Bischof Nikolaus von Myra (also „unseren“ Nikolaus) darstellt. Anders als im Ruhrgebiet und im Rheinland wird das Gebäck in vielen Teilen Deutschlands deshalb nicht schon am Martinstag, sondern erst am 6. Dezember gegessen.


Laterne selbst basteln

Ich gehe mit meiner Laterne ...

Gemeinsam mit Ihren Kindern an einem Sankt-Martins-Umzug teilzunehmen, ist eine tolle Aktion für die ganze Familie. Damit neben den Kinderaugen auch die passende Laterne leuchtet, haben wir einen Upcycling-Bastelvorschlag.

Sie benötigen: 

  • einen Laternenstab
  • eine leere Plastikflasche
  • Transparentpapier
  • Papierstanze
  • Kleber
  • Bastelmesser und Schere
  • Chenilledraht
  • Tape

So funktioniert's:

  1. Zuerst schneiden Sie aus dem Transparentpapier mehrere Stücke zurecht. Die Kinder können das Transparentpapier natürlich auch einfach in Stücke reißen. Im Anschluss können die einzelnen Stücke noch mit Monden, Sternen oder Sternschnuppen versehen werden. 
  2. Im nächsten Schritt muss die Plastikflasche mit einem Bastelmesser zugeschnitten werden. Dafür einfach das untere Ende der Flasche abtrennen. Diesen Vorgang sollte auf jeden Fall ein Erwachsener übernehmen, denn nicht nur das Messer auch die Schnittkante kann scharf sein. 
  3. Danach einfach die vorbereiteten Schnipsel bunt durcheinander auf diesen unteren Teil der Flasche kleben. Etwa 1 cm unterhalb des Randes jeweils ein kleines Loch bohren und das Tape danach über den Rand kleben. So wird die scharfe Kante gut versteckt. 
  4. Für den Griff nehmen Sie zwei verschiedenfarbige Chenille-Drähte, verdrehen diese miteinander und biegen sie wie gewünscht zurecht. Jetzt müssen nur noch die Enden der Drähte von außen durch die Löcher gesteckt und innen so zurechtgebogen werden, dass sie nicht mehr rausrutschen. 

Die selbst gebastelte Laterne ist startklar! Viel Freude damit auf dem nächsten Laternenumzug. 

Die Basis: eine übersichtliche Materialansammlung, von dem Sie bestimmt schon einiges zu Hause haben. 

Los geht’s mit dem Schneiden oder auch Reißen des Transparentpapiers. 

Das Aufschneiden der Plastikflasche sollte von einem Erwachsenen übernommen werden. 

Lassen Sie beim Bekleben der Flasche Ihrer Kreativität freien Lauf. 

Bereit für den Laternenumzug!