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FamilienMomente / 04. Juni 2020

Plastikfrei leben mit Kindern

Wer versucht, Plastik im Alltag zu reduzieren, liegt damit voll im Trend. Immer mehr Menschen achten auf ihren ökologischen Fußabdruck. Wir geben Ihnen Tipps, wie die Umsetzung auch für Familien funktioniert, und helfen Ihnen, Ihren Alltag entsprechend anzupassen.

Großvater schubst Kleinkind beim Schaukeln ab

Lebensbereiche

Wo und wie Sie Plastik einsparen können

Infografik: plastikfreier Alltag mit Kindern

In vielen Bereichen unseres Lebens verwenden wir Plastik. Entsprechend gibt es auch eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit dem Umstieg zu starten. Selbst, wenn Sie nur in einem oder wenigen Punkten Ihre Plastiknutzung reduzieren, tun Sie der Umwelt bereits etwas Gutes.

Einkauf

Beim Einkaufen fällt die große Plastikmenge am meisten auf. Einzeln in Plastik eingeschweißte Gemüsesorten sind üblich, genauso wie die typischen Plastiktüten, in die man das Obst und Gemüse einpacken kann. Kaufland bietet als Alternative die wiederverwendbare Frischetasche an. Wenn Sie sich für solch eine Variante entscheiden, können Sie diese immer in Ihrem Einkaufskorb aufbewahren, damit sie stets griffbereit liegt. Jutebeutel oder Ähnliches sind ebenfalls geeignet.

Versuchen Sie, beim Obst und Gemüse die unverpackten Artikel zu wählen. Bringen Sie auch für Backwaren Ihre eigene Tüte mit.  

Sie gehen mit Ihren Kindern einkaufen? Dann machen Sie ein Spiel daraus – wer findet die Zitrone ohne Plastik? So werden die Kinder spielerisch geschult und lernen nebenbei, worauf man achten kann, um den eigenen Plastikkonsum einzuschränken.

Unterwegs

Auch unterwegs können Sie auf Plastik verzichten – wenn Sie also das nächste Picknick, einen Ausflug oder eine Wandertour geplant haben, verwenden Sie eher Gläser oder Brotdosen für Ihre Verpflegung.

  • Wachsbeschichtetes Brotpapier eignet sich genauso wie Einmalbrottüten für den sicheren und hygienischen Transport Ihrer Brotzeit. Zu Hause kann dieses Papier leicht gereinigt werden und ist dann wieder bereit für die nächste Tour.
  • Nehmen Sie normales Besteck mit oder Alternativen aus Holz statt aus Plastik. Es gibt sogar spezielles Reisebesteck, das leicht, gut verstaubar und vor allem wiederverwendbar ist.
  • Kaufen Sie sich wiederverwendbare Glas- oder Edelstahlflaschen, die Sie für unterwegs mitnehmen. Meistens sind diese sogar spülmaschinenfest, was Ihnen die Reinigung erleichtert.
  • Eis aus der Waffel: Sie stoppen mit Ihrer Familie an der Eisdiele? Dann nehmen Sie die kühle Erfrischung in der Waffel statt im Becher zu sich – so bleibt hinterher kein Müll übrig. Natürlich müssen Sie bei kleineren Kindern einschätzen, ob das klappt oder das Eis am Ende auf dem T-Shirt landen wird.

Hygiene

Bei Hygieneartikeln gibt es bereits eine Vielzahl von Alternativen, um die Nutzung von Plastik zu reduzieren.

  • Für viele ist es erst einmal eine Umstellung, aber wenn Sie den vielen Windelmüll reduzieren wollen, können Sie zur Stoffwindel wechseln.
  • Auch bei den Stilleinlagen gibt es eine große Auswahl an waschbaren und dadurch wiederverwendbaren Einlagen, die eine gute Alternative zu den Einweg-Einlagen darstellen.
  • Sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gibt es Zahnbürsten aus Bambus, die nach der Nutzung komplett kompostierbar sind.
  • Statt Duschgel aus der Plastikpackung können Sie Seife am Stück verwenden, die Auswahl ist riesig und viele überzeugen durch ihre Inhaltsstoffe. Sie schäumen ebenso gut wie normale Duschgele. Auch Shampoos und Spülungen gibt es mittlerweile in Seifenform. Wenn Sie Lust haben, mit Kindern Seife selbst herzustellen, lesen Sie in unserem FamilienMoment, wie das geht.
  • Für Kinder gehört Spielzeug zum Baden dazu. Statt der berühmten Badeente aus Plastik gibt es mittlerweile auch tolles Spielzeug aus Holz oder Naturkautschuk, das wasserfest ist und mit in die Badewanne genommen werden kann.

Rund ums Baby- und Kinderessen

Rund um die Ernährung von Babys und Kindern gibt es auch ein paar tolle Tricks:

  • Statt Plastikflaschen können Sie Babyflaschen aus Glas oder Edelstahl verwenden.
  • Beim Kindergeschirr wird häufig auf Plastik gesetzt, einfach weil es unkaputtbar ist. Alternativ eignen sich auch Holzbrettchen und Schüsselchen aus Olivenholz oder Kokosschalen. Es gibt mittlerweile auch tolles Porzellangeschirr mit Kindermotiven.
  • Kinder lieben Quetschies – doch leider kommen diese auch meist in Plastikverpackungen daher. Warum bereiten Sie Ihren Kindern als Alternative nicht einen leckeren Smoothie zu und füllen diesen für unterwegs in eine Glasflasche.
Mädchen spielt mit Holzküche

Wohnen

Ihren Wohnraum können Sie plastikfrei gestalten, indem Sie Möbel oder Stoffe aus Naturmaterialien bevorzugen. Setzen Sie auch bei Dekoartikeln auf Holz oder Glas. Gleiches gilt natürlich auch im Kinderzimmer:

  • Holzspielzeug ist wesentlich hochwertiger als Plastikalternativen und das Spielen damit macht genauso viel Spaß.
  • Spielzeug muss nicht immer neu sein. Der Markt an Secondhand-Spielzeugen ist groß und bietet auch viele tolle Sachen in perfektem Zustand. Zudem gibt es Anbieter, bei denen man sich Spielzeug mieten kann. Ist das Kind zu alt dafür oder möchte nicht mehr damit spielen, kann man es wieder zurückgeben.
  • Kinderbetten oder auch Kinderstühle gibt es mittlerweile als mitwachsende Möbel. Das heißt, sie lassen sich zum Beispiel durch Einlagebretter erweitern und sind so viel länger verwendbar.
  • Auch ein Kindergeburtstag kann plastikfrei gefeiert werden. Verwenden Sie zum Beispiel Glas- oder Edelstahlstrohhalme, Stoffservietten und Geschirr aus Bambus. Und warum basteln Sie nicht mit allen Kindern einfach mal mit Naturmaterialien?

Erste Schritte

Ideen für langsamen Einstieg

Sie und Ihre Familie wollen ganz langsam in den plastikfreien Alltag einsteigen? Kein Problem! Hier sind unsere Ideen:

  • Leider bevorzugen die Lieferservices Plastikverpackungen. Daher sollten Sie überlegen, ob es sich nicht lohnt, hin und wieder auf den Lieferservice zu verzichten. Manche Restaurants bieten das Essen zum Mitnehmen in eigenen Verpackungen an. Vielleicht gibt es das ja auch bei Ihnen in der Nähe und stellt eine tolle Alternative für Sie dar.
  • #fridayforfuture: Rufen Sie bei sich in der Familie den plastikfreien Freitag aus. Jedes Familienmitglied versucht, freitags auf Plastik zu verzichten. Und wie gelingt es bei Ihnen? Wem fällt es leicht und wem nicht? Und wo liegen bei Ihnen die Stolpersteine?
  • Selbst gemacht statt gekauft: Welche Sachen können Sie ebenso leicht selbst herstellen, anstatt sie kaufen. So sparen Sie Verpackungsmüll. Waschpulver, gehäkelte Wattepads – hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Umsetzung

Plastikfrei mit Kindern

Wenn Sie Plastik mehr und mehr reduzieren möchten, ist es wichtig, dass Sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Versuchen Sie die Änderungen in kleinen Schritten anzugehen. Plastik ist so fest in unserem Alltag verankert, da ist die Umstellung meist gar nicht so einfach. Seien Sie auch nicht zu hart zu sich, wenn Sie doch einmal auf Plastik zurückgreifen, weil es gerade praktisch ist oder es vielleicht auch nicht anders geht.

Viele Eltern denken, dass plastikfreies Leben mit Kindern noch schwerer umzusetzen ist. Doch vieles, wie zum Beispiel Spielzeug, gibt es auch aus alternativen Materialien, sodass Kinder auf nichts verzichten müssen und die Umstellung oder Gewöhnung kaum ins Gewicht fällt. Je nachdem, wie alt Ihr Kind ist, können Sie ihm die Umstellung gut erklären.

Bei Ausnahmen gelassen bleiben

Auch hier sollten Sie nicht zu hart sein, gerade, wenn Ihre Kinder bei Freunden sind, oder unterwegs doch einmal auf Plastik zurückgegriffen wird, ist das auch okay. Sie werden merken, dass die Umstellung in kleinen Schritten erfolgt und Sie es mit der Zeit immer besser umsetzen können.