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FamilienMomente / 05. Mai 2020

Hygiene in der Schwangerschaft: Darauf sollten Sie achten

Während der neun Monate voller Vorfreude auf den Familienzuwachs verändert sich an Ihrem Körper einiges. Daher ist es besonders in dieser Zeit wichtig, auf seine Signale zu hören und ihn mit der richtigen Pflege und Intimhygiene zu versorgen.

Schwangere Frau nutzt Pflegelotion

Die Hormone spielen verrückt

Was verändert sich in Ihrem Körper während der Schwangerschaft?

In dem Moment, in dem die Eizelle befruchtet wird, passieren in Ihrem Körper faszinierende Dinge. Für diese Veränderungen sind die freigesetzten Hormone während einer Schwangerschaft verantwortlich.

Es ist zum Beispiel völlig normal, wenn Sie jetzt häufiger ins Schwitzen kommen, Ihre Haut plötzlich trockener wird oder es zu einem vermehrten Scheidenausfluss kommt. Richtig – auch Ihre Vagina durchläuft hierbei einige Veränderungen. Das Milieu in der Scheide ändert sich: Der pH-Wert erhöht sich etwas, wodurch die saure Umgebung im Intimbereich gestört wird. Das hat zur Folge, dass Bakterien schlechter abgewehrt werden können, sich so leichter Keime und Pilze vermehren und es zu einer Infektion kommen kann. Solche Infektionen sind an sich harmlos, können in der Schwangerschaft jedoch für das ungeborene Kind gefährlich werden. Daher sollten Sie gerade jetzt ein besonderes Augenmerk auf die richtige Intimpflege legen.


Den Körper pflegen

Darauf sollten Sie bei der Hygiene achten

Infografik: Dos and Don'ts bei der Körperpflege in der Schwangerschaft

Ganz konkrete Hygiene-Vorschriften während einer Schwangerschaft gibt es natürlich keine. Meist ist es völlig ausreichend, wenn Sie ein bis zwei Mal am Tag mit Ihrer Hand unter lauwarmem Wasser den Intimbereich waschen. Wie auch bei der Benutzung von Toilettenpapier gilt hier: Nie von hinten nach vorne wischen. So verhindern Sie, dass schädliche Bakterien aus dem Darm in die Scheide gelangen. Auch ein vermehrter Scheidenausfluss während der Schwangerschaft bleibt zwar oft unausgesprochen, ist aber eine ganz normale Schutzfunktion des Körpers. Nehmen Sie Slipeinlagen zur Hilfe und fühlen Sie sich so auch weiterhin rundum wohl und geschützt. Achten Sie nur darauf, unparfümierte und luftdurchlässige Slipeinlagen zu verwenden und diese möglichst häufig zu wechseln.

Auch wenn Sie Ihren Intimbereich während der Schwangerschaft besonders gut im Auge behalten sollten, ist es wichtig, es mit der Hygiene nicht zu übertreiben. Ein zu häufiges als auch zu intensives Reinigen kann den wichtigen Schutzmantel der Scheide zerstören. Wenn Ihnen lauwarmes Wasser allein zur Reinigung nicht genügt und Sie eine Duschlotion zur Hilfe nehmen möchten, achten Sie darauf, nur spezielle pH-neutrale Produkte für den Intimbereich zu verwenden, die keine desinfizierenden oder parfümierten Inhaltsstoffe oder Konservierungsmittel enthalten, da diese die empfindliche Haut in diesem Bereich unnötig reizen. Auch bei sogenannten Intimpflegetüchern oder Feuchttüchern für den Intimbereich ist Vorsicht geboten, da diese fast ausnahmslos Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Achten Sie dahingegen darauf, dass die Intimwaschlotion Milchsäurebakterien enthält, da diese auch natürlich in der Vaginalflora vorkommen und dafür sorgen, dass das saure und keimfeindliche Klima in diesem Bereich aufrechterhalten wird.

Bei Pilz und Infektionen zum Arzt gehen

Bei einer Schwangerschaft ist der weibliche Organismus bestimmten hormonellen Einflüssen ausgesetzt. Dabei kann es passieren, dass sich der Säurehaushalt innerhalb der Scheide derart verändert, dass sich Bakterien übermäßig vermehren und eine Pilzinfektion entsteht. Hinzu kommt noch, dass es während einer Schwangerschaft innerhalb der Vagina zu einer erhöhten Konzentration von Glukose kommt. Die Glukose stellt für den Pilz eine zusätzliche Nahrung dar, der seine Ausbreitung fördert. Schließlich sind Scheidenpilze bei Schwangeren ein weitverbreitetes Leiden: Jucken, Brennen, gerötete Haut und ein dicklicher Ausfluss gehören zu den Symptomen. Was selbst bei Frauen, die kein Baby erwarten, lästig ist, kann während der Schwangerschaft sowohl für Sie als auch Ihr Baby unangenehm werden. Gehen Sie beim ersten Verdacht am besten direkt zum Arzt – denn auch, wenn es Risiken gibt, kann eine Pilzinfektion bei Schwangeren meist problemlos behandelt werden. Und keine Sorge – Ihr Baby nimmt dabei keinen Schaden.

Das hilft bei Juckreiz

Scheidenpilz ist für die meisten Frauen äußerst unangenehm, denn es kann zu Juckreiz und brennendem Ausfluss kommen. Eine solche Infektion lässt sich natürlich wirksam mit Medikamenten behandeln. Doch nicht jeder Pilzinfektion müssen Sie gleich mit Arzneimitteln zu Leibe rücken. Fragen Sie am besten Ihren Frauenarzt, worauf Sie während Ihrer Schwangerschaft besonders achten sollten.

Dann gibt es natürlich auch noch den Juckreiz, der nicht auf eine Pilzinfektion zurückzuführen ist. Falls Ihre Haut einfach rund um die Scheide gereizt ist, empfiehlt sich eine Intimsalbe gegen Juckreiz. Aber auch Scheidentrockenheit kann ein juckendes Gefühl verursachen. Hierfür gibt es passende feuchtigkeitsspendende Cremes, die zudem vor Bakterien schützen. Ein weiterer Tipp betrifft Ihre Kleidung: Nicht nur Cremes und Öle helfen gegen unangenehmes Jucken, manchmal helfen auch einfach ein paar Tipps bei der Kleidung: Achten Sie nach dem Baden darauf, direkt die nasse Badebekleidung gegen trockene Kleidung zu wechseln. Um aus Ihrer Unterwäsche alle Bakterien zu entfernen, sollten die Slips immer bei 60 Grad gewaschen werden. Gleiches gilt für Handtücher und Waschlappen. Am besten nutzen Sie für das Abtrocknen des Intimbereichs immer ein zusätzliches Handtuch.

Die richtigen Pflegeprodukte

Es gibt sehr viele unterschiedliche Pflegeprodukte für die Schwangerschaft. Als Erstes denken viele Frauen bestimmt an die Pflege ihres Bauches. Welches Schwangerschaftspflegeöl pflegt so gut, dass der Bauch keine Dehnungsstreifen bekommt? Eine Antwort darauf zu finden, ist unmöglich. Es gibt viele gute Produkte, die Ihrem Bauch während der Schwangerschaft bei der Dehnung helfen, allerdings kommt es bei Dehnungsstreifen auch auf die Veranlagung des Körpers und die regelmäßige Anwendung an. Massieren Sie Ihr Öl gut in die Haut ein und das nicht nur am Bauch – auch Beine, Po und Brüste brauchen während der Schwangerschaft ausreichend Pflege. Für den empfindlichen Intimbereich empfehlen wir, wie weiter oben beschrieben, lediglich lauwarmes Wasser oder spezielle Intimpflegeprodukte zu verwenden. Alle Produkte sollten pH-neutral und frei von Parfümzusätzen sein, um den Schutzmantel der Haut aufrechtzuerhalten.  

Sie brauchen

Pflegeprodukte während der Schwangerschaft:

  • Feuchtigkeitsspendende Hautcremes
  • Schwangerschaftspflegeöl für den Bauch
  • Bei Bedarf spezielle Intim-Waschlotionen
  • Gegebenenfalls Cremes gegen Scheidentrockenheit und Infektionen
  • Slipeinlagen

Was Sie vermeiden sollten

No-Gos in der Schwangerschaft

Bei der Hygiene während der Schwangerschaft gibt es einiges zu beachten beziehungsweise sogar zu vermeiden.

  • Vaginalduschen zerstören das sensible Mikroklima mit wichtigen Milchsäurebakterien und können dadurch Pilzinfektionen fördern.
  • Stark parfümierte Duschgele, Seifen oder Intimsprays sollten Sie vermeiden, denn sie können den natürlichen Schutzmantel Ihrer Vagina zerstören.
  • Besuchen Sie keine Orte mit vermehrter Anzahl an Bakterien. In Schwimmbädern, Dampfbädern und Whirlpools brüten viele Keime. Daher sollten diese Stellen während der Schwangerschaft vermieden werden. Wenn Sie darauf nicht verzichten können, nehmen Sie genügend frische Handtücher mit und wechseln Sie nasse Badebekleidung regelmäßig gegen trockene aus. 
Täglich wird gecremt, geölt und massiert. Dabei sollte auch an eine richtige Intimpflege gedacht werden, um Infektionen in der Schwangerschaft vorzubeugen. Hebamme Kathrin