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FamilienMomente / 27. Februar 2020

Ernährungsplan für Ihr Baby: Das brauchen die Kleinsten

Wie sollte die Ernährung Ihres Babys im ersten Lebensjahr aussehen? Was muss beachtet werden? Erfahren Sie bei uns, was Ihr Kind im ersten Jahr wirklich braucht.

Baby isst Brei

Überblick: Ernährung im 1. Lebensjahr

Ernährungsplan für Babys – ein Überblick

Im ersten Lebensjahr entwickelt sich Ihr Baby täglich weiter – dafür braucht es natürlich eine Menge Energie. Die richtige Ernährung ist das A und O, damit Ihr Baby glücklich und zufrieden ist und einer gesunden Entwicklung nichts im Wege steht.

Ernährungstechnisch wird das erste Lebensjahr Ihres Kindes in drei Abschnitte unterteilt:

  • ausschließlich Muttermilch
  • Einführung von Beikost
  • Übergang zu Familienkost

Von uns erfahren Sie, wie genau die Still- und Beikostzeit abläuft, was es zu beachten gibt und ab wann einzelne Lebensmittel gefüttert werden können.


Stillen beziehungsweise Pre-Nahrung

1. bis mindestens 4. Lebensmonat: ausschließlich Muttermilch

Muttermilch ist in den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten die beste Nahrung für Ihr Baby. Sie ist ganz auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Säuglings zugeschnitten und bietet ihm so viel mehr als nur eine optimale Ernährung um groß und stark zu werden:

  • Ihre Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe in genau der richtigen Qualität und Menge, die Ihr Baby für ein gesundes Wachstum braucht.
  • Muttermilch ist für Ihr Baby besonders leicht verdaulich.
  • Während des Stillens nimmt Ihr Baby über die Muttermilch Abwehr- und Schutzstoffe auf, die es vor Krankheiten schützen.
  • Ihre Muttermilch passt sich den Nahrungsbedürfnissen Ihres Babys während der Entwicklung an.
Muttermilch ist nicht nur die beste Nahrung für Ihr Baby, sie ist darüber hinaus auch eine überaus praktische Erfindung der Natur. Denn egal, wohin Sie gehen oder wo Sie sind: Sie haben Essen und Trinken für Ihr Kind immer dabei. Und zwar hygienisch verpackt, ohne Vorbereitungsstress, ohne Zusatzgepäck und in idealer Trinktemperatur. Sorgen Sie in der Stillzeit dafür, dass Sie selbst genug trinken und sich ausgewogen ernähren. So können Sie sicher sein, dass Ihre Milch stets gut fließt und alles enthält, was Ihr Kind braucht. Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

Stillen: eine ganz besondere Verbindung

Mutter stillt Baby nachts
© tatyana_tomsickova / Getty Images

Durch das Stillen bauen Sie als Mama eine ganz besondere Beziehung zu Ihrem Baby auf – Papas können das Mama-Baby-Team aber wunderbar unterstützen und während der Stillzeit mithelfen. So fühlt sich niemand ausgeschlossen. Ihre Muttermilch können Sie abgepumpt maximal 72 Stunden im Kühlschrank oder bis zu sechs Monate im Tiefkühlfach aufbewahren. Sind Sie einmal mit Ihrem Sonnenschein auf Achse, kann er auch problemlos unterwegs gestillt werden – ein Stilltuch sorgt für die nötige Privatsphäre.

Stillen ist wundervoll, kann aber auch anstrengend und frustrierend sein, wenn es nicht so klappt, wie es sollte. Viele Mamas sind zusätzlich geschlaucht, weil ihr Baby auch nachts Hunger hat. Das nächtliche Stillen kann Ihnen aber mit den richtigen Tipps erleichtert werden.

Sie haben das Gefühl, dass Ihr Baby nach dem Stillen noch Hunger hat? Keine Sorge: Dank der Muttermilch ist es kaum möglich, dass Ihr Säugling nicht satt wird. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie viel Babys und Kleinkinder tatsächlich essen und trinken sollten, damit sie ausreichend ernährt sind.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Stillen? Hebamme Kathrin Vorbrink hat die wichtigsten Fragen rund ums Stillen für uns beantwortet.

Wie lange sollte ausschließlich gestillt werden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys sechs Monate lang, also insgesamt 180 Tage, ausschließlich zu stillen. Viele Babys sind aber bereits früher reif für den Beikost-Start. Experten empfehlen, Beikost zu füttern, sobald das Baby bestimmte Anzeichen dafür zeigt – frühestens mit Beginn des fünften Lebensmonats (17. Woche) und spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats (26. Woche). Während der Beikostzeit stillen Sie Ihr Babys weiterhin.


Beikost-Start

5. bis 7. Lebensmonat: jetzt gibt’s Brei

Um den 5. bis 7. Lebensmonat herum werden Sie merken, dass Ihr Baby sich immer mehr für das interessiert, was Sie und Ihr Partner essen. Ob Ihr kleiner Liebling bereit für die Beikost ist, können Sie unter anderem an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Bei Ihrem Baby lässt der Zungenstoßreflex nach, durch den feste Nahrung automatisch aus dem Mund befördert wird.
  • Ihr Sonnenschein kann mit etwas Unterstützung aufrecht sitzen.
  • Ihr Baby steckt sich selbstständig Dinge in den Mund.
  • Ihr Baby zeigt Interesse am Essen anderer.
  • Ihr Kind öffnet erwartungsvoll den Mund, wenn der Löffel vom Teller abhebt bezeihungsweise Nahrung angeboten wird.
  • Ihr kleiner Schatz kann mit Hilfe der Lippen Essen vom Löffel nehmen.
  • Ihr Baby ist nach einer Still- oder Flaschenmahlzeit noch hungrig.

Achten Sie einfach auf die Signale Ihres Babys. Es zeigt Ihnen, wann es zusätzliche Nährstoffe braucht, um satt, zufrieden und glücklich zu sein. Bei der Beikosteinführung werden die Milchmahlzeiten Stück für Stück durch fein Püriertes ersetzt – angefangen mit Gemüsebrei, der nach wenigen Wochen um Fisch und Fleisch ergänzt wird. Später dürfen auch Obstbrei und Brot auf dem Speiseplan stehen. Denken Sie immer daran: Aller Anfang ist schwer – geben Sie Ihrem Baby Zeit, essen zu lernen. Schließlich erlebt es nicht nur eine Geschmacksexplosion nach der anderen, es muss sich auch noch an den Löffel gewöhnen.

Wenn ein Kind selbstständig essen lernt, sollte es die verschiedenen Lebensmittel so pur wie möglich kennenlernen. Nur so kann es einen eigenen Geschmack ausbilden. Kaufen Sie möglichst biologisch angebautes Gemüse und Obst sowie tierische Produkte aus artgerechter Tierhaltung, um den Organismus Ihres Kindes nicht mit unnötigen Schadstoffen zu belasten. Und kochen Sie so viel wie möglich selbst und frisch! Der Geschmack frisch gekochter und pürierter Möhren ist ein ganz anderer als der von Möhrenbrei aus dem Gläschen. Wenn Sie Ihr Kind von Anfang an frische Zutaten gewöhnen, wird das Thema ‚Gemüse essen‘ später weniger heikel. Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

Mehr als nur Bio: Demeter

Unsere Empfehlung für den Lebensmitteleinkauf: Verwenden Sie bei der Beikosteinführung möglichst immer Zutaten aus dem biodynamischen Landbau – diese erkennen Sie ganz einfach an dem Demeter-Siegel.

Sehen Sie ein Bio-Siegel auf Lebensmitteln, können Sie sich sicher sein, dass die Mindestanforderungen an Öko-Nahrungsmitteln eingehalten werden. Demeter-Bauern und -Hersteller gehen aber noch einen Schritt weiter: Mit ihrer biodynamischen Wirtschaftsweise leisten sie erheblich mehr als die EU-Bio-Verordnung vorschreibt. Das schmeckt man an der Qualität der Lebensmittel und kommt der Umwelt zu Gute.


Brei selbst kochen

Brei ganz einfach selbst machen

Babybrei selbst zu kochen ist gar nicht schwer – ganz im Gegenteil: Es geht schnell, ist gesund, preiswert und macht sogar Spaß!

1. Brei: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Bevor es mittags den kompletten Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gibt, starten Sie mit einem reinen Brei aus einer einzigen Gemüsesorte. Gut geeignet sind zum Beispiel Pastinaken, Möhren, Zucchini oder Kürbis. Bieten Sie Ihrem kleinen Gourmet erst einmal eine Löffelspitze davon an. Bei manchen neuen Geschmäckern wird Ihr Baby das Gesicht verziehen. Dann ist Geduld gefragt – probieren Sie es immer weiter! Manche Babys akzeptieren den Brei besser, wenn er etwas mit Wasser verdünnt wird.

Nach der Breimahlzeit anfangs noch stillen

Zu Beginn des Beikost-Abenteuers ist es wichtig, dass Sie nach dem Füttern noch einmal Stillen beziehungsweise das Fläschchen geben. Sie werden schnell merken: Von Tag zu Tag wird Ihr kleiner Nimmersatt mehr Brei verputzen. Sobald Ihr Baby davon 180 bis 200 Gramm isst, müssen Sie keine Milch mehr zusätzlich geben.

Nach und nach Zutaten zu einem vollständigen Brei ergänzen

Gemüse allein liefert allerdings zu wenig Energie. Deshalb sollte der Brei nach jeweils einer Woche angereichert werden: In Woche 2 bieten Sie am besten Gemüse-Kartoffel-Brei ergänzt um 1,5 bis zwei Teelöffel Rapsöl an. Ab Woche 3 können Sie zusätzlich Fleisch hinzufügen und immer neue Gemüse- und Fleischsorten sowie gelegentlich Fisch ausprobieren. Sobald Ihr Baby etwas nicht verträgt, wissen Sie durch die Abstände zwischen der Einführung neuer Lebensmittel schnell, was die Beschwerden ausgelöst hat.

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen

Neben dem bereits erwähnten Rapsöl ergänzen Sie den Brei um 3 bis 4 Teelöffel Obstsaft oder -mus. Empfehlenswert sind zum Beispiel Birnen- und Apfelsaft. Durch das darin enthaltene Vitamin C kann das Eisen besser vom Körper aufgenommen werden. Alternativ können Sie auch fein geriebenes oder zu Brei zerdrücktes Obst als kleines Dessert in der genannten Menge anbieten.

Manche Kinder tun sich am Anfang mit dem Essen vom Löffel etwas schwer. Der Grund kann unter anderem Müdigkeit sein. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind mittags zu müde ist, um die neue Situation mit dem Löffel zu meistern, dann fangen Sie zu einer anderen Tageszeit mit dem Zufüttern an. Sie können püriertes Gemüse oder andere Breie auch mit Wasser verdünnen und zunächst einmal mit einer Flasche – Sauger etwas aufschneiden! – füttern. Wenn sich Ihr Kind an den Geschmack gewöhnt hat, füttern Sie den Brei zwei bis drei Wochen später als Löffelmahlzeit. Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

2. Brei: Vollmilch-Getreide-Obst-Brei

Nach etwa einem Monat ist Ihr Baby bereit für den nächsten Schritt: Abends können Sie jetzt einen Milch-Getreide-Obst-Brei anbieten. Dieser ersetzt nach und nach die Milchmahlzeit am Abend.

Drei Zutaten

Da der Abendbrei eigentlich nur aus drei Zutaten besteht, lässt er sich sehr einfach selbst zubereiten. Sie brauchen dafür nur Getreideflocken, Vollmilch und ein wenig Saft oder Obstmus. Das Obst ist hierbei sehr wichtig, da es viel Vitamin C enthält und der kleine Körper so das im Getreide enthaltene Eisen leichter aufnehmen kann.

Als Getreideflocken empfehlen sich vor allem Instantflocken, denn sie lösen sich schnell in warmer Flüssigkeit auf. Am Anfang sollte der Abendbrei aber noch mit glutenfreien Flocken, wie zum Beispiel Hirse oder Reis, zubereitet werden. Ab dem 7. oder 8 Monat können Sie auch langsam auf Haferflocken umsteigen.

Zum ersten Mal Kuhmilch

Oft kommen bei diesem Thema auch die Fragen auf, ob man mit der Beikost-Einführung schon Kuhmilch geben darf. Die Empfehlung zur Allergieprävention bejaht diese Frage. Allerdings gilt das nur für den Abendbrei und es sollte davor sichergestellt werden, dass kein Elternteil eine Kuhmilchunverträglichkeit hat. Alternativ kann der Abendbrei aber auch mit Muttermilch oder Pre-Milch zubereitet werden. Diese dürfen jedoch nur erhitzt und nicht gekocht werden.

So wird der Brei zubereitet:

  • Für eine Portion Abendbrei empfehlen wir Ihnen etwa 20 Gramm Getreideflocken, 200 Milliliter Vollmilch – beziehungsweise anfangs zur Gewöhnung 100 Milliliter Vollmilch verdünnt mit 100 Milliliter Wasser – sowie 20 Gramm Obstmus oder 2 Esslöffel Obstsaft.
  • Dann einfach die Getreideflocken zusammen mit der Milch aufkochen lassen und bei schwacher Hitze 5 Minuten quellen lassen. Wenn Sie Instantflocken verwenden, dann achten Sie bitte auf die Zubereitungshinweise auf der Verpackung.
  • Jetzt einfach abkühlen lassen und das Obstmus beziehungsweise den Saft dazugeben. Der Brei darf jetzt nach einem Temperaturcheck direkt von Ihrem kleinen Sonnenschein verputzt werden.

3. Brei: Getreide-Obst-Brei

Getreide-Obst-Brei mit Bananen und Erdbeeren

Einen weiteren Monat später ist der perfekte Zeitpunkt, Getreide-Obst-Brei einzuführen. Diesen können Sie Ihrem kleinen Liebling am Nachmittag anbieten. Wir sind uns sicher: Ihr Baby wird die neuen Geschmacksrichtungen lieben! Ein milchfreier Getreide-Obst-Brei versorgt Ihr Baby mit Eisen und Vitaminen.  

Zutaten

Der Brei besteht aus Wasser, Getreide, etwas Rapsöl und Obst. Durch das im Obst enthaltene Vitamin C wird die Eisenaufnahme aus dem Getreide verbessert und mit der Zugabe von Rapsöl erhält der Brei genügend Energie. Bei der Getreideauswahl empfehlen wir Vollkorngetreide, wie zum Beispiel Dinkel, Hirse, Reis oder auch spezielle Instant-Babybreiflocken. Beim Obst können Sie natürlich wieder auf Obstmus setzen, es geht aber auch frisches, fein geriebenes Obst. Besonders gut geeignet sind hierfür Apfel, Banane und Birne.

So wird der Brei zubereitet:

  • Stellen Sie sich 100 Milliliter Wasser, 20 Gramm Vollkorngetreideflocken, 100 Gramm Obstmus und 1 Teelöffel Rapsöl bereit. Geben Sie dann einfach die Getreideflocken in kaltes Wasser, erst aufkochen und dann etwa 3 Minuten weiter köcheln lassen. Bei Instantflocken gilt wieder: Bitte achten Sie auf die Zubereitungsempfehlung auf der Verpackung.
  • Anschließend Getreidebrei mit dem Obst sowie dem Rapsöl vermischen und abkühlen lassen.

Hinweise zur Haltbarkeit

Wenn Sie Ihren Getreide-Obst-Brei in fest verschließbare Schraubgläser oder Plastikbehälter füllen und bei einer Temperatur von -18 Grad im Tiefkühlfach aufbewahren, hält er bis zu sechs Monate. Im Kühlschrank kann der Brei ein bis zwei Tage gelagert werden.

Besser (noch) nicht: Das sollten Sie beachten

Verzichten Sie bei Babybrei auf Salz, da zuviel Salz ihre Nieren belastet. Muttermilch und Gemüse zum Beispiel enthalten von Natur aus Salz. Diese Menge deckt bereits den Bedarf Ihres Babys. Außerdem erhöht zuviel Salz den Blutdruck – und das laut Studien sogar langfristig. Zucker ist ebenfalls ungeeignet und sollte daher nicht für Babybrei verwendet werden.

Honig muss im ersten Lebensjahr unbedingt gemieden werden, da er Bakterien enthalten kann, die für Babys sehr gefährlich sind. Schwer verdauliche und blähende Lebensmittel sowie kleine und harte Bestandteile, wie zum Beispiel Nüsse, sollten in Babynahrung ebenfalls nicht enthalten sein.


Auf Vorrat kochen

So legen Sie sich ganz einfach einen Brei-Vorrat an

Jeden Tag aufs Neue frischen Babybrei kochen? – Kann man machen, muss man aber nicht! Wir zeigen Ihnen, wie Sie einfach größere Mengen Brei kochen und einfrieren können. Von Ihnen vorbereiteter und tiefgekühlter Brei ist übrigens fast genauso fix zubereitet, wie ein Gläschen – mit dem Unterschied, dass Sie genau wissen, was drin ist.

Wer Babys im Breialter hat, sollte unbedingt kleine Marmeladengläser oder Babybreigläser sammeln. Hierin lässt sich selbst gekochter Brei prima einfrieren. Achtung: Gläser nicht zu voll machen, denn das Volumen vergrößert sich während des Gefriervorgangs etwas. Soll ein gefrorenes Gläschen gefüttert werden, erhitzen Sie es im Wasserbad.“

Das brauchen Sie für selbst gemachten Babybrei:

  • Behältnis zum Einfrieren: Gläschen (Breigläschen, kleine Marmeladengläser oder Ähnliches), Eiswürfelbehälter oder Gefrierbehälter aus Silikon
  • Löffel
  • Waage
  • Klebeetikett
  • Brei-Zutaten: Gemüse, verschiedene Getreidesorten, Kartoffeln und Obst, am besten in Demeter-Qualität

Tipps zum Einfrieren kleiner Portionen

Für den Beikost-Start eignen sich kleine Eiswürfelbehälter hervorragend, da Ihr Baby am Anfang nur wenige Löffel Brei isst. Entnehmen Sie einfach nach Bedarf die benötigte Brei-Eiswürfelmenge und erwärmen diese nach dem Auftauen im Wasserbad oder der Mikrowelle. Ein Brei-Eiswürfel entspricht circa 20 Gramm.

Isst Ihr Baby schon etwas mehr, können Sie größere Portionen – etwa 75 Milliliter – auch in Gefrierbehältern aus Silikon einfrieren. Silikon hat den Vorteil, dass sich der gefrorene Babybrei leicht aus der Form lösen lässt.

Haltbarkeit des Breis

Der eingefrorene Babybrei sollte innerhalb von sechs bis acht Wochen aufgebraucht werden. Im Kühlschrank hält er sich gut verschlossen bis zum nächsten Tag. Aufgetauten Babybrei sollten Sie immer innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.

Breivorrat anlegen: So einfach gelingt es

Für das Breikochen benötigen Sie etwas Zeit – am besten starten Sie damit, sobald Ihr Partner mit dem Baby spazieren geht. Für Ihren Breivorrat können Sie die übliche Breimenge einfach verzehnfachen. Für einen einfachen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei werden Gemüse und Kartoffeln im Verhältnis 1:2 verwendet – also doppelt so viel Gemüse wie Kartoffeln.

So funktionierts:

  • Sie benötigen 1 Kilogramm Gemüse (zum Beispiel Brokkoli, Möhren, Kürbis) und 500 Gramm Kartoffeln.
  • Gemüse und Kartoffeln waschen, schälen und klein schneiden.
  • Zutaten mit wenig Wasser in einem Topf oder Dampfgarer weichkochen.
  • Nun gegartes Gemüse und Kartoffeln in eine große Schüssel geben und etwas Kochwasser hinzufügen.
  • Alles gründlich pürieren, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind.
  • Tipp: Ist die Masse zu dick, einfach noch etwas Kochwasser dazugeben.
  • Nun können Sie alles in die vorbereiteten Gefäße abfüllen.
  • Alle Gläschen in einem kalten Wasserbad im Waschbecken schnell abkühlen und die Deckel fest zudrehen.
  • Deckel mit einem Klebeetikett beschriften. Notieren Sie Breisorte, Menge und Herstellungsdatum.
  • Anschließend ins Tiefkühlfach stellen.
Infografik selbst gemachter Babybrei

Babybrei auftauen und erwärmen

Sie können den tiefgekühlten Brei im Wasserbad oder in der Mikrowelle auftauen und erhitzen – wichtig ist, dass er noch einmal richtig heiß wird, um alle Keime abzutöten. Das Auftauen im Kühlschrank und bei Zimmertemperatur ist nicht empfehlenswert, da sich so vorhandene Keime vermehren können. Achten Sie beim Erhitzen in der Mikrowelle darauf, den Brei nach dem Erwärmen gut umzurühren, da er sich sonst nur ungleichmäßig erhitzt. Bevor Sie den Brei füttern, muss er wieder gut abkühlen, damit sich Ihr Baby nicht verbrennt. Testen Sie daher vorab, ob der Brei ungefähr eine Temperatur von 37 Grad Celsius hat.

Breie sollten auf keinen Fall ein zweites Mal aufgewärmt werden, wenn Ihr kleiner Sonnenschein die Portion nicht ganz schafft. Entsorgen Sie etwaige Breireste lieber vorsichtshalber.

Sorgfältige Hygiene ist das A und O

Im ersten Lebensjahr sind das Immunsystem und die Abwehrkräfte Ihres Babys noch nicht vollständig entwickelt. Deshalb passiert es bei kleinen Kindern leichter, dass sie an verunreinigten Lebensmitteln erkranken – Bauchweh und Durchfall können die Folge sein. Besonders gut sind Lebensmittel in Demeter- oder Bio-Qualität für das Bäuchlein Ihres Babys – die Schadstoffbelastung durch Pestizide oder Dünger wird so möglichst gering gehalten.

Darüber hinaus haben wir folgende Tipps:

  • Waschen Sie Ihre Hände vor der Zubereitung des Babybreis gründlich mit Seife und warmem Wasser.
  • Bei der Verarbeitung leicht verderblicher Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch sollte die Kühlkette auf keinen Fall unterbrochen werden.
  • Bereits geöffnete Breie müssen im Kühlschrank gelagert und innerhalb eines Tages aufgegessen werden.
  • Alle Küchenutensilien, die zur Brei-Herstellung verwendet werden, müssen gründlich gereinigt werden.
Das Immunsystem von Babys und Kleinkindern ist noch nicht voll ausgereift. Und besonders auf Magen-Darm-Keime reagieren kleine Kinder empfindlich. Deshalb ist es wichtig, dass Sie in der Küche sehr hygienisch arbeiten. So, wie Sie Trinkflaschen, Sauger und Schnuller auskochen, sollten Sie auch Schneidebretter, Rührschüsseln, Löffel und Küchenmesser nach und gegebenenfalls auch vor Gebrauch gründlich säubern. Insbesondere Arbeitsbretter, die von mehreren Familienmitgliedern benutzt werden und oft nur oberflächlich abgewischt werden, können ein Herd für Keime sein. Tauschen Sie auch Küchenhandtücher und Lappen täglich aus.

Vegetarische Ernährung

Was Sie bei einer vegetarischen Ernährung beachten sollten

Um den sechsten Monat herum neigen sich die Eisenreserven Ihres Babys langsam dem Ende zu – Zeit sie wieder aufzufüllen! Fleisch ist ein super Eisenlieferant und versorgt Ihr Baby außerdem mit Zink und Vitamin B12. Falls Sie eine fleischlose, vegetarische Ernährung Ihres Babys in Betracht ziehen, müssen Sie andere Eisenlieferanten finden. Greifen Sie auf eisenreiche Getreidesorten wie Hirse und Haferflocken zurück. Babys können das Eisen aus pflanzlicher Nahrung schlecht ausnutzen, deshalb ist eine Kombination aus eisenhaltigen und Vitamin-C-reichen Lebensmitteln notwendig. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Kinderarzt darüber, ob eine vegetarische Ernährung für Ihr Kind geeignet ist.

Veganer Babybrei – ja oder nein?

Viele Eltern, die vegan leben, wollen auch ihr Baby so ernähren. Experten raten davon aufgrund des Gesundheitsrisikos für Babys ab. Falls Sie sich entscheiden, Ihr Baby vegan zu ernähren, bedenken Sie bitte: Je mehr Einschränkungen die gewählte Kostform beinhaltet, desto größer ist die Gefahr, dass sie zu einer Fehlernährung und so zu Mangelerscheinungen bei Ihrem Baby führt. Lassen Sie sich auf jeden Fall von Ihrem Kinderarzt beraten!


Trinken

Durstlöscher: Trinken nicht vergessen

Sobald Ihr Baby drei volle Breimahlzeiten am Tag verputzt, ist es an der Zeit, zusätzlich zur Muttermilch auch andere Getränke anzubieten. Wasser eignet sich am besten, doch auch milde, ungesüßte Tees sind ab und an erlaubt.

Kinder benötigen sehr viel mehr Flüssigkeit als wir Erwachsenen. Deshalb sollten Sie stets etwas zu trinken in einem Trink-Lernbecher in Griffweite haben. Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an klares Wasser als Getränk. Bedenken Sie: es hat noch keinen Vergleich und weiß nicht, dass es Apfelsaft überhaupt gibt. Gerade durch das viele Trinken in kleinen Schlucken werden die Zähne der Kinder oft und viel mit der Trinkflüssigkeit umspült. Zuckerhaltige Getränke wären hier fatal, denn sie machen die Zähne kaputt und fördern späteres Übergewicht. Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

Familienessen

Der nächste Schritt: Übergang zum „Familienessen“

In den vergangenen Monaten hat Ihr Baby ziemlich gut Essen gelernt und auch sein kleines Bäuchlein hat die Umstellung von Muttermilch zum richtigen Essen geschafft. Nun ist Ihr Leckerschmecker bereit für Neues – generell ist alles erlaubt, was auf den Familientisch kommt.

Sie brauchen nun auch nicht mehr alles fein pürieren, bieten Sie Ihrem Baby immer mehr stückige Nahrung an und beobachten, was gut klappt und was noch nicht. Unser Tipp: Teilen Sie beim Kochen vor dem Würzen eine Portion für Ihr Kind ab. Denn der Geschmackssinn und das Bäuchlein Ihres Babys sind nur für Mildes gewappnet.


 

 

Keine Zeit zu kochen? Kein Problem – mit Demeter-Babybrei von Holle