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FamilienMomente / 29. September 2020

Darf das Baby im Elternbett schlafen?

Die Frage, wo das Baby schlafen soll, stellen sich viele Eltern. Immer mehr bevorzugen es, wenn ihr Baby bei ihnen im Elternbett schläft. Dabei gibt es einiges zu beachten. Eine gute Alternative zum Elternbett bietet das Beistellbett.

Eltern liegen im Bett mit ihrem Baby

Sicherheit

So schlafen Babys sicher

Viele Eltern wollen Ihr Neugeborenes in Ihrer Nähe wissen – und das auch nachts. Daher werden Kinder häufig im Schlafzimmer der Eltern zu Bett gelegt. Doch nicht nur, um das Kind möglichst in der Nähe zu haben, macht das Sinn: Im Elternschlafzimmer hört das Baby  die Atemgeräusche der Eltern, was einen positiven Einfluss auf seine eigne Atmung hat und ferner ist es für die stillende Mama sehr praktisch, falls der kleine Sonnenschein Hunger hat. Generell können Kinder an vielen Orten gut schlafen. Wichtig ist nur, dass es sicher ist:

  • Babylage: Im ersten Jahr sollte das Baby in der Rückenlage schlafen, um die bestmögliche Atmung zu gewährleisten.
  • Ausstattung: Verwenden Sie anfangs keine Kissen oder Decken, damit es nicht zu einem Hitze- oder Atemrückstau kommt. Ebenso sollten Sie auf Nestchen und Schaffelle im Bett verzichten. Ein guter Schlafsack reicht aus.
  • Schlafplatz: Wo auch immer Ihr Baby schläft, ob im Elternbett, Beistellbett oder Ähnlichem, achten Sie darauf, dass es keinen Kontakt zu Stromkabeln und Steckdosen hat. Das Bett sollte auch nicht zu nah an einer Heizung stehen oder direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Zugluft sollte ebenso vermieden werden und es muss ein rauchfreies Zimmer sein.
  • Temperatur: Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celcius beträgt. Vergessen Sie nicht, das Zimmer auch regelmäßig zu lüften – am besten dann, wenn Ihr Baby sich gerade nicht im Zimmer aufhält.
  • Einschlafrituale: Wichtig für den gesunden Schlaf von Ihrem Baby sind übrigens auch Routinen und Strukturen. Diese können Sie sich durch Einschlafrituale gemeinsam aneignen, lesen Sie hier mehr.

Elternbett

Vor- und Nachteile vom Elternbett

Wenn es Ihnen nicht ausreicht, dass Ihr Kind „nur“ bei Ihnen im Zimmer schläft, gibt es auch die Möglichkeit, dass Ihr Nachwuchs direkt bei Ihnen im Bett schläft. Das kann Vorteile, aber natürlich auch Nachteile haben. Zudem müssen Sie schauen, was zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Manche Babys schlafen besser allein, andere eher bei den Eltern.


Vorteile

  • Stillen: Liegt Ihr Kind bei Ihnen im Bett, erleichtert dies das Nachts-Stillen, was letztlich auch das kindliche Wohlbefinden fördert.
  • Schlafphase: Babys, die im Elternbett schlafen, wachen nachweislich seltener auf und sind auch kürzer wach. 
  • Reaktion: Sollte Ihr Baby im Schlaf wach werden, zum Beispiel wenn es hustet oder weint, können sie schneller darauf reagieren.

Nachteile

  • Raucher: Wenn Sie oder Ihr Partner Raucher sind, sollten Sie Ihr Kind nicht zu sich ins Bett nehmen, da dies die Gefahr des Plötzlichen Kindstodes erhöht.
  • Geräusche: Die Geräusche und Bewegungen der Eltern können das Baby aufwecken beziehungsweise wachhalten, wodurch es dann nur sehr schlecht oder gar nicht schläft.
  • Schlaf der Eltern: So wie das Baby durch die Eltern vom Schlafen abgehalten werden kann, ist dies andersherum auch möglich: Ihr Baby bewegt sich, boxt und tritt und kann sie dadurch vom Schlafen abhalten.
  • Gewohnheit: Das Baby kann später Umstellungsschwierigkeiten haben, wenn es dann im eigenen Bett schlafen soll.
  • Sexleben: Ein Baby im Bett hat natürlich Auswirkungen auf Ihr Liebesleben – spontaner Sex oder Sex allgemein in der Nacht ist dann einfach nicht mehr umsetzbar.

Was es beim Elternbett zu beachten gibt

Es gibt Situationen, in denen Ihr Baby nicht im Elternbett schlafen sollte:
  • Ihr Kind ist ein Frühchen oder hatte bei der Geburt ein sehr geringes Gewicht.
  • Babys sollten niemals allein im Ehebett schlafen.
  • Babys und ältere Kinder oder Haustiere nicht gemeinsam schlafen lassen.
  • Wenn Sie oder Ihr Partner Alkohol, Drogen oder Medikamente nehmen, sollten Sie ebenfalls auf das Co-Sleeping verzichten.

So schaffen Sie in Ihrem Bett die beste Schlafumgebung für Ihr Kind:

  • Achten Sie auf eine harte Matratze und vermeiden Sie Ritzen oder Spalten, in die das Baby rutschen könnte. Ziehen Sie das Bettlaken straff über die Matratze.
  • Behalten Sie so wenig Kissen wie möglich im Bett und nehmen Sie keine Kuschel-/Stofftiere mit.
  • Legen Sie das Baby neben die Mutter und nicht zwischen die Eltern. Untersuchungen haben gezeigt, dass Väter oft tiefer schlafen und das Kind somit durch die Schlafposition gefährdet sein kann.
  • Um Stürze aus dem Bett zu verhindern, sollte das Bett ausreichend gesichert werden.

Beistellbett

Vor- und Nachteile vom Beistellbett

Am sichersten schlafen Babys in Ihrem eigenen Bett. Eine gute Alternative zwischen Babybett/Stubenwagen und Elternbett stellt das Beistellbett dar. Hierbei handelt es sich um eine Art halbes Babybett, dass am Elternbett angedockt wird. So ist das Kind nah bei Mama und Papa, schläft aber doch in seinem eigenen Bett. Geborgenheit und Nähe sind also immer noch möglich.

Vorteile

  • Nähe: Mit der offenen Seite ans Elternbett gestellt, ermöglicht das Beistellbett, dass das Baby ganz in der Nähe der Mutter schläft und erleichtert auch das nächtliche Stillen.
  • Größe: Beistellbetten sind meist größer als Stubenwagen oder Babybetten, wodurch das Kind länger in ihnen schlafen kann.
  • Variabilität: Die Beistellbetten sind meist sehr variabel. Neben einer fast immer vorhandenen Höhenverstellbarkeit kann man manche Exemplare auch leicht zu einem normalen Bett umbauen. Zudem gibt es mitwachsende Betten. So muss kein neues Bett angeschafft werden, wenn das Kind älter wird.
  • Atmung: Schläft Ihr Kind in einem Beistellbett, statt mit Ihnen im Elternbett, ist die Gefahr, dass es unter die Decke rutscht, geringer. Dadurch kommt es auch nicht zu Beeinträchtigungen der Atmung.

Nachteile

  • Befestigung: Achten Sie auf eine sichere Befestigung am Elternbett. Es sollte keine Lücke zwischen den Betten bestehen.
  • Fehlende Enge: Dadurch, dass die Beistellbetten zu einer Seite offen sind und auch größer als beispielsweise ein Stubenwagen, empfindet das Baby weniger die Nähe und Geborgenheit, die es aus der Gebärmutter kennt.

Fazit

Letztlich gibt es nicht den einen wahren Schlafplatz. Klar, dürfen Babys auch im Elternbett, Beistellbett oder im eigenen Bett schlafen, wenn einige Dinge beachtet werden. Bei der Entscheidung, wie und wo das Baby schlafen soll, ist es aber vor allem wichtig, dass Sie herausfinden, was für Sie am besten umsetzbar ist und natürlich, womit Sie sich am wohlsten fühlen. Vielleicht starten Sie mit dem gemeinsamen Schlafen im Elternbett und entscheiden sich dann doch im Laufe der Zeit um. Oder Ihr Baby liegt zuerst im Beistellbett und zieht dann doch zu den Eltern um. Wägen Sie individuell ab und probieren Sie auch ruhig verschiedene Varianten aus.  

Erfahrungsberichte von Eltern rund ums Thema Baby können Sie sich in unserem FamilienMomente-Podcast anhören.