Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
FamilienMomente / 04. September 2020

Beikost: alles über Babys erste Löffel erfahren

Zugegeben, bei den ersten Versuchen landet wahrscheinlich ein Großteil des liebevoll vorbereiteten Karottenbreis an der Wand anstatt in Babys Mund. Aber keine Sorge: Übung macht den Meister! Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, wie die Umstellung funktioniert.

Baby beim Essen

Umstellung

Ab wann bekommen Babys ihre erste Beikost?

Viele Eltern fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt für die Umstellung auf Beikost gekommen ist. Ernährungsexperten raten auf jeden Fall bis zum 5. Monat Milch zu füttern und erst danach eine Umstellung vorzunehmen. Letztlich ist der Zeitpunkt aber individuell unterschiedlich. In der Regel lernen Kinder etwa zwischen dem 5. und 7. Monat, wie sie den Brei schlucken müssen.

Schieben Babys die Zunge beim Saugen an der Brust oder der Flasche nach vorne, so müssen sie sie von nun an beim Essen von Beikost am Gaumen nach hinten schieben. Hat Ihr Baby diese Fähigkeit noch nicht erlernt, fällt es ihm schwer, das Essen im Mund zu behalten.

Gehen Sie bei der Umstellung auf jeden Fall auf die Bedürfnisse Ihres Kindes ein. Es bringt nichts, wenn Sie einen fixen Plan haben, wann Sie was füttern möchten und wann Sie umsteigen. Jedes Kind ist individuell: Die einen möchten vielleicht bereits frühzeitig abgestillt werden, anderen hingegen gelingt die Gewöhnung an die Beikost schwerer.


Ernährung

Welche Beikost eignet sich für welches Alter?

Jedes Nahrungsmittel eignet sich letztlich als Beikost, egal ob Obst und Gemüse, Kartoffeln oder Fleisch und Fisch – in pürierter oder gestampfter Form lässt sich alles auch schon im Säuglingsalter essen. Sinnvoll ist es, mit reinem Gemüsebrei zu beginnen. Erst wenn dies gut läuft, können Sie nach und nach auch andere Breiarten ausprobieren.


Alter des Kindes

Art des Breis

ab dem 7. Monat

Gemüsebrei (erst allein, später auch mit Kartoffeln, dann Fleisch ergänzen, zuletzt auch Fisch möglich)

ab dem 8. Monat

zusätzlich Milch-Getreide-Brei (später kann dann auch püriertes Obst gefüttert werden)

ab dem 9. Monat

zusätzlich Obst-Getreide-Brei (immer auch Wasser als Getränk dazugeben)



Richten Sie sich bei den Zutaten nach Ihrem Säugling. Pastinakenbrei ist allgemein sehr beliebt und funktioniert immer gut. Danach können Sie einfach verschiedene Gemüse wie Karotten, Brokkoli oder Blumenkohl testen und schauen, welche Gemüsesorten Ihrem Kind am besten schmecken. Probieren Sie dies mit allen Zutaten aus – egal, auf welcher Beikost-Stufe Sie gerade sind.
Mehr zu den verschiedenen Phasen der Ernährungsumstellungen finden Sie hier.


Tipps für den Anfang

Wie fängt man richtig an mit Beikost?

Ab etwa dem 6. Lebensmonat reichen Ihrem Baby nur die Nährstoffe aus der Milch für seine Entwicklung meist nicht mehr aus. Dann wird es Zeit auf Beikost umzustellen. Dies sollte jedoch nicht komplett von heute auf morgen passieren, sondern in kleinen Schritten:

  • Ersetzen Sie anfangs die Mittagsmilch, danach die Abendmilch. Als letztes sollten Sie das Frühstück umstellen.
  • Führen Sie immer nur eine neue Zutat ein.
  • Bei der Einführung von Fleisch sollten Sie mit verdaulichem Huhn beginnen, das auch geschmacklich sehr mild ist.
  • Bei Obstbrei sollten Sie auf ein zusätzliches Süßen verzichten.
  • Vermeiden Sie auf schwer verdauliche Zutaten wie Kohl, Linsen oder Paprika.
  • Auch Rohkost sollten Sie erst einmal nicht füttern, sondern alles gut durchkochen.
  • Verwenden Sie keine Gewürze und salzen Sie nicht.
  • Lassen Sie im ersten Lebensjahr Honig vom Speiseplan Ihres Kindes.
  • Denken Sie an ausreichend Flüssigkeit für Ihr Baby. Reichen Sie ihm stets etwas zu trinken.
  • Wärmen Sie Brei nie mehrfach auf.
Zu Beginn der Beikost-Einführung braucht Ihr Kind nur wenige Löffel Brei. Damit Sie nicht jedes Mal aufs Neue das Gemüse einkochen müssen, ist es sinnvoll eine größere Menge Gemüsebrei zu kochen und kleine Portionen, z. B. in Eiswürfelformen, einzufrieren. Dann kann die gewünschte Menge nach Bedarf im Wasserbad aufgetaut werden. Judith Fuchs

Anpassung des Stuhlgangs

Wie verändert sich Babys Stuhlgang?

Wenn Eltern bei ihren Kindern die Beikost einführen, ändert sich auch der Stuhlgang. Denn der Darm des Kindes macht nun ebenso eine Umstellung durch. Der Stuhlgang wird sowohl vom Geruch als auch von der Farbe her anders und es ist erkennbar, dass neue Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

Da Brei von der Konsistenz her fester ist als Mutter- oder Flaschenmilch, ist es ganz natürlich, dass auch der Stuhlgang fest und dunkler wird und auch strenger riecht. All das sind normale Entwicklungen und kein Grund, besorgt zu sein.

Um Verstopfungen vorzubeugen, ist es wichtig, dass Ihr Kind auch immer genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Doch auch mit der Wahl der Lebensmittel können Sie die Festigkeit des Stuhls beeinflussen. Wenn Sie Pflaumenmus, Apfel oder Birne füttern, gelingt eine bessere Verdauung bei Ihrem Kind und der Stuhl wird flüssiger. Ist dieser hingegen zu flüssig, können Sie mit Banane wieder für festeren Stuhlgang sorgen.


Brei zubereiten

Was muss bei der Zubereitung beachtet werden?

Wenn Sie den Brei selbst zubereiten möchten, gibt es einiges zu beachten. Am besten verwenden Sie nur Bioprodukte, hier können Sie unbesorgt sein, da diese frei von Pestiziden sind. Achten Sie darauf, dass Sie immer frisches Gemüse zubereiten, so bleiben die Vitamine erhalten.

Es ist auch ratsam, größere Mengen vorzukochen und diese dann portionsweise einzufrieren. So haben Sie immer etwas auf Vorrat und können auch kurzfristig etwas für Ihren Schatz aufwärmen.

Übrigens ist auch Tiefkühlgemüse eine Option, da es gleich nach der Ernte schockgefrostet wird. So kann der Verlust von Vitaminen verhindert werden.

Tolle Brei-Rezepte finden Sie auch in unserer Rezeptsuche.

Selbst zubereiten oder fertig kaufen?

Babybrei können Sie aber nicht nur selbst zubereiten, sondern, wenn es schnell gehen muss, auch fertig zubereitet kaufen. Beides hat seine Vorteile. Entgegen einer häufig geäußerten Meinung ist das Essen aus dem Glas nichts Schlechtes, denn hier herrschen hohe Qualitätsstandards und die Inhaltsstoffe werden stark kontrolliert. Insgesamt ist die Fertignahrung teurer als selbst zubereiteter Brei, die Sie noch dazu gut vorportionieren können. Wenn Sie gern und häufig kochen, ist auch ein Babybrei schnell gemacht und bedarf keiner weiteren Mühen.

Nach dem ersten Lebensjahr oder wenn Ihr Kind langsam Interesse an fester Nahrung zeigt, können Sie dann vom Brei zur Familienkost umsteigen. Unsere Tipps zum erfolgreichen Umstieg finden Sie hier.


Erinnerungen schaffen

Klecker-Künstler als Fotomotiv

Steckt in Ihrem kleinen Sonnenschein der nächste Picasso oder Chagall? Die Beikost-Zeit wird es zeigen, denn jetzt ist farbenfrohe Kleckerkunst angesagt! Natürlich können Sie den bunten Flecken mit Gallseife, Waschmittel und Co. die Stirn bieten. Aber sicher merken Sie bald, dass der Kampf gegen die Breispuren schier unendlich scheint. Warum also nicht das Beste daraus machen? Gerade die ersten Gemüsebreie aus Karotte, Kürbis oder Spinat hinterlassen beeindruckende Spuren auf Lätzchen und Stramplern.

Sie brauchen:

  • Kamera
  • Lätzchen
  • einen schönen Bilderrahmen

So gehts:

Die erste Mahlzeit Ihres Kindes bereitet wahnsinnig viel Spaß beim Zuschauen! Auf einmal gibt es neue, aufregende Geschmäcker, die Ihr kleiner Liebling natürlich genau erforschen will. Löffel in die Hand und schon kann es losgehen. Halten Sie diesen großen Moment mit der Kamera fest. Nicht nur das erstaunte Gesicht Ihres Babys, sondern auch die Folgen, die das Festmahl hinterlässt.

Natürlich können Sie Ihr Kind auch füttern, aber selbst zu essen fördert die Autonomie und gefällt Ihrem kleinen Entdecker bestimmt viel besser. Üben Sie sich in Gelassenheit und lassen Sie sich von der kindlichen Freude mitreißen.
Die Breischlacht hat ihre Spuren auf dem Boden, dem Lätzchen und auf Ihrer Kleidung hinterlassen? Auch diese Flecken verewigen Sie auf Fotos.

Daraus gestalten Sie eine schöne Collage zur Erinnerung an den allerersten Löffel Brei. Und in ein paar Jahren können Sie sich mit Ihrem mittlerweile großen Esser über die Fotos amüsieren und in Erinnerungen schwelgen.