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FamilienMomente / 23. Juli 2020

Babyschwimmen: Tipps für den Badespaß

Im Wasser lernt Ihr Kind seinen fast schwerelosen Körper noch einmal ganz anders kennen. Das ist für die meisten Babys ein Riesenspaß – und Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes hautnah dabei.

Vater mit Baby unter Wasser
© Blend Images - Erik Isakson / Getty Images

Zeitpunkt

Ab wann mit dem Babyschwimmen beginnen?

Viele Babys sind ganz fasziniert von Wasser und freuen sich gerade im Sommer darauf, im kühlen Nass eine Runde zu planschen. Sie fühlen sich dann schwerelos und gleichzeitig geborgen – wie im Mutterleib. Aber ab wann sind die Kleinen bereit für ihr erstes großes Schwimmerlebnis? Dafür ist nicht nur das Alter des kleinen Sonnenscheins entscheidend, sondern auch vor allem seine Entwicklung. Orientieren können Sie sich vor allem an folgenden Punkten:

  • Ihr kleiner Sonnenschein sollte mindestens etwa drei Monate alt sein.
  • Er sollte bereits seinen Kopf recht stabil selbst halten können.
  • Wenn Ihr Baby als Frühchen auf die Welt gekommen ist, warten Sie lieber etwas länger. Die Kleinen sind meist noch etwas kälteempfindlicher.
  • Schauen Sie beim ersten Versuch, ob Ihr Kind sich wohlfühlt. Wenn es sehr ängstlich reagiert, probieren Sie es lieber zu einem späteren Zeitpunkt noch mal.

Vorteile

Darum ist Babyschwimmen sinnvoll

Es ist nicht nur so, dass viele Babys ihre Schwimmerlebnisse in vollen Zügen genießen und dabei richtig viel Spaß haben, es gibt auch noch weitere Vorteile. Sicher ist auf jeden Fall, dass durch das Babyschwimmen die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt wird. Sie erleben zusammen ein kleines und vor allem inniges Abenteuer. Ihr Baby hat direkten Hautkontakt zu Ihnen und spürt, dass ihm in Ihrer Nähe nichts passieren kann. Das Vertrauen wächst und bestimmt fühlt sich Ihr Sonnenschein bald pudelwohl im Becken.

Darüber hinaus lernt Ihr Kind aber auch völlig neue Bewegungsmöglichkeiten kennen. Durch die Leichtigkeit im Wasser kann es viele neue Bewegungen unbeschwert ausprobieren. Es ist zwar nicht bewiesen, dass das einen Effekt auf die kindliche Motorik hat, aber möglicherweise fällt den kleinen Wasserratten so später das Erlernen des Schwimmens leichter. Immerhin gewöhnen sie sich früh ans Wasser und können positive Emotionen damit verbinden.


Risikofaktoren

Wann ist Babyschwimmen bedenklich?

Babyschwimmen macht sowohl den Eltern als auch den Babys meist großen Spaß. Allerdings gibt es auch Risikofaktoren, über die man sich im Voraus informieren sollte.

Tauchen: nicht sicher, wie lange Atemanhalte-Reflex vorhanden ist

Das Babytauchen gehört in vielen Kursen fest zum Programm. Die Kleinen werden dabei kurz unter Wasser getaucht, mit der Idee, dass die Angst vor Wasser reduziert und der Selbstrettungsinstinkt gesteigert werden soll.

Vor allem Kinderärzte warnen aber vor dieser Methode. Kinder werden zwar mit einem Atemanhalte-Reflex geboren, durch den sie zunächst geschützt sind, es ist aber sehr unterschiedlich, wie lange dieser Schutzreflex tatsächlich vorhanden ist. Wenn Babys ohne diesen Reflex am Babytauchen teilnehmen, besteht immer die Gefahr, dass sie Wasser verschlucken oder sogar ertrinken.

Häufiger Infektionen

Des Weiteren kommt es bei Kindern, die an Babyschwimmkursen teilnehmen, vor allem im ersten Lebensjahr häufiger zu Infektionen. Das liegt daran, dass die Kleinen während des Schwimmens gerne mal größere Mengen Wasser schlucken und somit Viren und Bakterien aufnehmen.

Das Risiko für Asthma kann durch die Teilnahme an Babyschwimmkursen steigen. Diese Risiken sind natürlich von der Entwicklung Ihres kleinen Sonnenscheines sowie eventuellen familiären Vorerkrankungen ganz individuell abzuwägen. Am besten sprechen Sie vor der Teilnahme mit Ihrem Kinderarzt darüber.


Ablauf

Babyschwimmen – wie läuft das ab?

Es ist soweit – Sie und Ihr kleiner Sonnenschein freuen sich auf das gemeinsame Schwimmerlebnis. Aber wie genau läuft so ein Babyschwimmkurs eigentlich ab?

Die Eingewöhnung

Wie auch bei anderen Ausflügen ins Schwimmbad geht es vor dem Planschen erst einmal für alle unter die Dusche, um Fett und Schweiß abzuspülen. Dann kann der Spaß beginnen. Manche Kinder fühlen sich direkt pudelwohl, andere müssen sich erst noch an die neue Situation gewöhnen.

Wenn Ihr kleiner Sonnenschein sich aber gar nicht wohlfühlen sollte, anfängt zu quengeln oder sogar zittert, sollten Sie es fürs Erste gut sein lassen. Sobald sich Ihr Kind mit der neuen Umgebung angefreundet hat, kann der Kurs beginnen.

Übungen und Techniken

Dabei sollen vor allem die Eltern lernen, wie sie Ihr Baby sicher im Wasser halten können. Es gibt unterschiedliche Grifftechniken, die Sie erlernen können. Des Weiteren wird in den Kursen meist viel gespielt, gesungen und sich auch untereinander ausgetauscht.

In manchen Kursen gehört das Babytauchen dazu. Informieren Sie sich vorab darüber und geben Sie Ihrem Kursleiter Bescheid, ob Sie und Ihr Baby daran teilnehmen möchten. Grundsätzlich sollen die kleinen Wasserratten Spaß am neu entdeckten Element finden. Daher ist das Babytauchen auch freiwillig.

Je nach Anbieter, Kursleiter und Gruppengröße dauern die Kurse im Schnitt zwischen 30 und 45 Minuten und finden ungefähr zehnmal statt.


Checkliste

Das sollten Sie mitnehmen: unsere Packliste

Sie sind bereit für Ihr Babyschwimm-Erlebnis. Aber was sollten Sie eigentlich alles dafür mitnehmen? Mit unserer praktischen Packliste haben Sie alles Wichtige dabei.

  • Schwimmwindel: Natürlich braucht Ihr kleiner Sonnenschein auch das passende Schwimmoutfit. Eine Schwimmwindel ist dafür ideal. Sie haben bei dabei die Wahl zwischen der Einwegvariante oder der wiederverwendbaren Variante aus Textil. Die Schwimmwindel sorgt dafür, dass das große Geschäft nicht im Wasser landet und schützt außerdem Babys Po vor Unebenheiten auf Sitzflächen.
  • Vertrautes Badespielzeug: Gerade für die ersten Male im Schwimmbad ist es ratsam, ein vertrautes Babyspielzeug dabei zu haben. So fühlt sich Ihr Baby gleich sicherer.
  • Bademantel oder Kapuzenhandtuch: Damit der kleine Sonnenschein nach dem Schwimmen nicht auskühlt, sollten Sie ihn direkt in einen warmen und kuschligen Bademantel oder Kapuzenhandtuch wickeln.
  • Babycreme: Im Anschluss an eine gemeinsame Dusche freut sich die sensible Babyhaut über eine Extraportion Pflege und Feuchtigkeit. Babycremes erfüllen genau diese Bedürfnisse.
  • Fläschchen: Nach dem anstrengenden Badespaß sind die Kleinen meist hungrig und durstig. Wenn Sie nicht mehr stillen, sollten Sie daher immer ein Fläschchen und vielleicht auch einen kleinen Snack einpacken.
  • Wechselkleidung und Windeln: Nach dem vielen Wasser freut sich Ihr Baby auf eine frische, trockene Windel sowie Kleidung. Besonders an kühlen Tagen empfiehlt sich auch eine Mütze.
  • Sonnenschutz: Wenn Ihr Babyschwimmkurs im Sommer und vielleicht sogar im Freibad stattfindet, sollten Sie unbedingt an UV-Schutzkleidung inklusive eines Sonnenhuts und, ab einem Jahr, an spezielle Kindersonnencreme denken.
  • Wasserdichte (Einweg-)Kamera: Wenn Sie das kleine Abenteuer mit Ihrem Baby für die Ewigkeit festhalten möchten, darf eine wasserdichte Kamera nicht fehlen – vorausgesetzt natürlich, Sie gehen zu dritt zum Babyschwimmen.

Checkliste zum Herunterladen

Laden Sie sich am besten gleich unsere Checkliste herunter und drucken Sie sich diese aus.


Wichtig zu wissen

Darauf sollten Sie beim Babyschwimmen achten

Jetzt sind Sie eigentlich schon ganz gut auf die neue Erfahrung vorbereitet. Trotzdem gibt es noch ein paar wichtige weitere Punkte, die Sie nicht aus dem Blick verlieren sollten.

  • Mittagshitze meiden: Vor allem wenn Ihr Schwimmkurs im Sommer draußen stattfindet, sollten Sie die Mittagshitze meiden und sich auch sonst mit Ihrem Baby immer im Schatten aufhalten.
  • Die richtige Wassertemperatur: Die Temperatur des Wassers sollte mindestens 32 Grad Celsius betragen. Außerdem sollte der Unterschied zwischen der Wasser- und Lufttemperatur nicht allzu groß sein.
  • Gründlich Abtrocknen: Selbst im Sommer bei warmen Temperaturen ist es wichtig, dass Sie Ihr Baby nach dem Baden schnell und gründlich abtrocknen und die Kleidung wechseln.
  • Dauer des Schwimmens: Auch wenn die kleinen Entdecker die neue Erfahrung richtig genießen und jede Menge Spaß am Planschen zeigen, sollten Sie maximal 30 Minuten am Stück im Wasser bleiben.
  • Aufmerksamkeit: Lassen Sie Ihr Baby nie aus den Augen. Kleinkinder bis zum Alter von drei Jahren können sich zudem nicht selbstständig aufrichten und auch eventuelle Gefahren nicht einschätzen.
  • Gründliche Reinigung: Waschen Sie Ihren kleinen Sonnenschein nach dem Badetag mit klarem Wasser. Dadurch wird die zarte Babyhaut von Chlor, Staub und Schmutz befreit und vor Hautreizungen geschützt.

Ausklang

Ein krönender Abschluss: entspannen und kuscheln

Sie haben so viel Spaß beim gemeinsamen Babyschwimmen – dann darf ein krönender Abschluss nicht fehlen. Genießen Sie nicht nur die Zeit im Wasser zusammen, sondern auch danach. Duschen Sie sich warm ab, ziehen Sie Ihrer Wasserratte die Schwimmwindel aus und machen Sie es sich mit weichen Handtüchern auf einer Liege gemütlich. Jetzt sind Entspannung und noch mehr Kuscheln angesagt. Wer möchte, cremt die zarte Babyhaut ein. Außerdem ist nun bestimmt der richtige Moment für eine Stillpause, einen Snack oder ein Fläschchen. Schwimmen macht schließlich hungrig.

Unser Tipp

Ihr Partner oder eine Freundin hat tolle Fotos geschossen? Dann stellen Sie doch aus den Bildern ein Wasserspaß-Fotoalbum zusammen oder verschicken Sie gedruckte Postkarten an Oma und Opa. So lassen Sie all Ihre Lieben an Ihrem kleinen Abenteuer teilhaben.