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Trendcheck / 30. Dezember 2018

Zuckerfreie Ernährung – sinnvoll oder nicht

Wir können unsere Ernährung anhand zahlreicher Trends ausrichten. Seit einiger Zeit schwören immer mehr Menschen auf den Verzicht von Zucker. Das soll zu Gewichtsabnahme, einem besseren Lebensgefühl oder sogar mehr Attraktivität führen. In unserem „Trendcheck” gehen wir den wichtigsten Fragen zum Thema zuckerfreie Ernährung auf den Grund.

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Ist Zucker wirklich der weiße Teufel?

Infografik: Wie viel Zucker steckt wo drin?

Dazu muss zunächst mal gesagt werden: Zucker ist nicht gleich Zucker. Dass der Zucker in Schokolade und Softgetränken nicht wirklich gesund ist, das weiß mittlerweile fast jedes Kind. Doch Zucker steckt ganz natürlich in vielen nährstoffreichen Lebensmitteln wie Bananen, Datteln oder anderen Früchten. Hier kann der Fruchtzucker als Energiequelle dienen, auf die vor allem sportlich aktive Menschen nicht verzichten sollten. Zuckerfreie Ernährung – dabei geht es deshalb in erster Linie um bewussten Konsum und darum, versteckte Süße weitestgehend vom Speiseplan zu streichen.

Was sagt die Wissenschaft?

Vom absoluten Horror-Szenario („Zucker macht uns zu Junkies!“) bis hin zur Ehrenrettung („Zucker hat einen zu Unrecht schlechten Ruf“): Wissenschaftler teilen unterschiedliche Meinungen zum Thema zuckerfreie Ernährung. Für viele gilt Zucker als „Schurke“ unter den Nährstoffen. Vor 20 Jahren war das noch das Fett – etwas, das heute viele seriöse Ärzte und Wissenschaftler komplett anders sehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Konsum von Zucker auf maximal 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu beschränken. Eine erwachsene Frau, deren Kalorienbedarf im Schnitt bei 2.000 Kalorien liegt, dürfte um die 50 Gramm Zucker am Tag zu sich nehmen. Experten von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) meinen hingegen: „Ernährungsempfehlungen sollten sich nicht allein auf ein Lebensmittel konzentrieren, sondern die Kombination im Blick haben.“

Verliere ich durch zuckerfreie Ernährung automatisch Gewicht?

Zucker hat extrem viele Kalorien, genauer gesagt 387 auf 100 Gramm. Wer ihn weglässt, nimmt natürlich ab. Wie viel ist jedoch vom allgemeinen Gesundheitszustand, Ausgangsgewicht und von der Fitness abhängig. Doch gerade wer viel Sport treibt, benötigt Zucker als Energielieferanten, etwa in Form von Kohlenhydraten.

Ist denn komplett zuckerfrei überhaupt möglich?

Zucker landet nicht nur via Löffel in unseren Kaffee, er kann sich auch geschickt verstecken. Die wirkliche Herausforderung beim Zuckerverzicht besteht deshalb auch darin, auf den verborgenen Zucker zu achten. Am einfachsten gelingt dies, indem man selbst seine Mahlzeiten zubereitet. Wer das nicht immer schafft, der sollte achtsamer im Alltag mit Zucker umgehen oder schrittweise auf ihn verzichten. Als Anfang tut’s auch schon ein Löffel weniger Zucker im morgendlichen Kaffee.

Fazit

Zucker als gesund zu bezeichnen, wäre falsch. Ihn komplett vom Speiseplan zu streichen, muss dennoch nicht sein. Wie so oft gilt jedoch: die Dosis macht das Gift – und zwar bei jedem Lebensmittel. Die komplett zuckerfreie Ernährung ist zudem extrem schwierig und zeitintensiv, kann sich aber vor allem für jene lohnen, die Gewicht verlieren möchten.