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Trendcheck / 20. Februar 2019

Paleo – essen wie ein Steinzeitmensch

Bei Paleo kommt das auf den Teller, was bereits die Steinzeitmenschen aßen. Also Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und Eier. Nicht erlaubt sind hingegen Getreideprodukte, Milch, Hülsenfrüchte und Zucker sowie verarbeitete Lebensmittel. In diesem Trendcheck erklären wir, was das Ernährungskonzept ausmacht.

Paleo
© jeffbergen / E+ / Getty Images

Paleo – was heißt das überhaupt?

Paleo leitet sich von „Paläolithikum” ab. Das ist der fachsprachliche Ausdruck für die Altsteinzeit. Also die längste Phase in der Geschichte der Menschheit. Sie kennzeichnet sich durch das Erscheinen der ersten Menschen: der Homo Sapiens.

Der Speiseplan dieser Menschen bestand aus wenigen Lebensmitteln. Zucker, Fertigprodukte und künstliche Geschmacksverstärker kannten die Höhlenbewohner nicht. Sie aßen, was sie von den Bäumen pflückten, aus dem Fluss fischten und mit dem Speer erlegten.

Was darf bei der Paleo-Ernährung im Einkaufswagen landen?

Obst war in der Altsteinzeit eine wichtige Vitaminquelle. Natürlich kannten die Urzeitmenschen in unseren Breitengraden keine Tropenfrüchte wie Bananen oder Ananas. Sie aßen zum Beispiel Beeren, die sich leicht von den Büschen pflücken ließen. Außerdem spielte natürlich eine Rolle, dass keine Obstsorte ganzjährig verfügbar war. Der Speiseplan richtete sich damit also nach der Saison. Für uns heißt das: bitte am regionalen Obstkorb bedienen!

Beim Gemüse dürfen Paleo-Anhänger ordentlich zugreifen. Am besten als Rohkost oder sanft gedünstet genießen. Kartoffeln und Reis sind zwar Naturprodukte, aber nur bedingt Bestandteil der Paleo-Ernährung. Beides kannten unsere Urahnen nicht. In der Steinzeit gab es noch keinen Ackerbau, Kartoffel- und Reispflanzen waren daher noch nicht kultiviert.

Fleisch war bei den Steinzeitmenschen eine Besonderheit und wurde deswegen nicht täglich serviert. Vegetarier haben es beim Paleo nicht gerade leicht. Sie müssen auf alternative Proteinquellen wie Nüsse zurückgreifen.

Auch Fisch ist ein wichtiger Bestandteil der Paleo-Ernährung. Er kann roh, gekocht oder gegrillt gegessen werden. Aber auf keinen Fall paniert oder frittiert. Auch Eier stehen auf dem Paleo-Speiseplan. Die Steinzeitmenschen plünderten noch Vogelnester. Wir können zum Glück unsere Hühnereier bequem im nächsten Laden kaufen.

Welche Lebensmittel schließt die Paleo-Ernährung aus?

Das Konzept Paleo schließt alle verarbeiteten Lebensmittel aus. Für das Frühstück bedeutet das:

  • kein Brot,
  • keine Brötchen und
  • kein Müsli.

Für das Mittagessen sind

  • Nudeln,
  • Reis und
  • Kartoffeln tabu.

Es sollte also viel Gemüse auf den Teller kommen. Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Quark kannten die Menschen noch nicht. Damit sind diese Lebensmittel nicht Paleo-konform. Fast Food und Süßigkeiten stehen ebenfalls auf der roten Liste. Wer es süß mag, verwendet am besten naturbelassenen Honig. Wildbienen und ihre mit Honig gefüllten Waben gab es bereits in der Steinzeit.

Für wen eignet sich die Paleo-Ernährung?

Kein Zucker, Alkohol und Kohlenhydrate: das klingt zunächst gesund. Aber: Wer sich für die Paleo-Ernährung entscheidet, sollte nicht das Ziel haben, eine Diät zu machen. Paleo-Verfechter sind überzeugt, dass die steinzeitliche Ernährungsweise Krankheiten wie Diabetes, Rheuma, Herz-Kreislauferkrankungen, Darmleiden und Krebs vorbeugen kann. Dafür gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg.


Fazit

Das Ernährungskonzept Paleo ist nicht unbedingt als Diät gemeint, sondern als langfristige Ernährungsumstellung. Es gilt: regional, saisonal und natürlich zu essen. Kohlenhydrate kommen nur sehr reduziert im Speiseplan vor. Diese sind aber ein wichtiger Baustein einer ausgewogenen Ernährung.