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Super 6 / 06. März 2019

Sechs regionale Spezialitäten aus Deutschland

Die deutsche Küche hat verschiedene regionale Spezialitäten zu bieten – von klassischer Hausmannskost bis hin zu leckerem Gebäck. So prägt jedes Bundesland eine andere kulinarische Besonderheit. Wir stellen hier sechs von ihnen vor.

Gedeckter Tisch

1. Baden-Württemberg

Infografik: sechs regionale Spezialitäten aus Deutschland

Die Maultasche ist eine typische regionale Spezialität aus Schwaben. Dabei handelt es sich um quadratische Taschen aus Nudelteig – ähnlich wie italienische Ravioli. Diese sind verschieden befüllt. Etwa mit Hackfleisch, Bratwurstfüll oder Spinat und Petersilie. Die Schwaben essen Maultaschen vor allem an Ostern – am Gründonnerstag und am Karfreitag. Der Legende nach haben Zisterziensermönche aus Heilbronn das Gericht erfunden. Während der Fastenzeit wollten sie nicht auf Fleisch verzichten und versteckten es unter Teig. Deswegen sind Maultaschen auch als „Herrgottsbscheißerle“ bekannt.

2. Bayern

Bayern hat diverse regionale Spezialitäten zu bieten. Eine von ihnen: Weißwurst mit süßem Senf und Brezeln. In der Regel kommt im südlichsten Bundesland Deutschlands das Weißwurstfrühstück vor zwölf Uhr mittags auf den Tisch. Traditionell besteht die Wurst aus Kalbsfleisch. Und wie das so ist mit traditionellen Gerichten, auch zur Kreation dieser Spezialität gibt es eine Legende. Ein Wirt wollte zum Frühschoppen eigentlich Bratwurst zubereiten. Hatte aber anstatt zarter Schafsdärme nur noch Schweinsdärme da, die er mit dem Fleisch befüllte. Weil er Sorge hatte, dass die Würste beim Braten platzten, ließ er sie in warmem Wasser sieden. Auch heute noch muss die Weißwurst vor dem Verzehr aus dem Darm „gezuzelt“ werden.

3. Hessen

Wer nach Hessen reist, kommt an Grüner Soße nicht vorbei. Die „Frankfurter Grüne Soße“ beziehungsweise „Grie Sooß“ besteht aus sieben verschiedenen Kräutern: Borretsch, Kresse, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Schnittlauch und Sauerampfer. Diese verleihen der Soße auch die charakteristische Farbe. Sie wird kalt zu Kartoffeln und Ei serviert. Schmeckt aber genauso gut zu Fisch und Fleisch. Seit einigen Jahren ist der Begriff „Frankfurter Grüne Soße“ übrigens geschützt. Mindestens 70 Prozent der Kräuter müssen aus der Region stammen. Außerdem dürfen nur die oben genannten sieben Kräuter verwendet werdet und auf keinen Fall Dill.

4. Schleswig-Holstein

Labskaus ist ein Seemannsgericht mit einer langen Tradition, das erstmals im frühen 18. Jahrhundert schriftlich erwähnt wurde. Es bestand damals vor allem aus Pökelfleisch, das für jeden Matrosen zur vorgeschriebenen Ration gehörte. Da viele Seeleute unter Skorbut litten, einer Vitaminmangelkrankheit, konnten sie aufgrund schmerzender Zähne dieses Fleisch nur schwer kauen. Also pürierte der Schiffskoch es und vermengte es mit Kartoffeln. Die Norddeutschen essen Labskaus mit Rollmops, Spiegelei, saurer Gurke und Roter Bete.

5. Rheinland-Pfalz

Der Weinbau prägt Rheinland-Pfalz. Denn in der Pfalz befindet sich das zweitgrößte deutsche Weinanbaugebiet. Am häufigsten wird Riesling angebaut. Aber auch Weiß- und Grauburgunder kommen häufig vor. Eine regionale Spezialität ist der Zwiebelkuchen. Dieser wird vor allem nach der Weinlese serviert. Besonders gut schmeckt ein Glas Federweißer dazu. Ein sehr junger, süßlicher und noch nicht ganz durchgegorener Wein mit einem höheren Kohlensäuregehalt.

6. Sachsen

Sachsen ist für süße Speisen und deftige Fleischgerichte bekannt. Der Exportschlager schlechthin ist der Dresdner Stollen, aber auch der Eierschecke erfreut sich überregionaler Beliebtheit. Zu den bekanntesten Gerichten aus der Region zählt wohl das Leipziger Allerlei. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus jungen Erbsen, Karotten, Spargel und Morcheln, das oft auch mit Krebsen gegessen wird. Und auch für seine Wurstspezialitäten ist Sachsen bekannt – etwa Leberwurst oder Bockwurst.