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Super 6 / 11. September 2019

Oktoberfest: Wissenswertes über die Münchner Wiesn

Das Münchner Oktoberfest hat eine lange Tradition. Doch woher kommt diese eigentlich? Was wird auf der Wiesn gegessen und getrunken? Und: Was sollte man unbedingt dort erleben? Sechs Fakten über das beliebte Volksfest.

Alex Wahi und Olaf Deharde mit Brezn

Zum Oktoberfest reisen jedes Jahr aufs Neue viele Besucher aus verschiedenen Ländern an. Aber warum ist dieses Fest so beliebt? Wir verraten, welche Traditionen die Wiesn ausmachen und was Oktoberfest-Fans nicht verpassen sollten. Finden Sie hier Wissenswertes rund um das beliebteste Volksfest der Welt.

Geschichte

1. Die Geschichte des traditionellen Oktoberfestes

Das erste Oktoberfest fand am 17. Oktober 1810 anlässlich der Hochzeit von König Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt. Der Bankier und Kavallerie-Major Andreas von Dall’Armi richtete dem Paar zu Ehren ein Pferderennen aus. Dieses fand auf einer großen Wiese statt, die später den Namen Theresienwiese erhielt. Die Veranstaltung begeisterte die Menschen so sehr, dass sie auch weiterhin stattfinden sollte.

  • In den folgenden zwei Jahren richtete der Landwirtschaftliche Verein in Bayern die Feierlichkeiten aus.

  • 1813 fiel das Oktoberfest wegen der Napoleonischen Kriege aus. Danach erfreute es sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit.

  • 1818 gab es dann das erste Fahrgeschäft.

  • 1950 hieß es zum ersten Mal „O'zapft is!“. Der damalige Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer eröffnete mit einem Fassanstich im Festzelt Schottenhamel die Wiesn. Das hat bis heute Tradition.

  • Heute wird das Oktoberfest von der Stadtverwaltung München ausgerichtet.

Speisen

2. Traditionelle Speisen auf dem Oktoberfest

Wer gerne Fleisch isst, für den ist das Oktoberfest ein Schlaraffenland. Die Speisen werden in der Regel nach den persönlichen Rezepten der jeweiligen Festwirte zubereitet. Typische Oktoberfest-Spezialitäten sind Hendl und Haxn. Aber auch Brezn und Obatzda sind beliebt. Zum Dessert darf es gerne das klassische Lebkuchenherz sein. Viele der Festzelte setzen unterschiedliche Schwerpunkte. In der Ochsenbraterei zum Beispiel isst man wie der Name vermuten lässt: Ochsenbraten.

Zünftige Oktoberfest-Schmankerl zum Selbermachen


Oktoberfestbier

3. Das traditionelle Getränk: Bier auf dem Oktoberfest

Laut Festordnung dürfen auf der Wiesn nur Biere von Münchner Brauereien ausgeschenkt werden. Das sind:  

  • Augustiner
  • Hacker-Pschorr
  • Hofbräu
  • Löwenbräu
  • Paulaner
  • Spaten

Die Münchner Brauereien, die das spezielle Oktoberfestbier herstellen, müssen sich dabei an das Reinheitsgebot von 1847 halten. Es darf nur aus Wasser, Hopfen und Gerstenmalz bestehen. Mit einem Alkoholgehalt von etwa 6 Prozent ist das Helle ein wenig stärker als normales Bier.

Im Durchschnitt werden auf dem Oktoberfest sechs bis sieben Millionen Liter des Getränks serviert. Jedes Festbier hat einen eigenen Geschmack und Charakter. Unter der Woche werden die Biere von 10 Uhr bis zur Oktoberfestsperrstunde um 22:30 Uhr ausgeschenkt, am Wochenende geht es bereits um 9 Uhr morgens los.  


Dresscode

4. Kleiderordnung auf der Wiesn: Dirndl und Lederhosen

Der traditionelle Dresscode auf der Wiesn ist Tracht. Frauen tragen ein Dirndl. Die Seite, auf der sie die Schleife binden, gibt Auskunft über ihren aktuellen Beziehungsstatus.

  • Trägt eine Dame ihre Schleife auf der linken Seite, ist sie ledig, also noch zu haben.

  • Eine rechts gebundene Schleife sagt aus, dass die Dirndlträgerin bereits vergeben, in einer Beziehung oder verheiratet ist.

  • Sitzt die Dirndlschleife in der Mitte, heißt das, dass die Trägerin noch Jungfrau ist. Vor allem Kinder und junge Mädchen tragen ihre Schleife vorne.

  • Frauen, die ihre Schleife hinten am Rücken tragen, sind nach der Tradition entweder verwitwet oder arbeiten als Bedienung auf dem Oktoberfest. Eine seitlich oder vorne gebundene Schleife würde die Bedienung beim Kellnern stören.
Abbildung einer links gebundenen Dirndlschleife
Dirndlschleife links bedeutet, die Trägerin ist ledig.
Abbildung einer rechts gebundenen Dirndlschleife
Sitzt die Dirndlschleife rechts, ist die Dame vergeben.
Abbildung einer mittig gebundenen Dirndlschleife
Eine Dirndlschleife in der Mitte tragen vor allem Kinder und junge Mädchen.
Abbildung einer hinten gebundenen Dirndlschleife
Verwitwete Frauen oder Kellerinnen auf dem Volksfest tragen die Dirndlschleife am Rücken.

Was tragen die Herren auf dem Oktoberfest?

Die Dress der Herren besteht aus einer kurzen oder knielangen Lederhose kombiniert mit einem Trachtenhemd. Optional sind eine Weste oder ein Trachtenjanker.

Es lohnt sich, auf bequemes Schuhwerk zu setzen. Frauen sollten nicht allzu hohe Absätze wählen. Auf der sicheren Seite sind Sie mit flachen, etwas robusteren Schuhen. In diesen lässt es sich bestens auf den Bänken tanzen.


Zahlen im Überblick

5. Das Oktoberfest in Zahlen

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt, das jedes Jahr Millionen von Besuchern anlockt. 2018 besuchten 6,3 Millionen Menschen die Wiesn. Die Theresienwiese, auf der das Volksfest stattfindet, umfasst 42 Hektar. Eine Maß Festbier kostet momentan zwischen 10.80 Euro und 11.80 Euro. Das Pschorr-Festzelt Bräurosl war einst das größte Bierzelt auf der Wiesn, bis es verkleinert wurde. Jetzt ist das Hofbräu-Festzelt mit 10.000 Plätzen das Zelt mit dem größten Fassungsvermögen. Der Schottenhammel ist das älteste Festzelt auf dem Oktoberfest. Hier wird seit 1950 immer das erste Fass Bier der Wiesn vom Münchner Oberbürgermeister angezapt.


Dos und Don'ts

6. Dos und Don'ts auf der Wiesn

 

Ein absolutes „Do” auf der Wiesn ist es sicherlich, typische bayerische Köstlichkeiten zu probieren und dazu eine Maß zu trinken. Wo wir direkt bei einem „Don’t” wären: zu viel Alkohol. Ein weiteres Don’t ist es, auf den Tischen zu tanzen. Das ist in den Festzelten nicht erlaubt. Auch in den Gängen ist Tanzen nicht gern gesehen. Diese sollen frei bleiben für die Kellner, die die schweren Maßkrüge stemmen müssen. Einen Tisch reservieren sollten die Wiesn-Besucher jedoch unbedingt. Es ist in der Regel sehr voll und wer keinen freien Platz an einem Tisch findet, wird auch nicht bedient.