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Glück auf dem Teller / 18. Dezember 2019

Kein Stress: So entsteht entspannt ein Weihnachtsmenü

Weihnachten steht bei den meisten Familien ganz im Zeichen des Zusammenseins und des guten Essens. Der Gedanke an die Zubereitung eines Festtagsmenüs sorgt bei manchen Hobbyköchen jedoch für Schweißausbrüche. Das muss nicht sein, weiß Koch Alex Wahi. In seiner Kaufland-Kolumne „Glück auf dem Teller“ verrät er, wie Stress gar nicht erst aufkommt.

Alex Wahi und Alexa Iwan in der Küche

Die ersten Schritte zur Planung des Weihnachtsmenüs

Die Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit. Wir verbringen sie meist im Kreise unserer Lieben, sitzen zusammen, reden und schlemmen natürlich. So ist wohl die wichtigste Frage im Advent: Was essen wir an Weihnachten? Im ersten Schritt lohnt es sich, fünf Minuten zu investieren und sich Gedanken darüber zu machen, in welche Richtung der Festtagsschmaus gehen sollte – basic, ausgefallen oder traditionell. In meinen Kochkursen sage ich immer: „Egal, wie ihr es anstellt, Hauptsache eure Gäste sind glücklich.“ Aber auch der Gastgeber muss zufrieden sein und darf nicht am Herd verzweifeln. Deswegen sollte er sich hinterfragen, welchen Anspruch er an sich selbst hat. Was traut er sich zu und wie viel Zeit möchte er in der Küche sowie mit den Vorbereitungen verbringen?

Minimaler Aufwand, maximale Freude

Ein ungewöhnlicher Ansatz ist hier mein „Minimal-Maximal-Prinzip“: minimaler Aufwand, maximale Freude. Bitte verabschieden Sie sich von dem Gedanken, dass es an Weihnachten immer ein Drei-Gänge-Menü sein muss. Denn wenn sie die Zubereitung stresst, überträgt sich das auf die Gäste beziehungsweise die ganze Familie und sorgt damit für ungemütliche Stimmung. Wer allerdings an ein paar Stellschrauben dreht, kann den Feiertags-Stresspegel minimieren. Stellen Sie sich vorab also folgende Fragen:

Wie viele Gäste kommen?

Kommen viele Gäste, macht es zum Beispiel keinen Sinn eine kleinteilige Vorspeise zu zaubern und ein Dessert, das vor dem Servieren aufwendig in kleine Gläschen gefüllt und mit Mini-Schokosplittern garniert werden muss. Wie wäre es mit einem großen Salat vorweg? Serviert in einer Schüssel und jeder bedient sich selbst. Als Dessert könnte es einen Kuchen geben oder Eis mit einer weihnachtlich gewürzten Soße.

Wie gut kann ich kochen?

Wer sich jenseits der Festtage eher an unkomplizierte Pasta-Gerichte herantraut und noch nie einen Braten zubereitet hat, dem empfehle ich, nicht an Heiligabend damit zu starten. Es gibt viele einfache Gerichte, die dennoch festlich sind. Und vielleicht gibt es ja einen geübten Koch unter den Gästen, der in der Küche gerne ein wenig mit anpackt.

Wie plane ich den Einkauf?

Weihnachten steht gefühlt immer ganz plötzlich vor der Tür. Um Stress zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich schon einige Wochen vorab Gedanken zu machen, welches Essen auf den Tisch kommen soll. Fleisch muss meist frühzeitig vorbestellt werden, damit niemand an den Weihnachtstagen leer ausgeht. Zutaten, die frisch sein müssen, am besten ganz kurz vorher einkaufen. Damit nichts in Vergessenheit gerät, die Einkaufsliste immer wieder kontrollieren. Das beugt Zeitnot und Organisationsstress vor.

Wie viel Zeit möchte ich in der Küche verbringen?

Wer einen aufwändigen Braten mit selbst gemachten Klößen und Rotkohl plant, wird an Weihnachten recht viel Zeit in der Küche verbringen – und weniger mit seinen Gästen plaudern können. Die Lösung ist eine Mischung aus anspruchsvollen und etwas komplizierteren Gerichten. Bereiten Sie beispielsweise eine eindrucksvolle Vorspeise zu und servieren sie zum Abschluss ein tolles Dessert. Der Hauptgang darf gerne ein wenig einfacher sein – zum Beispiel Raclette. Das hat den großen Vorteil, dass sich jeder sein Essen nach seinen individuellen Vorlieben zubereiten kann. Außerdem ist diese Form des gemeinsamen Dinierens sehr kommunikativ – und niemand ist außen vor, weil er in Küche zu tun hat. 

Nach welchen Kriterien sollte ich die Gerichte und Beilagen auswählen?

Gerichte, die simpel sind oder sich gut vorbereiten lassen bieten dem Gastgeber die Chance, möglichst viel Zeit mit seinen Gästen zu verbringen. Wichtig ist damit der Schwierigkeitsgrad sowie die Zubereitungszeit. Außerdem maximiert sich die Zeit mit den Gästen, wenn der Gastgeber nicht andauernd den Tisch verlassen muss, um in der Küche nach dem Rechten zu sehen. Deswegen empfehle ich einen Hauptgang mit Beilagen, die in Schüsseln auf der Mitte des Tisches serviert werden.

Mein Tipp: Backofen als Beikoch

Ich verlasse mich an den Tagen, an denen ich viele Speisen gleichzeitig vorbereiten muss, gerne auf meinen Backofen. Egal ob für Braten, für Beilagen oder zum Warmhalten der Speisen – ein Backofen ist gerade in der Weihnachtszeit unabkömmlich. Das Gerät ist wie ein guter Beikoch, der einem Verantwortung abnimmt, von selbst funktioniert und dank Timer in Sachen Zeit den Überblick behält.

 

Viel Freude beim Genießen!

Ihr Alex Wahi