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Die Besseresserin / 30. Januar 2019

Was sind eigentlich diese Superfoods?

Chiasamen, Acai-Beeren, Goji-Beeren, Moringa-Pulver, Spirulina-Algen und Matcha-Tee haben eines gemeinsam: Sie werden allesamt als Superfoods gepriesen. Doch was ist dran an diesem Hype? Dr. Alexa Iwan geht dem Trend in ihrer Kaufland-Kolumne „Die Besseresserin” auf den Grund.

Ernährungsexpertin Dr. Alexa Iwan

Die Bezeichnung „Superfoods“ wird für Lebensmittel verwendet, die einen besonders hohen Gehalt an bestimmten Nährstoffen aufweisen sollen und deshalb angeblich besonders wertvoll sind. Ich schreibe hier absichtlich „angeblich“, denn Superfood ist zunächst einmal ein reiner Marketingbegriff. Eine rechtlich bindende Begriffsdefinition gibt es nicht. Zwar weisen die meisten der sogenannten Superfoods tatsächlich hohe Gehalte an einzelnen Nährstoffen auf, ob diese allerdings die gewünschten Wirkungen im menschlichen Körper entfalten, ist oft nicht belegt.

Auch heimische Obst- und Gemüsesorten sind nährstoffreich

Wenn Sie sich nährstoffreich ernähren möchten, macht es natürlich Sinn, nach Lebensmitteln Ausschau zu halten, die möglichst viele gesunde Inhaltsstoffe mitbringen. Allerdings müssen Sie dafür nicht unbedingt zu teuren und exotischen Superfoods greifen. Wir haben viele heimische Obst- und Gemüsesorten, die eine ähnlich hohe (und höhere!) Nährstoffdichte aufweisen. Hier ein paar Superfood-Beispiele mit regionalen Alternativen:

  • Geschrotete Leinsamen (als Ersatz für Chiasamen)
  • Heidelbeeren (als Ersatz für Acai-Beeren)
  • schwarze Johannisbeeren (als Ersatz für Goji-Beeren)
  • Hirse (als Ersatz für Quinoa)
  • Grünkohl (als Ersatz für Moringa)

Mit Superfood hin und wieder den Speiseplan aufpeppen

Unsere heimischen Wunderpflanzen stehen den Exoten wirklich in keinerlei Weise in etwas nach. Denn die Natur war in dieser Hinsicht schon recht clever und lässt auch im nördlichen Teil der Welt Pflanzen gedeihen, die unseren Nährstoffbedarf in den verschiedenen Jahreszeiten decken und damit unser Überleben sichern. Natürlich macht es Spaß, auch einmal ein exotisches Lebensmittel in seinen Speiseplan einzubauen. Bei der Verwendung von Superfoods aus fernen Ländern sollten Sie allerdings auch bedenken: Die weite Reise ist ökologisch nicht sinnvoll und erhöht den Preis. Oft erfährt man zudem wenig über die Anbaubedingungen am anderen Ende der Welt, zum Beispiel was den Einsatz von Pestiziden angeht. Im Zweifel also besser Bio-Ware kaufen.

Wenn Sie Ihren Speiseplan ab und an mit einem vielbeworbenen Superfood anreichern, ist das überhaupt kein Problem. Zu glauben, man könne sich nur durch den Einsatz von pulverisierten Pflanzenteilen und weitgereisten Beeren ausreichend mit Nährstoffen versorgen, ist allerdings Quatsch. Der Brokkoli vom Bauern um die Ecke ist genauso wertvoll und nährstoffreich.