Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Nicht Ihre Filiale?
Ändern
Ihre Kaufland-Filiale

Ihre zuletzt gewählten Filialen
Einkaufslexikon / 30. Dezember 2018

Biologischer vs. konventioneller Anbau – was ist der Unterschied?

Im Supermarkt lauert die ein oder andere unverständliche Vokabel. Unser „Einkaufslexikon” klärt fremde Begriffe und sorgt so für mehr Durchblick beim Einkaufen. Dieses Mal: der Unterschied zwischen kontrolliert biologischem Anbau und konventionellem Anbau.

Salatfeld

Kontrolliert biologischer Anbau

Damit Lebensmittel die Abkürzung „kBA“ für „kontrolliert biologischer Anbau“ tragen dürfen, müssen sie einige Bedingungen erfüllen. Für die Produzenten geht das mit einem deutlich höheren Aufwand einher, als es der konventionelle Anbau verlangt. So verzichten sie insbesondere auf mineralische Kunstdünger, chemische Pestizide für Pflanzen, Gentechnik, aber auch auf Wachstumsregulatoren und andere Mastmittel für Nutztiere.

Bei der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln dürfen die Hersteller keine künstlichen Farbstoffe oder Geschmacksverstärker einsetzen. Felder düngen sie nur mit Mulch, Jauche oder Gründünger. Wichtig ist auch die biologische Schädlingsbekämpfung, zum Beispiel durch bestimmte Insekten, die Pflanzenschädlinge fressen.

Das Ziel ist es, schadstofffreie und geschmacksstarke Produkte herzustellen und die Böden dafür nicht auszulaugen. In der Europäischen Union gilt für die biologische beziehungsweise ökologische Produktion die Verordnung Nr. 834/2007. Sie legt fest, wie Lebensmittel und andere Erzeugnisse herzustellen sind, um als Öko-Produkte das EU-Siegel zu erhalten.


Konventionelle Landwirtschaft

Die konventionelle Landwirtschaft hat ihren Ursprung in der Mitte des 19.Jahrhunderts. Bis heute kommen dabei eher traditionelle Verfahren für Ackerbau und Viehzucht zum Einsatz. Konventionelle Landwirtschaft ist in Deutschland weit verbreitet. Anders als im Öko-Landbau dürfen die Bauern dabei Dünge- und Pflanzenschutzmittel verwenden. Für die Umweltverträglichkeit der Produktion gelten jedoch ebenfalls gesetzliche Vorschriften, zum Beispiel das seit 2009 geltende Düngegesetz. Moderne Technik und neues Wissen haben außerdem dazu geführt, dass die Eingriffe in die Umwelt auch im konventionellen Anbau stetig weniger werden. Die so genannte integrierte Produktion, also eine naturnahe und tierfreundliche Landwirtschaft, findet seit den 1980er-Jahren auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Im Alten Land bei Hamburg wird sie beispielsweise im Obstanbau angewandt.