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Quelle: iStock.com/yacobchuk

Welche Matratze eignet sich für Kinder?

Die Wahl der richtigen Matratze für den Nachwuchs kann für Eltern eine echte Herausforderung sein. Vor der Anschaffung müssen Sie sich nicht nur Gedanken über die geeignete Größe, sondern auch über Härtegrad und Materialien machen. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl.

1. Härtegrade von Kindermatratzen

Damit die Wirbelsäule gut gestützt ist, sollten Kinder immer auf einer festen, zugleich aber elastischen Unterlage schlafen. Die falsche – insbesondere zu weiche – Matratze kann zu Haltungsschäden führen und bereits bei Kleinkindern Rückenschmerzen verursachen. Grund dafür ist, dass die Wirbelsäule bei einer zu weichen Matratze nicht gerade gehalten wird, sondern durchhängt, was Fehlbildungen begünstigt.

Angaben von Härtegraden finden Sie jedoch bei den meisten Kindermatratzen nicht. Lediglich 90 mal 200 Zentimeter große Matratzen für Kinder weisen die Härtegradbezeichnung H1 oder H2 auf. Hierbei gilt:

  • H1-Matratzen eignen sich für Kinder bis zu einem Gewicht von 40-50 Kilogramm
  • H2-Matratzen eignen sich für Kinder ab einem Gewicht von 50 Kilogramm

Für kleinere Matratzengrößen und jüngere Kinder müssen Sie andere Kriterien heranziehen, um den Härtegrad der Matratze einschätzen zu können:

  1. Bei Babys und Kleinkindern geht von zu weichen Matratzen unter Umständen eine Erstickungsgefahr aus! Als Faustregel gilt: Der Körper sollte nicht mehr als drei bis vier Zentimeter einsinken, wenn das Kind auf der Matratze aufliegt, der Kopf sogar nur zwei bis drei Zentimeter.
  2. Kinder ab vier Jahren sollten maximal vier Zentimeter in die Matratze einsinken.
  3. Achten Sie auf die Beschreibung des Herstellers. Häufig finden sich dort detaillierte Angaben zur Gewichtsklasse.
  4. Generell gilt: Je jünger das Kind, desto härter sollte auch die Matratze ausfallen.
  5. Die ausgewählte Matratze sollte eine hohe Punktelastizität aufweisen.
Schlafendes Kind
Ein erholsamer Schlaf ist wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern: Gesundheit, Lernfähigkeit und Ausgeglichenheit hängen stark von der Schlafqualität ab.
Info: Im Laufe der Zeit sammeln sich Staub und Hautschuppen in der Matratze an. Aus hygienischen Gründen sollte der Bezug deswegen mindestens jährlich gewaschen werden. Die meisten Kindermatratzen besitzen einen abnehmbaren Bezug, der bei 60 Grad Celsius in der Maschine gesäubert werden kann.

2. Kaltschaum, Kokos oder Federkern: Materialien von Kindermatratzen

Die Eigenschaften einer Matratze sind maßgeblich von den verwendeten Materialien abhängig. Damit übermäßiges Schwitzen im Schlaf verhindert wird und ein trockenes Schlafklima garantiert werden kann, sollten Sie bei der Materialauswahl auf Atmungsaktivität achten.

Gerade im Babybett kann es gefährlich werden, wenn sich Hitze staut – eine atmungsaktive Matratze ist deswegen unabdingbar!

Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Materialien für Kinder- und Babymatratzen vor:

  • Kokosfasern: Kokos ist ein Naturstoff, der sich besonders durch seine Schadstofffreiheit und Natürlichkeit auszeichnet. Das Material kommt vor allem bei Baby- und Kleinkindmatratzen zum Einsatz, da Kokosmatratzen besonders fest sind. Häufig besteht nicht die gesamte Schlafunterlage aus diesem Material, sondern nur eine einzelne Schicht.
  • Kaltschaum: Kindermatratzen aus diesem Material gelten als besonders formstabil und sorgen dank der porigen Struktur für eine gute Luftzirkulation. Häufig werden sie mit einer Schicht Viscoschaum kombiniert, was eine besonders gleichmäßige Gewichtsverteilung ermöglicht.
  • Federkern: Häufig befindet sich im Inneren einer Matratze ein Kern aus Stahlfedern, der der Schlafunterlage Stabilität verleiht. Federkerne werden meistens in Matratzen ab einer Größe von 90 mal 200 Zentimeter verbaut und sind für kleinere Kinder eher weniger geeignet.
  • Latex: Matratzen aus Latex sind rein synthetisch und gelten als sehr hygienisch. Zudem weisen sie eine gute Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung auf, weshalb sich dieses Material gut für Kindermatratzen eignet.

Auch beim Bezug ist die Materialwahl wichtig: Besonders Bezüge aus Naturmaterial gelten für Kinder als empfehlenswert, da sie atmungsaktiv sind. Auch TENCEL ist ein sehr empfehlenswertes Material, da es deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als beispielsweise Baumwolle.

Kindermatratze mit Kokosfaseranteil
Kindermatratze mit Kokosfaseranteil
Info: Die Verwendung von schadstofffreien Materialien ist besonders bei der Wahl einer Kindermatratze wichtig: Das Immunsystem von Kindern ist noch nicht vollständig entwickelt, sodass sie besonders anfällig für Schadstoffe sind. Gehen Sie auf Nummer sicher, indem Sie sich für eine Matratze mit Ökotex-Zertifizierung entscheiden.

3. Abmessungen: Die geeigneten Matratzen je nach Altersgruppe

Genauso wichtig wie Härte und Material der Matratze sind die Abmessungen der Kindermatratze. Für die Wahl der richtigen Größe gilt: Die Matratze sollte insgesamt mindestens 20 Zentimeter länger sein als das Kind groß ist – Ihr Nachwuchs braucht jeweils zehn Zentimeter Platz nach oben und unten, um sich im Schlaf ausreichend bewegen zu können.

Wir stellen Ihnen die richtigen Abmessungen für Baby-, Kleinkinder-, Kinder- und Teenagermatratzen vor und verraten Ihnen, welche Aspekte Sie in der jeweiligen Altersgruppe noch berücksichtigen sollten:

3.1 Babymatratzen

Babys sind keineswegs kleine Erwachsene, sondern besitzen eine ganz andere Statur, sodass sie nicht auf klassischen Matratzen schlafen sollten. Besondere Babymatratzen sind oftmals härter als andere Ausführungen, sodass das Kind nicht zu stark in die Matratze einsinken kann. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich für ein Produkt mit DIN EN 1689-Norm. Solche Babymatratzen durchlaufen einen sogenannten Kugeltest, bei dem geprüft wird, wie tief der Kopf eines Babys einsinken kann.

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Da Babys auch noch nicht so viel Platz brauchen, schlafen sie die ersten Monate häufig in einer Wiege, einem Stubenwagen oder einem Beistellbett auf Matratzen mit den folgenden Abmessungen:

  • 40 x 70 cm
  • 50 x 90 cm
  • 60 x 120 cm
  • 70 x 140 cm

Die letzten beiden Größen eignen sich auch für Kinder nach dem ersten Lebensjahr.

3.2 Matratzen für Kleinkinder

Spätestens mit Beginn des zweiten Lebensjahres werden Beistellbetten oder Stubenwagen zu klein und müssen gegen ein klassisches Baby- beziehungsweise Kleinkindbett ausgetauscht werden. Gängige Größen sind hier 60 mal 120 Zentimeter oder 70 mal 140 Zentimeter. Solche Matratzen eignen sich für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr.

3.3 Kindermatratzen

Ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren wird das Kleinkindbett häufig zu klein. Auch sind die meisten 70-mal-140-Zentimeter-Matratzen auf ein Gewicht von maximal 25 Kilogramm ausgelegt, sodass spätestens mit der Einschulung ein Austausch nötig ist. Ab jetzt sollte Ihr Kind auf einer 90 mal 200 Zentimeter großen Matratze schlafen.

Generell gilt: Erwachsenenmatratzen sind für Kinder nicht geeignet, selbst wenn Ihr Nachwuchs nun in einem 90 mal 200 Zentimeter großem Bett schläft. Kinder haben nicht nur andere Schlafbedürfnisse als Erwachsene, auch das Gewicht sowie die Form der Wirbelsäule unterscheiden sich noch erheblich: Die Wirbelsäule eines Kindes ist noch nicht vollständig ausgewachsen, da die Bildung der typischen S-Form erst mit dem achten Lebensjahr abgeschlossen ist. Sie brauchen für Ihr Kind also eine Matratze, die nur dort nachgibt, wo Druck ausgelöst wird. Achten Sie entsprechend auf die Beschreibung des Herstellers, die angibt, ob die Matratze für Kinder geeignet ist.

Info: Um Muldenbildung vorzubeugen, sollte die Matratze alle paar Wochen gedreht werden.

3.4 Matratzen für Teenager

Wenn Ihr Kind ein Gewicht von 40 Kilogramm erreicht hat, können Sie bedenkenlos zu klassischen Erwachsenenmatratzen greifen. Empfehlenswert sind hier zunächst Ausführungen der Härtegrade H1 oder H2. Mit steigendem Gewicht kommen auch andere Härtegrade in Frage.

Bezüglich der Größe gilt auch weiterhin das Einzelbettmaß 90 mal 200 Zentimeter als Standard, jedoch wünschen sich viele Teenies bald ein größeres Bett mit Matratzenabmessungen von

FAQ

  • Welcher Härtegrad ist der richtige für Kindermatratzen?

    Generell sollten Kinder auf harten Matratzen schlafen. Im Zusammenhang mit Kindermatratzen von Härtegrad zu sprechen, ist wenig zielführend, da sich die allgemeinen Härtegrade (H1 bis H5) erst ab einem Gewicht von 40 bis 50 Kilogramm orientieren. Auch sollten bei der Auswahl der Matratzenhärte bei Kindern keine persönlichen Vorlieben herangezogen werden. Stattdessen gilt: Achten Sie auf die Beschreibung des Herstellers bezüglich der empfohlenen Gewichtsklasse und testen Sie die Matratze nach der Anschaffung: So sollte der Kopf eines Babys maximal zwei bis drei Zentimeter tief in die Matratze einsinken – für ältere Kinder gelten maximal vier Zentimeter als empfehlenswert.

  • Worauf muss ich bei der Wahl einer Matratze für Kinder achten?

    Die Größe und die Härte der Matratze müssen dem Alter und dem Gewicht Ihres Nachwuchses angepasst sein. Generell gilt: Je jünger das Kind, desto härter sollte die Matratze ausfallen. Ob das jeweilige Modell geeignet ist, lässt sich am besten bei einem Liegetest feststellen: So darf ein Baby maximal zwei bis drei Zentimeter tief einsinken, während es bei älteren Kindern bis zu vier Zentimeter sein dürfen. Für Jugendliche ab einem Gewicht von 40 Kilogramm können Sie sich auch anhand der angegebenen Matratzenhärte H1 oder H2 orientieren. Für die richtigen Abmessungen gilt die Regel, dass die Kindermatratze mindestens 20 Zentimeter länger sein sollte als Ihr Kind groß ist.

  • Worauf sollte ich beim Kauf einer Matratze für mein allergisches Kind achten?

    Wenn Ihr Kind eine Hausstaub- oder Milbenallergie hat, sollten Sie bei der Wahl der geeigneten Matratze auf das richtige Material achten: Für Allergiker sind Kaltschaummatratzen eine bessere Wahl als Ausführungen mit Federkern, da sich bei solchen Matratzen im Inneren Staub und Milbenkot ansammeln kann. Auch bei der Wahl des Bezuges sollten Sie einige Aspekte beachten: Dieser sollte nicht nur abnehmbar sein und bei mindestens 60 Grad Celsius in der Maschine gesäubert werden können, sondern auch aus Naturmaterialien bestehen. Je besser die Durchlüftung des Materials, desto weniger können sich Milben in der Matratze ansiedeln.

Redakteurin Miriam

Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!

Auf den Punkt – das gilt bei Miriam nicht nur beim Kreieren von leckeren Gerichten, sondern auch für informative, redaktionelle Texte. Seit 2017 berät sie unsere Kunden kompetent in allen Produktbereichen.