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Quelle: iStock.com/AndreyPopov

USB-Recording: TV-Programm direkt aufnehmen

Du willst eine Fernsehsendung aufzeichnen, besitzt jedoch keinen Festplattenreceiver? Viele TV-Geräte bieten dazu eine integrierte Aufnahmefunktion, das sogenannte USB-Recording. Wir zeigen dir, wie es funktioniert.

1. Was ist USB-Recording?

USB-Recording ist eine praktische Funktion, mit der du das TV-Programm direkt mit dem Fernseher aufnehmen und abspeichern kannst. Somit kannst du beispielsweise deine Lieblingssendung oder einen Film aufzeichnen und zu einem beliebigen Zeitpunkt ansehen. Im Gegensatz zur Aufnahme mithilfe eines DVD- oder Festplatten-Recorders beziehungsweise eines Festplattenreceivers lässt sich das per USB-Recording aufgezeichnete Programm jedoch nur mit exakt dem Fernseher abspielen, mit dem die Aufnahme erfolgt ist. Damit werden die nötigen Voraussetzungen an den Kopierschutz umgesetzt.

Die Möglichkeiten der USB-Aufnahme sind vielfältig, hängen jedoch auch von dem jeweiligen Sender beziehungsweise der gewählten Streaming-Plattform oder dem Pay-TV-Sender ab:

  • Öffentlich-rechtliche Programme kannst du in der Regel ohne Einschränkungen per USB-Recording aufnehmen.
  • Private Sender wie ProSieben, SAT.1 und solche der RTL-Gruppe beschränken die Aufzeichnung teilweise. So kann das Programm in einfacher Auflösung (SD) meist problemlos mitgeschnitten werden, wohingegen sich Sendungen in HD teilweise nicht oder nur mit Einschränkungen aufnehmen lassen: Beispielsweise wird häufig die Timeshift-Funktion unterbunden, die Wiedergabe nur für einen bestimmten Zeitraum zugelassen oder einzelne Sendungen gänzlich von der Aufnahme ausgeschlossen.
  • Streaming-Plattformen und Pay-TV setzen meist den Einsatz eigener Receiver voraus.

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Was ist Timeshift?

Als Timeshift bezeichnet man die zeitversetzte Wiedergabe des aktuell laufenden Programms: Somit kannst du einen Film pausieren, um beispielsweise ein Telefonat zu führen, und anschließend ab der jeweiligen Stelle weitersehen. Zudem lässt sich bei Timeshift teilweise die Werbung überspringen. Dies ist jedoch ebenfalls vom jeweiligen Sender abhängig, ebenso wie eine möglicherweise eingestellte Beschränkung der maximalen Pausenlänge.

Mehr über zeitversetztes Fernsehen erfährst du in unserem Ratgeber zu Timeshift.

USB-Recording
Quelle: iStock.com/deepblue4you
Mit USB-Recording siehst du aufgenommene Serien und Filme zur gewünschten Zeit an.

Teilweise wird zudem die zeitgleiche Aufnahme und Wiedergabe per USB-Recording unterstützt. So kannst du eine alte Aufnahme ansehen und währenddessen eine andere Sendung aufzeichnen. Oder du hast die Möglichkeit, eine Sendung im Fernsehen zu sehen, während du eine andere aufnimmst. Dies ist jedoch vom jeweiligen Tuner deines TV-Geräts abhängig:

  • Twin-Tuner: Aufnahme und Ansehen von zwei Sendungen im Fernsehen (zeitgleich)
  • Dual-Tuner: unterstützt zwei der drei Empfangsarten (DVB-T, DVB-C, DVB-S), kann aber nur eine Sendung wiedergeben oder aufzeichnen
  • Triple-Tuner: unterstützt alle drei Empfangsarten, kann aber nur eine Sendung wiedergeben oder aufzeichnen
  • Twin-Triple-Tuner: unterstützt alle drei Empfangsarten und ermöglicht gleichzeitiges Ansehen und Aufnehmen

Mehr Informationen zu diesem Thema bietet dir unsere Tuner-Beratung.

2. Nötige Ausstattung

Neben einem Fernseher, der USB-Recording unterstützt, benötigst du zudem ein geeignetes Speichermedium.

TV-Geräte mit dem nötigen USB-Anschluss erkennst du an Bezeichnungen wie

  • USB Rec/Play
  • USB-Recording
  • USB-Aufzeichnung
  • PVR (Persönlicher Videorecorder)
  • DVR (Digitaler Videorecorder)

Als Speicher eignen sich in der Regel

  • USB-Sticks
  • USB-Festplatten
Tipp: Achte stets darauf, welchen Speicher dein Fernseher unterstützt, da viele Geräte lediglich die Aufnahme auf eine Festplatte ermöglichen.

Neben der Art des Speichermediums spielen auch die jeweiligen Spezifikationen eine wichtige Rolle:

  • Geschwindigkeit: Damit die Aufnahme und Wiedergabe problemlos erfolgen können, wird meist eine Lesegeschwindigkeit von mindestens 20 Mbit pro Sekunde vorausgesetzt. Darüber hinaus muss die Schreibgeschwindigkeit in der Regel mindestens 34 Mbit pro Sekunde betragen. Zusätzlich ist es wichtig, dass die gewählte Festplatte oder der Speicherstick mindestens über den USB-Standard 2.0 verfügt.
  • Speichergröße: Der vorhandene Speicherplatz muss ausreichend groß sein, damit eine Sendung komplett aufgenommen werden kann. Dies gilt entsprechend, wenn du mehrere Filme speichern willst. Darüber hinaus setzen einige Hersteller eine Mindestgröße beim Speicher voraus. Grundsätzlich benötigt man je nach Länge, Speicherformat und Komprimierung sowie Format (SD oder HD) mehrere Gigabyte pro Aufzeichnung. Bei einem mittleren Wert von 70 MB pro Minute fallen für eine einstündige Sendung rund 4 GB an benötigtem Speicherplatz an.
  • Speicherart: Wir empfehlen dir, für USB-Recording auf eine SSD-Festplatte zu setzen. Diese sind schnell, kompakt und weisen einen geringen Stromverbrauch auf. Achte bei deiner Wahl nicht nur auf die Speichergröße, sondern auch auf das Format der Festplatte: Modelle mit 2,5 Zoll sind kleiner und werden über den USB-Ausgang mit Strom versorgt, wohingegen bei SSD-Festplatten mit 3,5 Zoll Größe eine externe Stromversorgung nötig ist.
Tipp: Viele Fernseher bieten mehrere USB-Anschlüsse. Sollte die Stromversorgung nicht ausreichen oder die Aufnahme nicht ideal gelingen, nutze die Buchse mit einer der folgenden Beschriftungen: HDD, REC, Recording, PVR.

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3. Tipp: So funktioniert die Aufnahme

Die Aufnahme per USB-Recording funktioniert in der Regel in zwei einfachen Schritten:

  1. Schließ die Festplatte an den Fernseher an. Dieser erkennt den Speicher automatisch und startet auf Wunsch die Ersteinrichtung. Bitte bedenke, dass die Festplatte komplett gelöscht und neu formatiert wird. Sichere daher vorab deine Daten.
  2. Über EPG (electronic program guide) wählst du die aufzunehmende Sendung aus. Dabei kannst du die exakte Start- und Endzeit der Aufnahme manuell nachjustieren. Zudem kannst du einfach das aktuell angesehene Programm mitschneiden.

Alternativ kannst du auch selbst festlegen, welcher Sender zu welcher Uhrzeit aufgenommen werden soll. Der Fernseher muss dabei nicht eingeschaltet sein, der Betrieb im Stand-by-Modus reicht hierzu aus.

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Wenn du das TV-Programm aufnehmen möchtest, dein Fernseher jedoch kein USB-Recording unterstützt und du kein neues TV-Gerät anschaffen willst, kannst du auch auf einen Festplattenreceiver zurückgreifen.

FAQ

Dazu benötigst du USB-Recording – Zusammenfassung

Unter USB-Recording versteht man eine im Fernseher integrierte Aufnahmefunktion für das laufende TV-Programm. Die Wiedergabe kann dabei nur auf dem Gerät erfolgen, mit dem die jeweilige Sendung aufgezeichnet wurde. Es können jedoch nicht sämtliche Sender und Sendungen aufgenommen werden.

Darüber hinaus ermöglicht USB-Recording teilweise weitere Funktionen:

  • das Pausieren und spätere Abspielen des aktuellen Fernsehprogramms mit Timeshift
  • Zeitgleiche Aufnahme und Wiedergabe
Glossar
  • USB-Recording: Aufnahmefunktion bei Fernsehern, bei der eine Sendung auf seinem USB-Stick oder einer USB-Festplatte aufgenommen wird
  • Timeshift: zeitversetzte Wiedergabe des laufenden TV-Programms
  • Twin-Tuner: Tuner, mit dem zeitgleich ein TV-Programm angesehen und ein anderes aufgenommen werden kann
  • Dual-Tuner: Tuner, der zwei unterschiedliche der drei Empfangsarten DVB-T, DVB-C und DVB-S unterstützt
  • Triple-Tuner: Tuner, der alle drei Empfangsarten DVB-T, DVB-C und DVB-S unterstützt
  • Twin-Triple-Tuner: Tuner, der Twin-Tuner und Triple-Tuner vereint; unterstützt alle drei Empfangsarten (DVB-T, DVB-C, DVB-S) und ermöglicht Ansehen eines Programms bei zeitgleicher Aufnahme eines anderen
Redakteur Lars

Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!

Lars ist seit über 10 Jahren im E-Commerce als Redakteur unterwegs. Familie, Freunde und Kollegen schätzen ihn für sein handwerkliches Know-how und sein Wissen rund um Elektronik-Themen.