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Bohrhammer und Schlagbohrmaschine: Das sind die Unterschiede

Du stehst vor der Wahl, dir einen Bohrhammer oder eine Schlagbohrmaschine anzuschaffen, weißt aber nicht genau, worin sich diese beiden Werkzeuge unterscheiden? Dann hilft dir unsere Kaufberatung weiter, in der du alles Wichtige zum Thema erfährst.

1. Unterschied Bohrhammer und Schlagbohrmaschine

Ein Bohrhammer und eine Schlagbohrmaschine unterscheiden sich wesentlich voneinander: Während die Schlagbohrmaschine als Universalwerkzeug punktet, beginnt der Bohrhammer seine Arbeit dort, wo die Schlagbohrmaschine anfängt zu schwächeln.

Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Bohrhammer und einer Schlagbohrmaschine auf einen Blick:

Bohrhammer Schlagbohrmaschine
Gewicht 5 bis 150 kg 1,5 bis 5 kg
Spannfutter SDS-Spannfutter mit Spiel für die axiale Schlagbewegung Schnellspannfutter ohne Spiel für Bewegungen des Bohrers
Technik Pneumatische Schlagbolzen Rotierende, gezahnte Scheiben
Schlagkraft Höhere Schlagkraft Niedrigere Schlagkraft
Schlagfrequenz Niedrigere Schlagfrequenz Höhere Schlagfrequenz
Einsatzzweck Für grobe Arbeiten wie Stemmen und Meißeln sowie Bohren großer Durchmesser Eignet sich für präzise Arbeiten und Bohren kleiner Durchmesser sowie zum Schrauben
Werkstoffe Hartes Mauerwerk wie Naturstein, Beton, Granit, etc. Weiche Werkstoffe wie Metall, Holz, Kunststoffe, Leichtbeton etc.
Kraftaufwand Kaum bis kein Anpressdruck nötig Muskelkraft wird für Anpressdruck benötigt

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Hinweis: Schlagbohrmaschinen funktionieren durch Rotation von gegeneinander gerichteten Zahnradscheiben, während ein Bohrhammer seine Schlagkraft durch pneumatische Schlagbolzen erhält.

2. Vorteile und Funktionsweise einer Schlagbohrmaschine

Eine Schlagbohrmaschine ist eine Bohrmaschine, der eine Schlagfunktion zugeschaltet werden kann. Somit ist die Schlagbohrmaschine im Vergleich zur normalen Bohrmaschine kräftiger und kann dadurch mehr Arbeiten verrichten. An die Leistung eines Bohrhammers kommt sie allerdings nicht heran (siehe Kapitel 3 „Funktionsweise Bohrhammer“).

Schlagbohrmaschine
Quelle: iStock.com/Nikola Stojadinovic
Bei einer Schlagbohrmaschine ist Anpressdruck nötig, dafür bewerkstelligt sie präzise Arbeiten perfekt.

Dies sind die Vorteile einer Schlagbohrmaschine:

  • Für viele harte Materialien wie Holz, Metall, Kunststoff und Leichtbeton geeignet.
  • Als Universalwerkzeug einsetzbar (als Bohrer und Akkuschrauber).
  • Für sehr präzise Arbeiten wie kleine Löcher geeignet.
  • Viele Modelle sind mit einem zweiten Handgriff ausgestattet, der einen guten Halt beim Schlagbohren ermöglicht.
  • Leichte und kompakte Bauweise.
  • Üblicherweise ist ein Schnellspannbohrfutter zum werkzeuglosen Bohrerwechsel vorhanden.
  • Rechts-Links-Lauf, um den Bohrer auch mühelos wieder aus dem Werkstoff ziehen zu können.
  • Je nach Modell lässt sich die Schlagfunktion zu- und abschalten. Das schützt besonders weiche Materialien vor dem Ausfransen sowie Fliesen vor dem Zerspringen.
  • Die beste Wahl für Hobbyhandwerker.
  • Je nach Ausführung sind zwei Getriebestufen nutzbar: Ein Gang, der sich für langsames und präzises Bohren sowie Schraubarbeiten eignet und ein zweiter Gang mit höherer Drehzahl. Auch eine stufenlose Drehzahlregelung ist möglich.

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So funktioniert die Schlagbohrmaschine:

  • Neben der normalen Drehbewegung entsteht mithilfe einer im Inneren der Schlagbohrmaschine befindlichen Ratschenzahnung eine vibrationsähnliche, mechanische Bewegung in axialer Richtung, sodass der Bohrer mit kleinen Schlägen in das zu bearbeitende Material gehämmert wird.
  • Damit die Schlagbohrmaschine eine gute Leistung erbringen kann, ist ein gewisser Anpressdruck nötig. Dabei üben Nutzer Kraft von hinten auf die Maschine aus, sodass sich das Bohrfutter gegen das Werkstück drückt.
Fazit: Die Schlagbohrmaschine ist vor allem für präzise Arbeiten geeignet. Lässt sich die Schlagfunktion ausschalten, kannst du die Maschine auch als Schrauber benutzen. Für besonders harte Materialien ist der Schlagbohrhammer allerdings zu schwach.

3. Vorteile und Funktionsweise eines Bohrhammers

Der Bohrhammer beginnt seine Arbeit dort, wo die Schlagbohrmaschine nicht mehr weiterkommt. Obwohl er eine niedrigere Schlagzahl aufweist, punktet er mit einer wesentlich höheren Schlagenergie als eine Schlagbohrmaschine.

Bohrhammer
Ein Bohrhammer eignet sich für grobe Arbeiten und harte Materialien.

Dies sind die Vorteile eines Bohrhammers:

  • Für harte Materialien wie Beton und Granit gemacht.
  • Für grobe Arbeiten wie Bohren, Stemmen und Meißeln geeignet.
  • Sind Schlagbohrmaschinen in Sachen Schlagkraft weit überlegen.
  • Bohren, Stemmen und Meißeln mit wenig Kraftaufwand möglich.
  • Standardisiertes SDS-Bohrfutter, welches den schnellen und werkzeuglosen Wechsel von Bohrern und Meißeln ermöglicht.
  • Einige Modelle lassen es auch zu, die SDS-Aufnahme durch ein Schnellspannbohrfutter bzw. Wechselfutter für Schrauber auszutauschen.
  • Häufig lässt sich das Schlagwerk abschalten.
  • Für fortgeschrittene Handwerker, da ein Bohrhammer die perfekte Ergänzung zu einer Bohrmaschine darstellt.
  • Je nach Ausführung mit Drehzahlregelung erhältlich.
  • Die Modelle sind mit einem zweiten Handgriff ausgestattet, der einen guten Halt beim Bohren, Meißeln oder Stemmen ermöglicht.
  • Je nach Ausstattung mit Tiefenanschlag erhältlich, um die Tiefe des Bohrlochs genau begrenzen zu können.
  • Rechts-Links-Lauf, um den Bohrer auch mühelos wieder aus dem Werkstoff ziehen zu können.

Ein Bohrhammer ist das richtige Werkzeug für dich?
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So funktioniert der Bohrhammer:

  • Ein Bohrhammer schneidet sich nicht wie eine Bohrmaschine durch den Werkstoff, er zerschlägt das Material dank seiner hohen Schlagkraft zu Staub und befördert diesen aus dem Bohrloch heraus.
  • Die Schlagkraft kommt vom pneumatischen Schlagwerk, welches die im Bohrhammer befindlichen Schlagbolzen mithilfe von Luftdruck nach vorne schlagen lässt. Diese nach vorne gerichtete Schlagkraft ermöglicht die Pulverisierung des Materials.
Fazit: Ein Bohrhammer setzt da an, wo eine Schlagbohrmaschine nicht mehr weiterkommt: das Bohren von großen Löchern, Stemmen, Meißeln sowie bearbeiten von harten Materialien wie Beton und Granit. Aufgrund seiner großen Schlagkraft ist er jedoch nicht für präzise Arbeiten oder weiche Materialien geeignet.

4. Fazit – Das musst du vor dem Kauf wissen!

Bevor du dich dazu entscheidest, eine Schlagbohrmaschine oder einen Bohrhammer zu kaufen, solltest du dir die folgenden Fragen stellen:

  • Welcher Einsatzzweck? Für Hobbyhandwerker, die üblicherweise Bohrarbeiten in nicht allzu harten Materialien vornehmen, eignet sich eine Schlagbohrmaschine. Diese kannst du zudem als Schrauber nutzen. Wenn du Wände aufstemmen, Fliesen abmeißeln oder in harte Materialien wie Beton und Co. bohren möchtest, ist ein Bohrhammer die richtige Wahl. Ein Bohrhammer weist außerdem ein deutlich höheres Gewicht als eine Schlagbohrmaschine auf, weshalb bei Überkopfarbeiten beispielsweise eine schnellere Übermüdung deiner Arme und Handgelenke auftreten kann.
  • Genauigkeit des Bohrergebnisses? Möchtest du präzise Bohrergebnisse und eher kleine Bohrlöcher erzielen, so eignet sich hier ein Schlagbohrmaschine. Der Bohrhammer ist aufgrund seiner Schlagkraft eher für grobe Arbeiten geeignet.
  • Stromkabel oder Akku? Sowohl Bohrhammer als auch Schlagbohrmaschinen sind als kabellose Variante oder mit Stromkabel erhältlich. Hier kommt es auf deinen individuellen Einsatzzweck an. Möchtest du flexibel und mobil bleiben, eignet sich ein akkubetriebenes Gerät. Wenn du keine Einbußen in Sachen Leistung haben möchtest, wenn der Akku sich leert, dann eignet sich eine kabelgebundene Variante. Achte darauf, dass das Kabel mindestens drei Meter lang ist.
Tipp: Lies in diesem Beitag, wie dir das perfekte Bohrloch gelingt!
Schlagbohrmaschine bohr Loch in eine Wand
So gelingt dir das perfekte Bohrloch.

FAQ

  • Bohrhammer oder Schlagbohrmaschine – was ist besser?

    Ob ein Bohrhammer oder eine Schlagmaschine für dich besser ist, ist nicht pauschal zu beantworten. Es kommt darauf an, was du genau bearbeiten möchtest: Wenn es um besonders harte Materialien wie Beton oder Marmor geht, du meißeln oder stemmen willst, eignet sich ein deutlich schlagkräftigerer Bohrhammer. Wenn du eher weichere Materialien wie Aluminium oder Holz präzise bearbeiten möchtest, eignet sich eine Schlagbohrmaschine. Letztere kannst du ebenso als Schrauber benutzen. Lies in unserer Kaufberatung mehr darüber, wie sich Bohrhammer und Schlagbohrmaschine unterschieden.

  • Was ist der Unterschied zwischen einem Bohrhammer und einer Schlagbohrmaschine?

    Grundsätzlich kommt der Bohrhammer zum Einsatz, wenn die Schlagbohrmaschine aufgrund mangelnder Schlagkraft nicht weiterkommt. Der Bohrhammer eignet sich zum Bohren von harten Materialien sowie zum Stemmen und Meißeln, während eine Schlagbohrmaschine für präzises Arbeiten bei weicheren Werkstoffen punktet. Der Schlagbohrer kann zudem als Schrauber genutzt werden. Erfahre in unserer Kaufberatung genau, inwiefern sich Bohrhammer und Schlagbohrmaschine unterscheiden.

  • Wann brauche ich eine Schlagbohrmaschine?

    Wenn du ein Hobbyhandwerker bist, reicht üblicherweise eine Schlagbohrmaschine. Möchtest du allerdings grobe Arbeiten wie Stemmen und Meißeln verrichten sowie in sehr harte Materialien wie Beton bohren, solltest du dir einen Bohrhammer anschaffen.

  • Wann brauche ich einen Bohrhammer?

    Wenn du besonders harte Materialien wie Granit, Marmor oder Beton bohren willst, kommst du mit einer Schlagbohrmaschine nicht weit. Mit dem wesentlich schlagkräftigeren Bohrhammer gelangst du fast mühelos durch besonders feste Werkstoffe. Außerdem kannst du mit ihm grobe Arbeiten wie Meißeln und Stemmen verrichten.

Bohrhammer oder Schlagbohrmaschine: Das sind die Unterschiede – Zusammenfassung

Das zeichnet einen Bohrhammer aus:

  • Durch sein pneumatisches Schlagbolzenwerk bringt der Bohrhammer deutlich mehr Kraft als eine Schlagbohrmaschine auf. Deshalb eignet er sich zum Bohren, Stemmen und Meißeln von besonders hartem Material wie Granit, Beton oder Marmor.
  • Der Bohrhammer erreicht bei niedriger Schlagzahl eine hohe Schlagenergie.
  • Nachteilig wirkt sich die große Schlagkraft allerdings bei Präzisionsarbeiten oder weichem Material aus, welches Gefahr läuft, beschädigt zu werden.
  • Ein Bohrhammer wiegt üblicherweise deutlich mehr als eine Schlagbohrmaschine.

Das zeichnet eine Schlagbohrmaschine aus:

  • Die Schlagbohrfunktion entsteht durch eine rotierende Ratschenzahnung, bei der nicht so viel Schlagkraft wie bei einem Bohrhammer entsteht. Deswegen eignet sich die Schlagbohrmaschine für präzise Arbeiten und weiche Materialien wie Holz und Aluminium – jedoch nicht für grobe Arbeiten in harten Materialien.
  • Eine Schlagbohrmaschine ist stärker als eine Bohrmaschine, jedoch nicht so stark wie ein Bohrhammer.
  • Lässt sich die Schlagfunktion an der Schlagbohrmaschine ausschalten, dient sie als Universalwerkzeug, da sie sich dann auch als Schrauber nutzen lässt.
  • Ideal für Hobbyhandwerker.
Glossar
  • axial: nach vorne gerichtet, in Richtung der Achse
  • pneumatisch: mit Druckluft arbeitend
Redakteurin Hannah

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