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Quelle: iStock.com/gorodenkoff

Monitor-Reaktionszeit: Erklärung & Tipps für den Kauf

Du möchtest dir einen neuen Monitor kaufen und fragst dich, was die Reaktionszeit ist und inwiefern diese bei der Wahl eine Rolle spielt? Wir erklären dir, was der Begriff bedeutet und worauf du bei deiner Entscheidung achten solltest.

1. Was ist die Monitor-Reaktionszeit?

Die Begriffe Reaktionszeit, Antwortzeit (response time) und Schaltzeit bezeichnen die Zeitspanne, die ein Pixel benötigt, um von einer Farbe zu einer anderen zu wechseln. Diese wird in Millisekunden gemessen und beträgt in der Regel unter 10 ms. Besonders schnelle Gaming-Monitore können sogar (theoretische) Werte von unter einer Millisekunde bieten.

Unterscheidung: Reaktionszeit, Aktualisierungsrate, Eingangsverzögerung

Achtung: Die Reaktionszeit unterscheidet sich maßgeblich von der Aktualisierungsrate (auch Bildwiederholfrequenz) sowie der Eingangsverzögerung (= Input-Lag)!

Die Aktualisierungsrate (FPS, frames per second) gibt an, wie viele Bilder (Frames) ein Monitor in einer Sekunde anzeigen kann. Die Angabe erfolgt in Hertz (60 Hz = 60 Bilder pro Sekunde).

Der Begriff Eingangsverzögerung beschreibt hingegen die Verzögerung zwischen einer Eingabe (beispielsweise Bewegen der Maus) und der Anzeige des Ergebnisses (Bewegung des Cursors) auf dem Bildschirm. Der Input-Lag umfasst unter anderem die Zeit der Signalübertragung per Kabel sowie die Reaktionszeit und fällt dementsprechend immer länger aus als die Reaktionszeit an sich.

Grundsätzlich gilt, dass niedrigere Reaktionszeiten für ein besseres Bild sorgen, allerdings gibt es auch Einschränkungen. Für wen sich der Kauf eines Monitors mit niedriger Reaktionszeit lohnt und worauf dabei zu achten ist, erfährst du im Folgenden.

Monitor-Reaktionszeit
Quelle: iStock.com/gorodenkoff
Die Monitor-Reaktionszeit ist auch fürs Gaming wichtig.

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1.1 Methoden der Messung

Für die Ermittlung sowie die Angabe der Reaktionszeit bei Monitoren gibt es keine einheitliche, verbindliche Vorgehensweise. Dies macht die Angaben unterschiedlicher Hersteller nur bedingt vergleichbar. In der Regel kommen zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz, bei denen jeweils das komplette Farbspektrum abgedeckt wird. Allerdings gilt es, zwischen beiden zu unterscheiden:

  • BWT: Bei der black-white-time (Schwarz-Weiß-Zeit) wird die benötigte Zeit für einen Wechsel von dunkel zu hell und zurück gemessen.
  • GtG: Die Methode gray-to-gray (grau-zu-grau) funktioniert ähnlich, allerdings startet und endet sie mit komplexeren Grauwerten. Der ermittelte Wert fällt entsprechend höher aus als bei BWT, ermöglicht dafür jedoch präzisere Angaben.
Fazit: Wenn du beim Kauf eines Monitors die Reaktionszeit verschiedener Modelle vergleichen willst, solltest du darauf achten, dass bei beiden Geräten die gleiche Messmethode verwendet wurde. Zudem solltest du dich nach Möglichkeit am GtG-Wert orientieren.

1.2 Bedeutung der Bildwiederholrate

Hinsichtlich der Antwortzeit solltest du auch die Bildwiederholrate beachten: Sofern die beiden Werte nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies das Bild negativ beeinflussen. Dabei gilt: Die Reaktionszeit muss niedriger als die Zeit pro Bild liegen.

Beispielrechnung

Ein Monitor verfügt über eine Bildfrequenz von 60 Hertz, er kann also 60 Bilder pro Sekunde darstellen.

1 Sekunde : 60 Hertz = 0,01667

Ein Bild beziehungsweise Frame wird dementsprechend 16,67 Millisekunden lang angezeigt. Dementsprechend muss die Reaktionszeit für ein scharfes Bild weniger als 16,67 Millisekunden betragen.

Fällt die Schaltzeit hingegen länger aus als die Frequenz, befinden sich (einige) Pixel noch im ersten Farbübergang, während bereits die nächste Information an sie übertragen wird. Dies führt aufgrund von Schlierenbildung, dem sogenannten Ghosting, zu einem unscharfen Bild.

Darstellung von Ghosting
Quelle: iStock.com/Dmytro Aksonov
Ghosting: Bei Bewegungen entstehen unscharfe Bilder.

Auch wenn die nötige Reaktionszeit eingehalten wird, kann es dennoch zu Ghosting kommen: Einige Farbwechsel dauern länger als andere, sodass selbst bei durchschnittlich ausreichenden Werten teilweise Ghosting auftreten kann. Die Angabe des GtG-Werts ist auch hierbei verlässlicher.

Die folgende Tabelle gibt dir Richtwerte zur maximalen Reaktionszeit für die gängigsten Bildwiederholraten:

Bildwiederholrate Maximale Reaktionszeit
60 Hz 16,67 ms
75 Hz 13,33 ms
100 Hz 10,00 ms
120 Hz 8,33 ms
144 Hz 6,94 ms
240 Hz 4,17 ms
Fazit: Beachte beim Kauf eines Monitors auch die angegebene Bildwiederholrate in Relation zur Reaktionszeit. Dies ist insbesondere bei schnellen Gaming-Monitoren mit hohen Bildfrequenzen wichtig, da andernfalls Ghosting auftreten kann.

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1.3 Nachteile niedriger Reaktionszeiten

Neben dem zuvor beschriebenen Ghosting können auch andere Effekte, die mit niedrigen Monitor-Reaktionszeiten einhergehen, für ein verschlechtertes Bild sorgen.

  • Beim Senden von Bildsignalen werden die Informationen unterschiedlich verarbeitet – beispielsweise für erhöhte Helligkeit, Blaufilter und Farbkorrektur. Um eine möglichst schnelle Reaktion zu erreichen, wird diese Form der Bildverarbeitung von einigen Monitoren jedoch überschrieben. Dies führt dazu, dass beispielsweisen Farben stumpfer wirken und das Bild insgesamt dunkler ausfällt.
  • Ähnliches gilt für eine integrierte Overdrive-Funktion: Diese sorgt dafür, dass die einzelnen Pixel mit höherer Spannung versorgt werden, um schnellere Farbwechsel zu ermöglichen. Die gesteigerte Geschwindigkeit führt jedoch zu Ungenauigkeiten. Das Resultat wird als Inverses Ghosting, Pixel Overshoot oder Motion Blur bezeichnet: Objekte, die sich bewegen, ziehen eine sichtbare Spur hinter sich. Allerdings bietet Overdrive zumeist verschiedene Modi, bei denen Bildqualität und Reaktionszeit im Idealfall gut aufeinander abgestimmt sind.
Fazit: Die Reaktionszeiten von Monitoren können auch zu stark verkürzt sein, sodass die dargestellten Bilder auf unterschiedliche Art und Weise beeinträchtigt werden. Daher solltest du die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten oder spezielle Funktionen entsprechend testen.

2. Wer sollte auf niedrige Reaktionszeiten achten?

Monitore müssen nicht zwangsläufig eine geringe Schaltzeit bieten: Für viele Anwendungen reichen auch vergleichsweise hohe Werte aus.

Insbesondere Gamer sind häufig auf schnelle Reaktionen angewiesen, da diese über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Dies gilt vor allem bei schnellen Spielabläufen, wie sie in diesen Genres typisch sind:

  • Ego-Shooter
  • Kampfspiele
  • Rennspiele

Dementsprechend solltest du insbesondere als Gamer auf gute Reaktionszeiten achten. Als Faustregel gilt: Die Antwortzeit von Gaming-Monitoren sollte maximal 5 Millisekunden betragen. Wenn du hingegen Strategiespiele mit langsamen Bildwechseln spielst oder schnelle Reaktionen des Spielers nicht ausschlaggebend sind, können auch niedrigere Werte ausreichen.

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Bei den folgenden Verwendungszwecken merkt man trotz langsamer Reaktion keine Verzögerungen:

  • Office-Anwendungen
  • Surfen im Internet
  • E-Mails lesen und schreiben
  • Videos ansehen, Streaming

Für Filme sind beispielsweise auch Reaktionszeiten von 12 bis 16 Millisekunden ausreichend.

3. Weitere Aspekte beim Kauf eines Monitors

Neben der Reaktionszeit solltest du bei der Wahl eines neuen Computer-Monitors die folgenden Kriterien beachten:

  • Bildwiederholrate: Die Anzahl der Bilder pro Sekunde sollte insbesondere fürs Gaming möglichst hoch ausfallen. Dies stellt sicher, dass Bildübergänge flüssig dargestellt werden und keine Schlieren entstehen. Für Gaming-Monitore sollte die Frequenz dementsprechend mindestens bei 120 Hertz liegen.
  • Auflösung: Je höher die Auflösung, desto mehr Details lassen sich erkennen. Da man bei Monitoren einen geringeren Sitzabstand hat als bei Fernsehern, können bei großen Modellen schnell einzelne Pixel erkennbar sein. Für Office-Monitore bis 24 Zoll reicht in der Regel Full HD aus, größere Ausführungen ab 27 Zoll sollten mindestens WQHD-Auflösung bieten. 4K/UHD ist zumeist nicht empfehlenswert, da hierfür insbesondere beim Gaming hohe Rechenleistungen nötig sind, die die meisten Grafikkarten nicht bieten können.
  • Anschlüsse: Auch die Monitor-Anschlüsse spielen eine wichtige Rolle, da sie sich hinsichtlich der gebotenen Bildraten sowie Auflösung stark unterscheiden. Die höchste Frequenz bieten DisplayPort und DVI, wohingegen HDMI eine Auflösung von bis zu 8K unterstützt. Wir haben alle wichtigen Informationen über Monitor-Anschlüsse zusammengefasst.

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FAQ

  • Wie wichtig ist die Reaktionszeit bei Monitoren?

    Die Antwort auf diese Frage ist abhängig von der geplanten Nutzung: Für Office-Anwendungen spielt die Reaktionszeit nur eine untergeordnete Rolle, wohingegen sie bei schnellen Bildabfolgen wie bei Action-Spielen dafür sorgt, dass diese flüssig und ohne Schlieren dargestellt werden. Dementsprechend ist sie insbesondere bei Gaming-Monitoren ein wichtiges Kaufkriterium. In unserer Beratung haben wir alle Informationen rund um die Bedeutung der Monitor-Reaktionszeit für dich zusammengestellt.

  • Welche Monitor-Reaktionszeit ist gut für Spiele?

    Die Reaktionszeit eines Gaming-Monitors kann bei schnellen Spielen (Ego-Shooter, Kampf- und Rennspiele etc.) über Sieg und Niederlage entscheiden. Dementsprechend gering sollte sie ausfallen und maximal 5 Millisekunden betragen. Allerdings müssen für eine ideale Bilddarstellung auch andere Kriterien gegeben sein. Alle Informationen zu dem Thema bietet dir unsere Beratung.

  • Wie viel Hertz sollte ein Gaming-Monitor haben?

    Um schnelle Bildwechsel perfekt wiedergeben zu können, sollte die Bildwiederholrate bei Gaming-Monitoren möglichst hoch ausfallen und mindestens 120 Hertz betragen. Zudem sind Faktoren wie die Reaktionszeit für ein realitätsnahes Gaming-Erlebnis ausschlaggebend. Wir haben die wichtigsten Kriterien in unserer Monitor-Beratung für dich zusammengetragen.

  • Was muss man bei einem Monitor beachten?

    Zu den wichtigsten Aspekten beim Kauf eines Monitors gehören:

Redakteur Lars

Vertrauen ist gut, Recherche ist besser!

Lars ist seit über 10 Jahren im E-Commerce als Redakteur unterwegs. Familie, Freunde und Kollegen schätzen ihn für sein handwerkliches Know-How und sein Wissen rund um Elektronik-Themen.