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Quelle: iStock.com/yocamon

Luftfeuchtigkeit in Räumen: So schaffst du ideale Bedingungen!

Du fragst dich, was genau unter Luftfeuchtigkeit zu verstehen ist und welche Probleme zu trockene oder zu feuchte Luft verursachen kann? Wir klären auf und zeigen dir zahlreiche Möglichkeiten zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit, um ein angenehmes Klima zu gewährleisten.

1. Absolute, relative und optimale Luftfeuchtigkeit: Was sind die Unterschiede?

Unter Luftfeuchtigkeit wird der Anteil an Wasserdampf in der Luft verstanden.

Hier kann zwischen den folgenden Angaben unterschieden werden:

  • Absolute Luftfeuchtigkeit: Angabe von Wasser in Gramm pro Kubikmeter Luft
  • Maximale Luftfeuchtigkeit: Angabe der maximal möglichen Aufnahme von Wasser in Gramm pro Kubikmeter Luft unter Berücksichtigung der Temperatur
  • Relative Luftfeuchtigkeit: Sättigungsverhältnis der Luft in Prozent unter Berücksichtigung der Temperatur

Die relative Luftfeuchtigkeit stellt dabei den Wert dar, der sich aus dem Verhältnis von absoluter und maximaler Luftfeuchtigkeit ergibt:

Berechnung: Relative Luftfeuchtigkeit = absolute Luftfeuchtigkeit / maximale Luftfeuchtigkeit * 100

Unter dem Begriff „optimale Luftfeuchtigkeit“ wird hingegen eine Spanne an Werten in Prozent verstanden, die sowohl für deine Gesundheit als auch die Bausubstanz angemessen ist.

Info: Der ideale Durchschnittswert der optimalen Luftfeuchtigkeit liegt bei 50 Prozent. Sollten die Werte in deiner Wohnung beziehungsweise deinem Haus stark davon abweichen, besteht Handlungsbedarf. Vor allem wenn die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent fällt oder über 65 Prozent steigt, sind gezielte Maßnahmen erforderlich. Wie genau du dabei vorgehst, erfährst du unter Kapitel 3.

2. Welche Luftfeuchtigkeit ist in den einzelnen Wohnräumen ideal?

Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, welche Bedingungen in den einzelnen Räumen ideal sind: So unterscheiden sich vor allem Küche und Badezimmer hinsichtlich der empfohlenen Luftfeuchtigkeit in Prozent vom Rest der Zimmer.

Wir haben eine Übersicht erstellt, die dir genaue Informationen zur empfohlenen Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen liefert:

Raum Ungefähre empfohlene Luftfeuchtigkeit Ungefähre empfohlene Temperatur
Küche
55 %
19 °C
Wohnzimmer
50 %
22 °C
Arbeitszimmer
50 %
22 °C
Badezimmer
60 %
22 °C
Schlafzimmer
50 %
18 °C
Flur
50 %
16 °C
Kinderzimmer
50 %
22 °C
Keller
60 %
13 °C
Optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen
Die optimale Luftfeuchtigkeit unterscheidet sich von Raum zu Raum.
Info: In der Küche und im Badezimmer steigt die Luftfeuchtigkeit zu verschiedenen Zeitpunkten am Tag an: Dies liegt zum einen am erzeugten Dunst beim Kochen sowie zum anderen an der Dampfbildung während des Duschens oder Badens. Da es sich hierbei nicht um einen Dauerzustand handelt, musst du dir keine Sorgen hinsichtlich Schimmelbildung machen. Wichtig ist lediglich, dass du nach dem Kochen und Duschen beziehungsweise Baden ausgiebig lüftest.

Luftfeuchtigkeit messen

Du weißt nicht, wie hoch die Luftfeuchtigkeit in deinen Räumen ist? Dann empfehlen wir ein Hygrometer. Dieses gibt den Feuchtigkeitswert exakt an. Zahlreiche Modelle weisen zudem Angaben zur aktuellen Temperatur und Uhrzeit auf.

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3. Was ist für die Senkung und Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in Räumen nötig?

Da sowohl eine zu geringe als auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit mit Problemen verbunden ist, ist es wichtig, diese im Bedarfsfall zu regulieren. Eine Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent führt auf Dauer zu trockener Haut und trockenen Schleimhäuten. Dies macht sich nicht selten in Form von Husten, Bindehautentzündungen und Hautauffälligkeiten bemerkbar. Steigt die Luftfeuchtigkeit auf über 70 Prozent und bleibt dauerhaft auf diesem hohen Wert, erhöht sich das Schimmelrisiko. Um dies zu vermeiden, zeigen wir dir, wie du die Luftfeuchtigkeit erhöhen beziehungsweise reduzieren kannst und welche Utensilien hierfür nötig sind.

Die folgende Abbildung zeigt, bei welchen Tätigkeiten Feuchtigkeit im Haushalt entsteht. Kann der Wasserdampf beziehungsweise Dunst nicht richtig entweichen, führt dies zu einem konstant hohen Feuchtigkeitswert und einer gesteigerten Schimmelgefahr:

Feuchtigkeitsentstehung im Haushalt
Diese Tätigkeiten im Haushalt führen zu der höchsten Feuchtigkeitsentstehung.

Um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren, kannst du bereits die folgenden einfachen Tipps anwenden:

Luftfeuchtigkeit regulieren
Mit diesen Tipps kannst du schnell und einfach für eine Erhöhung beziehungsweise Senkung der Luftfeuchtigkeit sorgen.

3.1 Vorgehen zur Senkung der Luftfeuchtigkeit

Gerade im Badezimmer und in der Küche ist nicht selten eine zu hohe Luftfeuchtigkeit gegeben: Wichtig ist, dass du diese in den verschiedenen Räumen gelegentlich mit einem Hygrometer überprüfst. Durch regelmäßiges Lüften kann die empfohlene Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent für gewöhnlich erreicht werden.

Das richtige Lüften

Um Schimmel vorzubeugen, beachte unsere folgenden Tipps zum richtigen Lüften:

  • Lüfte etwa drei- bis fünfmal am Tag (je mehr Personen sich in einem Haushalt befinden, desto häufiger solltest du dies tun).
  • Öffne die Fenster beim Lüften komplett, anstatt sie nur auf Kipp zu stellen. Dadurch ist ein idealer Luftaustausch gegeben.
  • In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (meist Küche und Badezimmer) ist ein häufiges Lüften unerlässlich – insbesondere nach Dampf- beziehungsweise Dunstentstehung.
  • Öffne deine Fenster nicht bei Regen. Aufgrund der feuchten Außenluft erhöht sich auch die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen.
  • Während der Sommermonate ist es sinnvoll, nur morgens und abends zu lüften. Zu diesen Tageszeiten ist die Luftfeuchtigkeit außen geringer als in deiner Wohnung beziehungsweise deinem Haus.
  • Tipp: Wenn du den idealen Zeitpunkt zum Lüften abpassen möchtest, lohnt es sich, ein Hygrometer im Innen- und Außenbereich anzubringen. So kannst du jederzeit die beiden gemessenen Werte vergleichen und feststellen, wann das Öffnen der Fenster sinnvoll ist.
  • Öffne, sofern möglich, immer zwei gegenüberliegende Fenster. Auf diese Weise entsteht ein idealer Luftaustausch.

Der Einsatz von Luftentfeuchtern

Sollten die Tipps zum richtigen Lüften keine Abhilfe versprechen, kannst du mit einem Luftentfeuchter entgegenwirken, welcher der Raumluft Feuchtigkeit entzieht.

Luftentfeuchter
Wenn regelmäßiges Lüften bei zu hoher Luftfeuchtigkeit keine Abhilfe verspricht, kannst du Luftentfeuchter einsetzen.

Bei der Entscheidung für ein passendes Gerät solltest du die folgenden Aspekte beachten:

  • Die Größe des Luftentfeuchters: Bedenke, dass vor allem leistungsstarke Lufttrockner meist sehr groß ausfallen. Stelle dementsprechend vorab sicher, dass du ausreichend Platz zur Verfügung hast und du das Gerät nicht als störend empfindest.
  • Die Geräuschentwicklung während des Betriebs: Einige Luftentfeuchter sind während des Betriebs verhältnismäßig laut. In der Regel findest du in der Produktbeschreibung Angaben zur Lautstärke in Dezibel. Dieser Wert ist vor allem dann von Bedeutung, wenn du den Lufttrockner im Schlafzimmer oder anderen Räumen aufstellen möchtest, in denen du eine ruhige Umgebung bevorzugst.
  • Erforderliche Entfeuchtungsleistung des Geräts: Dieser Punkt ist stark von der vorhandenen Luftfeuchtigkeit sowie der Größe deiner Räume abhängig. Bei großen Zimmern und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit empfiehlt sich ein leistungsstarkes Gerät, das zur Senkung des Wertes im Vergleich zu anderen Modellen entscheidend seltener in Betrieb sein muss, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
  • Folgekosten: Bei den angebotenen Geräten müssen jederzeit Hinweise zum Energiebedarf angegeben werden. Eine Berechnung der ungefähren Laufkosten im Vorfeld ist sehr sinnvoll.
  • Die Funktionsweise des Luftentfeuchters: Grundsätzlich hast du die Wahl zwischen Adsorptions- oder Kondenstrocknern. Kondenstrockner verfügen über einen Tank, in dem das Wasser gesammelt wird. Adsorptionstrockner weisen ein Trockenmittel auf, das der Luft Feuchtigkeit entzieht. Dieses muss regelmäßig erneuert werden und stellt somit einen weiteren Kostenfaktor dar.

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3.1 Vorgehen zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit

Auch wenn die Luftfeuchtigkeit unter 40 oder gar 30 Prozent liegt, solltest du handeln und für einen angenehmen Feuchtigkeitswert sorgen. Zunächst kannst du ebenfalls mit einfachen Tipps versuchen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Einfache Tipps zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit

  • Die simpelste Methode, um eine höhere Luftfeuchtigkeit zu erreichen, ist der Einsatz von Wasser. Stelle einen mit Wasser gefüllten Topf auf den Herd und lass es aufkochen. Im Anschluss stellen Sie das Gefäß in den Raum, der eine geringe Luftfeuchtigkeit aufweist. Einziges Problem hierbei: Eine Verbesserung tritt nur lokal ein.
  • Darüber hinaus kannst du deine frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen in das betroffene Zimmer hängen. Die abgegebene Feuchtigkeit wird den entsprechenden Wert erhöhen, wenn auch nur für eine begrenzte Zeit.
  • Langfristig kann es Abhilfe schaffen, die Heizung in der kälteren Jahreszeit herunterzudrehen. Durch die Inbetriebnahme wird dem Raum Luftfeuchtigkeit entzogen, was sich negativ auf Ihre Schleimhäute auswirken könnte. Hierbei gilt es selbstverständlich dennoch, eine für dich angenehme Umgebungstemperatur möglichst aufrechtzuerhalten.
    Tipp: Wenn du die Heizung nicht herunterdrehen möchtest, kannst du auch kleine mit Wasser gefüllte Gefäße auf der Heizung platzieren. Die abgegebene Wärme sorgt dafür, dass es verdunstet und der Feuchtigkeitswert infolgedessen steigt.

Der Einsatz von Luftbefeuchtern

Luftbefeuchter stellen vor allem dann eine sinnvolle Investition dar, wenn du die Luftfeuchtigkeit über einen langen Zeitraum hinweg erhöhen möchtest. Auch hier solltest du auf einige Punkte achten:

Luftbefeuchter
Quelle: iStock.com/pushimec
Luftbefeuchter helfen dabei, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
  • Die Geräuschentwicklung: Auch bei Luftbefeuchtern gilt es, die Lautstärke-Angabe in Dezibel in der Produktbeschreibung zu beachten. Insbesondere bei einem Einsatz im Schlafzimmer solltest du auf Varianten zurückgreifen, die dich nicht stören.
  • Das Fassungsvermögen des Wassertanks: Möchtest du den Feuchtigkeitswert nur sehr lokal erhöhen, genügen bereits Modelle mit einem kleinen Fassungsvermögen von beispielsweise 0,5 Litern. Für große Räume sind Ausführungen mit einem mindestens 6-Liter-Tank empfehlenswert.
  • Die einfache Abnahme des Wassertanks: Da der Wassertank regelmäßig befüllt werden muss, sollten Sie Geräte bevorzugen, bei denen die Abnahme des Tanks einfach erfolgen kann. Dies ist auch in Anbetracht der erforderlichen Reinigung sinnvoll.
  • Akku oder Strom: Luftbefeuchter existieren sowohl in akku- als auch strombetriebener Form. Während die Strom-Varianten in der Regel leistungsfähiger sind und ein größeres Fassungsvolumen haben, wirken Akku-Modelle lokal sehr gut und stellen die ideale Möglichkeit dar, wenn du keinen Zugang zu einer Steckdose hast.
  • Die Funktionsweise des Luftbefeuchters: Du hast die Wahl zwischen Verdunstern (Kaltverdunstung), Verdampfern (Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch Erhitzen des Wassers) und Verneblern, die entweder mittels Ultraschall oder Druckdüsen Nebel bilden und an die Umgebung abgeben. Die Unterschiede liegen nicht zuletzt in der Geräuschentwicklung, Schnelligkeit der Luftbefeuchtung sowie im Energieverbrauch.

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FAQ

Luftfeuchtigkeit in Räumen: Diese Werte solltest du einhalten – Zusammenfassung
  • Die empfohlene Luftfeuchtigkeit im Arbeits-, Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmer sowie im Flur liegt bei etwa 50 Prozent. In der Küche, im Badezimmer sowie im Keller sind jedoch auch Werte zwischen 55 und 60 Prozent aufgrund der höheren Feuchtigkeitsentwicklung völlig im Rahmen.
  • Um die Luftfeuchtigkeit bestimmen und entsprechend darauf reagieren zu können, solltest du dir ein Hygrometer zulegen. Dieses zeigt dir die Werte zu jeder Zeit zuverlässig an.
  • Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit kannst du eine Wasserschale aufstellen, ein nasses Handtuch auf die Heizung legen oder einen Luftbefeuchter einsetzen.
  • Einer zu hohen Luftfeuchtigkeit wirkst du durch regelmäßiges Lüften und/oder einen Luftentfeuchter entgegen.
Glossar
  • Absolute Luftfeuchtigkeit: Angabe von Wasser in Gramm pro Kubikmeter Luft
  • Maximale Luftfeuchtigkeit: Angabe der maximal möglichen Aufnahme von Wasser in Gramm pro Kubikmeter Luft unter Berücksichtigung der Temperatur
  • Relative Luftfeuchtigkeit: Sättigungsverhältnis der Luft in Prozent unter Berücksichtigung der Temperatur
  • Hygrometer: Gerät für die Messung der aktuellen Luftfeuchtigkeit (und meist auch Temperatur)
Redakteurin Sybille

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Sybille gilt seit fast 10 Jahren als bewährte Anlaufstelle für unsere Kunden, wenn es um professionelle Produktberatung geht. Ihre Reiselust ist ebenso ansteckend wie ihre Liebe für Pflanzen, Tiere und Bücher.