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Baby & Kind / 23. März 2016

Konzentration beim Kind: Die Ernährung kann helfen

Allein das Gehirn verbraucht jeden Tag mehr als 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs. Damit es – auch in der Schule und beim Lernen – möglichst effizient arbeitet, können Eltern die Konzentration des Kindes per Ernährung fördern. Sogenanntes „Brainfood“ macht Kinder zwar nicht schlauer, ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit in der Schule und bei den Hausaufgaben kann dadurch aber zunehmen.

Konzentration beim Kind: Die Ernährung kann helfen
© JenkoAtaman – Fotolia.com

Diese Lebensmittel steigern die Konzentration beim Kind


Theoretisch arbeitet das Gehirn am besten mit Zucker und Fett – Bonbons, Pommes und Co. sind jedoch alles andere als gesund. Ernährungsexperten und Neurowissenschaftler empfehlen deshalb bestimmte Nährstoffe, die das Gehirn in Schwung bringen sollen. Um die Konzentration beim Kind durch Ernährung zu fördern, kommt es insbesondere auf eine ausreichende Versorgung mit den Energielieferanten Kohlenhydrate und Eiweiß an. Aber auch ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe regen die grauen Zellen an.

Die Hirnleistung unterstützt man am besten mit diesen Nahrungsmitteln:


  • Kartoffeln, Getreideprodukte und Hülsenfrüchte sind reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Diese wertvollen Energiespender fördern langfristig die Merk- und Denkfähigkeit bei Kindern. Sie lassen – anders als beispielsweise Zucker – den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe schießen, sondern nur langsam ansteigen, und verhindern somit Heißhungerattacken.

  • Vor allem in Milchprodukten, Eiern, Fisch und Fleisch steckt viel Eiweiß. Auch Getreide, einige Hülsenfrüchte und Nüsse können das Gehirn mit Proteinen versorgen. Durch sie wird das Wachstum angeregt. Die Aminosäuren, die Bestandteile der Nahrungsproteine sind, bilden im Gehirn Botenstoffe, die für eine gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen.

  • Durch Fisch, Nüsse und Öle von Oliven, Raps, Walnüssen und Sonnenblumenkernen erhält das Gehirn die unentbehrlichen Omega-3-Fettsäuren. Diese ungesättigten Fettsäuren sind wichtig für die Gehirnfunktion, weil sie an der Signalübermittlung beteiligt sind.

  • Obst wie Äpfel, Bananen und Weintrauben sollten beim Lernen ebenfalls nicht fehlen. Sie sind ideale Zwischenmahlzeiten, weil sie durch die enthaltenen Kohlenhydrate satt machen, und der Fruchtzucker gleichzeitig die Leistungsfähigkeit ankurbelt. Außerdem enthalten Früchte viele Vitamine, Mineralien und weitere wichtige Nährstoffe. B-Vitamine stärken beispielsweise das Nervenkostüm, Folsäure ist gut für das Hirnwachstum und Antioxidantien schützen die Synapsen und dienen somit als „Gedächtnisstütze“. Trockenobst ist ebenfalls ein gutes Brainfood: Als Ersatz für Süßigkeiten liefert es schnelle Energie.

  • Gedämpftes Gemüse, Rohkost und Salat enthalten ebenfalls Vitamine, Mineralstoffe und zudem Wasser. Sie machen satt, belasten die Verdauung aber nicht so stark wie Fettiges.

Auf regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten achten


Wenn Eltern die Konzentration ihrer Kinder mittels Ernährung unterstützen möchten, sollten sie zudem auf regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten achten. Deftige und fettige Speisen liegen nicht nur schwer im Magen – sie machen auch träge im Kopf. Leichte Kost mit einer Kombination aus Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukten eignet sich deshalb besser, am besten in mehreren kleinen Portionen serviert. So wird der Magen nicht belastet, der Kopf aber gefördert. Wenn Familien mit frischen Zutaten kochen, verzichten sie zudem auf Aromastoffe und Geschmacksverstärker, die auf Dauer dem Körper schaden können. Neben einer abwechslungsreichen Ernährung spielt auch die richtige Trinkmenge eine große Rolle fürs Lernen und Konzentrieren. Ohne Flüssigkeit kann das Gehirn nicht einwandfrei arbeiten, Kopfschmerzen und Müdigkeit sind die Folge. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Schulkindern, rund einen Liter am Tag zu trinken, Jugendlichen etwa anderthalb. Am besten eignen sich Mineralwasser, Saftschorlen und ungesüßte Frucht- oder Kräutertees.

Mit Pausen und Bewegung einen Ausgleich schaffen


Auch wenn eine bestimmte Ernährungsweise Kindern dabei helfen soll, sich besser zu konzentrieren und zu arbeiten, dürfen Eltern nicht zu viel verlangen und keine Höchstleistungen erwarten. Die maximale Konzentrationsdauer von Kindern unter zehn Jahren liegt bei rund 20 Minuten, ältere Schulkinder können für etwa eine halbe Stunde fokussiert arbeiten. Ausreichende Pausen zwischen dem Lernen – am besten mit viel Bewegung an der frischen Luft – sind deshalb mindestens genauso wichtig wie die Konzentration beim Kind durch Ernährung auf die Sprünge zu helfen.