Filialdaten werden geladen.

Ihre Daten werden gesendet.
Lebensmittel ABC / 28. März 2018

Honig – mehr als ein süßer Brotaufstrich

Für 500 Gramm Honig fliegen Biene umgerechnet drei Mal um die Welt. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 120.000 Tonnen Honig verzehrt. Eine ganz schön respektable Sammelleistung, die die Bienen vorweisen und die man unbedingt würdigen sollte – zum Beispiel mit dem Kauf regionaler Honigsorten. Damit unterstützt man die Bienen und Imker und fördert auch den Erhalt und die Vielfalt der heimischen Natur.

Honig – mehr als ein süßer Brotaufstrich

Raffinierte Mischung

Honig ist der natürliche Futtervorrat der Bienen und wird von ihnen aus dem Nektar der Blüten oder aus den Ausscheidungen bestimmter Insekten (Honigtau) gewonnen. Er ist sehr nahrhaft und besteht bis zu 80 Prozent aus einer Mischung von Frucht- und Traubenzucker und zu fast 20 Prozent aus Wasser. Hinzu kommen über 100 weitere Stoffe Enzyme, Eiweiße, Spurenelemente, Mineralstoffe, Vitamine und andere chemische Verbindungen, die in ihrer Zusammenwirkung dem Honig besondere Eigenschaften verleihen. Während ihres Fluges legen sich Bienen auf eine bestimmte Blütensorte fest. Bietet diese Pflanzenart genug Nektar, kehren Bienen auch auf ihrem nächsten Flug wieder zu ihnen zurück. So entstehen Spezialhonige wie Raps-, Wald- oder Akazienhonig entstehen. Diese bestehen dann zu 60 Prozent aus dem Nektar dieser einen Pflanzenarten.

Ein Imker hat dabei nur minimalen Einfluss auf die Sorte des Honigs. Er kann seine Bienenstöcke zwar in der Nähe eines Waldes aufstellen. Das garantiert ihm aber noch nicht, dass er nachher auch Waldhonig „ernten“ kann. Wenn den Bienen der Nektar von Raps besser schmeckt, fliegen sie diesen an – auch wenn das Rapsfeld viel weiter weg ist, als die blühenden Tannen und Blumen nebenan. Jede Honigsorte hat dabei ihre ganz eigene Struktur, Farbe und Geschmack, an der der Imker später erkennen kann, was seine Bienen gesammelt haben.

Kleine Einkaufshilfe: Dunkle Honigsorten haben tendenziell ein kräftiges, markantes Aroma, typische Vertreter sind Waldhonig oder Tannenhonig. Hellere Honigsorten wie Rapshonig, Lindenblütenhonig oder Löwenzahnhonig schmecken meistens milder und cremiger.

Keimtötende Wirkung


Honig wirkt bakterien- und virentötend und bekämpft Pilzkeime. Schwarmbienen leben mit bis zu 50.000 Tieren auf engstem Raum, bei 35 Grad Wärme und einer Luftfeuchtigkeit von circa 75 Prozent. Das sind dummerweise ideale Bedingungen die Verursacher verschiedenster Infektionskrankheiten. Gegen sie haben Bienen ihre eigene Verteidigung entwickelt: in ihrer Nahrung, also dem Honig, in ihrem Baumaterial, dem Bienenwachs, und in ihrem eigenen Desinfektionsmittel, dem Propolis.
Diese „Bienenmedizin“ ist eine Kombination verschiedenster Stoffe und hochwirksam gegen Bakterien, Viren und Pilze. So sichert sie den Bienen seit mittlerweile über 100 Millionen Jahren erfolgreich ihre Existenz auf der Erde.

Honig wirkt auch beim Menschen


Auch für uns ist die medizinische Wirkung der Bienenprodukte ein Segen und wird schon seit Menschengedenken eingesetzt. Steinzeitmenschen nutzten Bienenwachs als Zahnplombe. Das elastische Material schützte den Zahnnerv vor Kältereizen und wirkte so gegen Zahnschmerzen und die antibakterielle Wirkung von Bienenwachs bekämpfte gleichzeitig Entzündungen.
Der Grieche Hippokrates erklärte Honig als Allheilmittel und verwendete ihn schon vor 2.400 Jahren bei Erkältungserkrankungen und in der Wundbehandlung – beides Gebiete, in denen Honig auch heute noch sehr erfolgreich eingesetzt wird. Bei der Bekämpfung antibiotikaresistenter Bakterien gewinnen Bienenprodukte aktuell wieder zunehmend an Bedeutung. Wichtig ist allerdings, dass der Honig nicht über 40 Grad erwärmt wird, ansonsten verliert er seine Wirksamkeit.
Menschen mit Bienenallergie oder Diabetes müssen beim Genuss von Honig vorsichtig sein. Auch Kleinkindern unter 12 Monaten sollte man keinen Honig geben. Er kann trotz keimtötender Wirkung noch Botulismusbakterien enthalten, gegen die Babys noch keine Abwehrkräfte entwickelt haben.

Bienen schützen


Bienen gehören zu den wichtigsten Tieren der Erde, sie liefern uns nicht nur wertvolle Produkte wie zum Beispiel Honig, Propolis und Bienenwachs. Durch ihre Bestäubungsleistung sichern sie Tag für Tag die Grundlage unserer pflanzlichen Ernährung. Viele Gründe die uns verpflichten die Bienen besser zu schützen.

Helfen Sie uns, unsere Webseite zu verbessern

Wir freuen uns, wenn Sie sich circa 8 Minuten Zeit für die Befragung zu unserer Internetseite nehmen. Ihre Antworten werden selbstverständlich absolut anonym und vertraulich behandelt.

Helfen Sie uns, unsere Webseite zu verbessern