Neckarsulm/Neuenstein – Am Mittwoch, 27. Januar 2010 informierten die Firmen Bauer und Kaufland vor Ort über das gemeinsame Pilotprojekt „Kaninchen in Bodenhaltung“. An diesem Termin nahm Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, eine Vertreterin der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ sowie Vertreter des Landratsamts Hohenlohekreis teil.
Seit Herbst 2009 bietet die Kaufland-Gruppe in ausgewählten Märkten in Baden-Württemberg Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung an. Die Kaninchen stammen aus einem im deutschen Handel bislang einzigartigen Tierschutzprojekt, das auf eine artgerechtere Haltung der Tiere abzielt. Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden eine verantwortungsbewusste Alternative zu Ware aus der konventionellen Käfighaltung. Auch die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ ist in das Projekt involviert und begrüßt dieses Engagement ausdrücklich.
Spezielles Konzept zur artgerechten Tierhaltung
Im Rahmen dieses Pilotprojektes hat Kaufland gemeinsam mit dem baden-württembergischen Zuchtbetrieb Bauer Spezialitäten aus Neuenstein (Hohenlohe) ein spezielles Konzept für eine tiergerechte Haltung von Kaninchen entwickelt. Diese sogenannte Bodenhaltung bietet den Tieren mehr Bewegungsfreiraum und ermöglicht durch eine spezielle Ausstattung der Bodenstallungen – unter anderem mit Beschäftigungsmaterial – arttypisches Verhalten wie Nagen oder Springen. Ein weiterer positiver Aspekt: Neben der Aufzucht erfolgt auch die Schlachtung der Tiere direkt vor Ort durch die Firma Bauer Spezialitäten – somit entfallen jegliche Tiertransporte.
Mit dem Angebot von Kaninchenfleisch aus alternativer Haltung möchte Kaufland einen aktiven Beitrag zum nachhaltigen Konsum leisten. Kunden erkennen die Produkte an der Kennzeichnung „aus Bodenhaltung“ und finden in den Filialen somit eine tiergerechte Alternative zu Ware aus der weltweit bei Kaninchen gängigen Käfighaltung vor. Aktuell ist das Kaninchenfleisch aus Bodenhaltung auf Grund begrenzter Verfügbarkeit nur in ausgewählten Märkten im süddeutschen Raum erhältlich. Die Kapazitäten bei der Firma Bauer Spezialitäten wurden seit Beginn des Projektes sukzessive ausgebaut. Ziel ist es, das Konzept zudem auf weitere Zuchtbetriebe auszudehnen, um die tiergerecht erzeugten Produkte einer breiteren Kundenschicht in Deutschland anbieten zu können.
Nachhaltige Einkaufspolitik
Das Wohl von Tieren zu schützen ist Kaufland ein wichtiges Anliegen – nicht nur bei Kaninchen. So verzichtet das Unternehmen beispielsweise vollständig auf den Verkauf von Frischeiern aus Käfig- und Kleingruppenhaltung. Dies gilt auch für gefärbte Eier, für die keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht besteht. Auch wird grundsätzlich kein Enten- und Gänsefleisch aus Stopfmast und Lebendrupf angeboten. Darüber hinaus setzt sich Kaufland mit seiner nachhaltigen Fisch-Einkaufspolitik für einen verantwortungsvollen Umgang mit Fisch ein. Das belegt auch der erste Platz, den das Unternehmen in einem aktuellen Handelsvergleich der Umweltorganisation Greenpeace belegt.
Als mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Neuenstein, Baden-Württemberg, ist die Firma Bauer Spezialitäten seit über 25 Jahren Spezialist in Sachen Kaninchenzucht. Der Betrieb ist nach den Kriterien der GGE zertifiziert.