Wussten Sie, dass 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland einen erhöhten Cholesterinspiegel haben? Dieser kann im schlimmsten Fall zu Arterienverkalkung sowie einem erhöhten Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko führen.
Neben der genetischen Veranlagung spielt die Ernährung bei der Entstehung eines hohen Cholesterinspiegels eine große Rolle. Zum Beispiel Seefisch und Nüsse können oft besser helfen, ihn zu senken, als Pillen. Erfahren Sie mehr!
Cholesterin ist ein Grundbaustein für einige lebenswichtige Hormone und spielt eine Rolle bei der Aktivierung und dem Transport von Vitamin D. Über das Blut wird Cholesterin von der Leber zu den Zellen transportiert, bei nicht benötigtem Cholesterin ist es umgekehrt. Für den Transport wird es zusammen mit Eiweißen in bestimmte „Verpackungsformen“ gebracht, in sogenanntes LDL und HDL.
Dabei ist das Mengenverhältnis von LDL und HDL zueinander wichtig: Hohe LDL-Werte und geringe HDL-Werte sind nicht wünschenswert. Wenn LDL überwiegt, wirkt sich das negativ auf den Körper aus, da mehr Cholesterin über den Blutstrom an die Organe weitergeleitet wird, als abtransportiert werden kann. Dies führt zu Entzündungsreaktionen in den Blutgefäßen und zu Ablagerungen, in deren Folge eine Arterienverkalkung entstehen kann.
Cholesterinbewusst ernähren
Bei zu hohen Cholesterinwerten spielt die zugeführte Menge an Fetten und vor allem die Art des Fettes eine wichtige Rolle. Verursacher können die mit der Nahrung aufgenommenen gesättigten Fette und Transfettsäuren sein. Letztere sind vor allem in gehärteten Fetten enthalten, die oft für die Herstellung von Wurstwaren, Süßigkeiten, Fertiggerichten, Knabbersnacks und Fast Food verwendet werden. Vermeiden oder reduzieren Sie bei erhöhten Werten auch den Konsum von fettem Fleisch, fetten Käsesorten und Alkohol.
Einst galten Eier als „Cholesterinbomben“. Diese Ansicht ist inzwischen überholt. Der Cholesteringehalt ist zwar höher als in anderen Lebensmitteln, aber das Cholesterin im Ei ist gar nicht so schädlich und muss im Zusammenhang mit dem Fettgehalt gesehen werden, der beim Ei moderat ist. Zwei bis drei Eier pro Woche sind also durchaus erlaubt.
Fettarm und ballaststoffreich
Neben den Fetten sollten Sie auch auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten. Ballaststoffe binden im Körper Gallensäuren, die aus Cholesterin aufgebaut sind. So wird Cholesterin entzogen, da der Körper gezwungen ist, neue Gallensäuren aus Cholesterin zu produzieren. Ballaststoffreich sind zum Beispiel Vollkornprodukte und Kartoffeln. Welche Lebensmittel außerdem empfehlenswert sind, erfahren Sie in der folgenden Übersicht.
Leckere Rezeptideen zum Nachkochen
Mit den empfohlenen Zutaten können Sie viele leckere Gerichte kochen. Probieren Sie zum Beispiel den Bunten Hülsenfruchttopf, der mit Erbsen, Kichererbsen und weißen Bohnen zubereitet wird. Grobe Haferflocken sind ebenfalls enthalten. Und auch den leckeren Spinat-Tomaten-Salat mit Nussdressing können wir bei erhöhten Cholesterinwerten empfehlen. Guten Appetit!
Haben Sie möglicherweise hohe Cholesterinwerte?
Es gibt in der Apotheke verschiedene Tests, mit denen Sie den Cholesterinspiegel ermitteln können. Unser Test liefert Ihnen erste Anhaltspunkte dafür, ob Sie eventuell erhöhte Cholesterinwerte haben.
Unsere Ernährungsexperten haben für Sie alle wichtigen Informationen und Tipps auf einen Blick zusammengefasst:
Das Wichtigste auf einen Blick (pdf)
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